08.03.2019
Thüringer Ministerium für Inneres und Kommunales

Medieninformation 21/2019

„Mehr Rücksicht und Respekt im Straßenverkehr“

Innenminister Maier beklagt die zunehmende „Ich-zuerst-Mentalität“ im Straßenverkehr und kündigt konsequentes Vorgehen dagegen an

„Mehr PS heißt nicht mehr Rechte im Straßenverkehr“, war die Botschaft von Georg Maier, Thüringens Minister für Inneres und Kommunales, bei der heutigen (8. März 2019) Pressekonferenz zur Vorstellung der Verkehrsunfallstatistik 2018. „Jeder von uns trägt Verantwortung für sein Verhalten im Straßenverkehr mit. Es gilt mit Respekt und gegenseitiger Rücksichtnahme auch den schwächsten Verkehrsteilnehmern – Kindern, älteren Menschen, Fußgängern oder Radfahrern – zu begegnen. Die Straße ist kein Ort für egoistisches und rücksichtsloses Verhalten“, betonte Maier. „Die Polizei wird zukünftig ein besonderes Augenmerk darauf legen und konsequent dagegen vorgehen.“

In Thüringen verunglückten im Jahr 2018 bei 56.491 Verkehrsunfällen (2017: 58.014) insgesamt 8.761 Menschen (2017: 8.634) Davon wurden 1.933 Menschen schwer, 6.728 Menschen leicht verletzt und 100 Personen getötet. „Das sind neun Tote weniger als noch 2017 und Thüringen hat damit statistisch gesehen den niedrigsten Stand seit über 25 Jahren. Aber es sind immer noch 100 zu viel“, so der Minister. Allein im Dezember starben 13 Personen. Vier Personen allein bei einem Verkehrsunfall auf der Bundesstraße 7, Richtung Frienstedt am 16. Dezember 2018. Unter den Unfalltoten befanden sich ein Ehepaar und ihr Kleinkind.

Zugenommen haben Unfälle unter Beteiligung von Fußgängern. So wurden bei 816 Unfällen 735 und damit 37 Fußgänger mehr verletzt als 2017. 10 Fußgänger starben infolge der Verletzungen. Ebenfalls zugenommen haben Unfälle mit motorisierten Zweirädern und Fahrrädern. Bei 1.055 von insgesamt 1.600 Verkehrsunfällen mit motorisierten Zweirädern kamen Menschen zu Schaden. Das sind 14,2 Prozent mehr als 2017. Bei 1.898 Radfahrunfällen verletzten sich 1.532 Personen und damit 11,7 Prozent mehr als noch 2017. 9 Personen verletzten sich so schwer, dass sie starben.

„Der Anstieg dieser Unfallzahlen, insbesondere im Bereich der Zweiräder, ist offenbar auf den ungewöhnlich langen und warmen Sommer zurückzuführen“, erklärt der Innenminister.

Überhöhte bzw. nicht angepasste Geschwindigkeit bleibt mit 28,5, Prozent (2017: 31,8%) die Hauptunfallursache, gefolgt vom Missachten der Vorfahrt (23,8%, 2017: 23,7%), Abbiegefehlern (18,8 %, 2017: 16,8%) und Unterschreiten des Sicherheitsabstandes (14,6 %, 2017: 14,5%).

Die Zentrale Bußgeldstelle ahndete 2018 587.146 und damit 944 weniger Geschwindigkeitsverstöße als 2017. Darin inbegriffen sind 22.975 mobile und stationäre Abstandsverstöße. Bei den stationären Anlagen der Thüringer Polizei wurden nunmehr am Hermsdorfer Kreuz (Vorjahr im Lobdeburgtunnel) die meisten Geschwindigkeitsverstöße festgestellt (148.922). Der höchste Geschwindigkeitsverstoß wurde im Jagdbergtunnel in Richtung Dresden mit 232 km/h bei erlaubten 80 km/h gemessen.


Carsten Ludwig
Pressestelle

Pressemappe Verkehrsunfallstatistik 2018 (4.4 MB)
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