15.06.2016
Thüringer Ministerium für Inneres und Kommunales

Medieninformation 112/2016

Feuerwehr-Einsatzwörterbuch online

Das mehrsprachige Einsatzwörterbuch für die Thüringer Feuerwehren ist beim Thüringer Feuerwehrverband angekommen. Gestern (14. Juni 2016) überreichte Innenstaatssekretär Udo Götze in Schmalkalden dem Vorsitzenden des Verbandes Lars Oschmann die ersten 50 Exemplare. „Ich freue mich, den Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmännern eine Sprachhilfe überreichen zu können, die die Verständigung mit nicht deutschsprachigen Menschen erheblich vereinfachen wird. Thüringen ist ein weltoffenes Bundesland mit einer reichen geschichtlichen Tradition. Neben den in Thüringen lebenden Flüchtlingen heißen wir jährlich auch viele Touristen aus aller Herren Länder willkommen“, erklärte Innenstaatssekretär Götze. „Jeder fremdsprachige Besucher Thüringens kann in Notlagen geraten. Es liegt daher nah, die Feuerwehren mit einem einsatzspezifischen Wörterbuch auszustatten, damit sie jederzeit ihre Aufgaben erfüllen können“, betonte Götze. Gleichzeitig bedankte sich der Innenstaatssekretär bei der Freiwilligen Feuerwehr Suhl, welche die Idee für ein solches thüringenweites Wörterbuch lieferte.

Mit dem Einsatzwörterbuch haben die jeweiligen Einsatzleiter ein Instrument, Einsatzsituationen aufzuklären und daraus die notwendigen Schritte abzuleiten. „Damit jede Feuerwehrfrau und jeder Feuerwehrmann sich damit vertraut machen kann, haben wir das Buch auch auf den Seiten des Innenministeriums online gestellt“, merkt Staatssekretär Götze an. Jede Ortsteilfeuerwehr (1.524) wird ein Exemplar, jede Stützpunktfeuerwehr (82) zwei Exemplare, die Landkreise entsprechend der Einwohnerzahl je 30 bzw. 40 Stück und die acht Berufsfeuerwehren je 20 Stück erhalten. Die Verteilung erfolgt über die Kreisbrandinspektoren der Landkreise und die Leiter der Städte mit Berufsfeuerwehren und hauptamtlichen Kräften.

Das Einsatzwörterbuch ist derzeit bundesweit einmalig, da Thüringen für die gesamten Wehren des Landes ein Buch an die Hand gibt, welches die Kommunikation im Einsatzfall mit nicht deutschsprachigen Unfallzeugen oder auch Unfallopfern ermöglicht. In 10 Sprachen (Englisch, Französisch, Spanisch, Griechisch. Italienisch, Russisch, Türkisch, Arabisch –Syrien-, Dari – Afghanistan -, Urdu - Pakistan) können einsatztypische Informationen abgefragt werden. Ebenso neu ist ein besonderer grafischer Teil, in welchem zumindest noch durch Zeigen eine Kommunikation möglich ist.

Das Einsatzwörterbuch ist auf Synthetik-Papier gedruckt und ist damit wasserundurchlässig, reiß- und stoßfest, fettabstoßend und beständig gegen die meisten Chemikalien, also optimal für den Einsatzfall.

Am 31. Dezember 2014 bestanden in 849 Gemeinden 1.524 freiwillige Gemeinde-, Stadtteil- und Ortsteilfeuerwehren. Die Städte Altenburg, Eisenach, Erfurt, Gera, Gotha, Jena, Nordhausen und Weimar haben zusätzlich zu den Freiwilligen Feuerwehren Berufsfeuerwehren aufgestellt. Sieben Thüringer Unternehmen unterhalten behördlich geforderte bzw. anerkannte Werkfeuerwehren.

In den Freiwilligen Feuerwehren sowie den Berufs- und Werkfeuerwehren engagieren sich 59.948 Feuerwehrangehörige, davon 36.008 (60,1 %) im aktiven Einsatzdienst, 12.679 (21,1 %) in den Alters- und Ehrenabteilungen und 11.261 (18,8 %) in den Jugendfeuerwehren.

820 der 36.008 aktiven Dienst leistenden Feuerwehrangehörigen sind hauptamtlich beschäftigt – davon 665 in den Berufsfeuerwehren, 130 in den Freiwilligen Feuerwehren und 25 in behördlich anerkannten Werkfeuerwehren.

Carsten Ludwig
Pressestelle

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