Thüringen sicher wie nie zuvor

Foto: Innenminister Prof. Dr. Peter M. Huber in der Medienkonferenz.
v. l. n. r.: LKD Werner Jakstat, Behördenleiter TLKA, LKD Egon Luthardt, Referatsleiter Kriminalitätsbekämpfung, Prävention im TIM, Innenminister Prof. Dr. Peter M. Huber und Bernd Edelmann, Pressesprecher TIM.

Innenminister Huber zur Kriminalitätslage 2009:

Thüringen sicher wie nie zuvor – Niedrigste Straftatenzahl seit 1993

„Thüringen ist eines der sichersten deutschen Länder. Dafür sprechen insbesondere die weiter rückläufige Zahl der Straftaten und die nochmals gestiegene Aufklärungsquote.“ Dies erklärte Thüringens Innenminister Professor Dr. Peter M. Huber anlässlich der Vorstellung der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) für das Jahr 2009 heute in Erfurt. „Im letzten Jahr wurden in der PKS 138.681 Straftaten erfasst. Das ist ein Rückgang von 3.939 Fällen gegenüber dem Vorjahr und zugleich der niedrigste Wert seit 1993“, erläuterte der Minister.
„Die Aufklärungsquote übertrifft mit 65,1 % wiederum das Niveau des Vorjahres. Sie liegt damit nicht nur erheblich über dem Bundesdurchschnitt, sondern beschert uns erstmals den Spitzenplatz im bundesweiten Vergleich. Für Thüringen bedeuten die 65,1 Prozent zudem den höchsten bislang erreichten Wert seit Einführung der PKS“, betonte Huber.


Als besonders positiv wertete der Minister den Rückgang im Bereich der Gewaltstraftaten auf 4.124 Fälle (2008: 4544), zu denen u. a. Mord, schwere Körperverletzung und Raub zählen. „Der Rückgang in diesem Bereich um 9,2 Prozent ist wesentlich höher als der Rückgang der insgesamt in der PKS erfassten Fälle. „Das halte ich für einen wichtigen Erfolg und für einen zusätzlichen Beleg für das weiter steigende Sicherheitsniveau in Thüringen, zumal die Gesamtzahl der Gewaltstraftaten auch im Vergleich der letzten 5 Jahre rückläufig ist“, erklärte der Minister. Gleichzeitig wies er aber darauf hin, dass sich der bundesweite Trend, wonach viele Körperverletzungsdelikte mit zunehmender Brutalität ausgeführt würden, auch in Thüringen zu registrieren sei.

Auf die aktuelle Diskussion über den sexuellen Missbrauch von Kindern eingehend, berichtete der Minister, dass die Fallzahl beim sexuellen Missbrauch von Kindern im Freistaat rückläufig war. „In 2009 gab es 357 Missbrauchsfälle mit Kindern, 2008 waren es 370. Wichtig ist für mich aber die Tatsache, dass nicht nur die Zahl der Delikte abgenommen hat, sondern auch die Zahl der Opfer. So wurden im letzten Jahr 414 Kinder zu Opfern sexuellen Missbrauchs, 2008 waren es 441. Bei Jugendlichen waren es noch 33 gegenüber 56 in 2008“. Die PKS ermögliche allerdings keinen Rückschluss darauf, wo der sexuelle Missbrauch stattgefunden habe.

Bezug nehmend auf einen aktuellen Fall in einer Erfurter Straßenbahn, bei dem ein Mann einer Ausländerin zur Hilfe kam und dann selbst von den Tätern verprügelt wurde, ging Huber auf die Entwicklung der Straßenkriminalität ein. Insgesamt sei auch die Straßenkriminalität in Thüringen im letzten Jahr zurückgegangen. „2009 wurden 22.270 Fälle registriert. Das sind 5,5 % weniger als im Jahr, in dem noch 23563 Fälle registriert wurden. Damit verfestigt sich in diesem Bereich die seit dem Jahr 2003 feststellbare rückläufige Tendenz“, schilderte der Innenminister. Insbesondere sei die Zahl der gefährlichen Körperverletzungen, die in der Öffentlichkeit begangen wurden, von 1314 in 2008 auf 1107 in 2009 zurückgegangen. Der Straßenraub, beispielsweise der Handtaschenraub, verzeichne einen Rückgang von 184 auf 141 Fälle im letzten Jahr.
Der Minister wies darauf hin, dass Fälle, wie der in Erfurt, zeigten, dass die öffentliche Sicherheit nicht nur in den Händen der Polizei liege. “Ich appelliere daher an die Bürgerinnen und Bürger des Freistaats, sich auf Situationen, in denen man Zeuge einer Straftat wird, gedanklich vorzubereiten. Die Polizei bietet auch entsprechende Beratung an.“ Zivilcourage sei gefragt und sie sei auch Bürgerpflicht, betonte der Minister. Jeder könne, wenn er einen Überfall beobachte, helfen, indem laut um Hilfe gerufen, andere Bürger auf das Geschehen aufmerksam gemacht würden oder indem zumindest die Polizei verständigt werde.

Zur Rockerkriminalität erklärte der Innenminister, dass die Ereignisse der letzten Wochen und Monate zeigen würden, dass Polizei und Justiz im Freistaat sehr erfolgreich gegen die Rockerkriminalität vorgingen. „Wir haben zwar Ende letzten Jahres erleben müssen, dass der weltweite Kampf zwischen den Rockerbanden auch in Thüringen ausgetragen wird. Wichtig scheint mir aber, dass bereits seit Ende 2008 das sonstige Straftatenaufkommen im Rockerbereich hier in Thüringen rückläufig ist. Das ist sicherlich auf die polizeilichen Ermittlungserfolge und auf den Beginn der Strafverfahren gegen Mitglieder der Bandidos zurückzuführen“, stellte Huber fest. Die ganze Entwicklung zeige, dass sich die Bürgerinnen und Bürger des Freistaats darauf verlassen könnten, dass Polizei und Justiz alles in ihrer Macht stehende tun, um der Rockerkriminalität Einhalt zu gebieten und dabei auch erfolgreich seien, stellte Huber heraus.

Als Fazit der PKS 2009 erklärte der Minister, dass die Thüringer Polizei ihr Handwerk sehr gut beherrsche und die die Innere Sicherheit für die Thüringer Landesregierung einen außerordentlich hohen Stellenwert besitze. „Das Sicherheitsniveau soll auch in Zukunft trotz der veränderten Anforderungen, trotz der demografischen Veränderungen und trotz der zunehmenden Haushaltsprobleme gehalten werden“, betonte Huber abschließend.

(Medieninformation 16/2010 vom 09.04.2010)

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