unbemannte Fluggeräte

unbemannte Luftfahrtsysteme und Flugmodelle

Der Betrieb von unbemannten Luftfahrtsystemen und Flugmodellen

  • mit Elektroantrieb und
  • bis zu 5 Kilogramm Startmasse und
  • am Tage und
  • bis zu einer Flughöhe von 100 Meter über Grund (AGL) und
  • in einer Entfernung von mehr als 1,5 Kilometern von der Begrenzung von Flugplätzen

ist grundsätzlich erlaubnisfrei.

Sofern das verwendete UAS die o. g. Betriebsgrenzen nicht überschreitet, bedarf der Betrieb keiner luftrechtlichen Erlaubnis – selbst wenn es zu gewerblichen Zwecken betrieben wird.

Die Betriebsverbote des § 21b LuftVO sind jedoch zwingend zu beachten.

Ebenso muss eine gültige Luftfahrzeughalterhaftpflichtversicherung vorhanden sein.

Weitere Informationen zum Aufstieg mit UAS finden Sie in unserer Handreichung „Hinweise zum Betrieb von UAS und Flugmodellen“, welches im unteren Bereich dieser Seite zum Download bereit steht.

Sofern die o. g. Betriebsgrenzen nicht eingehalten werden können, ist eine Aufstiegserlaubnis nach § 21a LuftVO erforderlich. Ebenso kann in bestimmten Fällen eine Ausnahmegenehmigung von den Betriebsverboten nach § 21b LuftVO beantragt werden.

Für die Erteilung der Aufstiegserlaubnis bzw.  Ausnahmegenehmigung  ist die Landesluftfahrtbehörde zuständig.

Aufstiegserlaubnis bzw.  Ausnahmegenehmigung  sind ausschließlich mit dem auf dieser Seite bereitgestellten Formular „Antrag auf Erteilung einer Aufstiegserlaubnis oder Ausnahmegenehmigung zum Betrieb von unbemannten Fluggeräten“ und unter Vorlage der in diesem genannten Dokumente/ Nachweise zu beantragen.

Stellen Sie Ihren Antrag zeitgerecht und beachten Sie dabei, dass die Bearbeitungszeit bis zu sieben Tagen betragen kann.


Unbemannte Fesselballone

Die Nutzung des Luftraums mit bzw. das Auflassen von unbemannten Fesselballonen bedarf der Erlaubnis, wenn sie mit einem Halteseil von mehr als 30 Metern Länge gehalten werden (§ 20 Abs. 1 Nr. 3 LuftVO).

Für unbemannte Fesselballone kann immer nur eine Aufstiegserlaubnis im Einzelfall erteilt werden. Die erteilte Genehmigung ist zeitlich und räumlich eng begrenzt und kann nicht erweitert oder verlängert werden. Somit muss grundsätzlich für jeden Aufstieg, insbesondere bei Wechsel des Aufstiegsortes, im Freistaat Thüringen eine entsprechende Erlaubnis beantragt werden.

Diese ist ausschließlich mit dem auf dieser Seite bereitgestellten Formular „Antrag auf Erteilung einer Einzelgenehmigung zum Aufstieg eines unbemannten Fesselballons“ und unter Vorlage der in diesem Formular genannten Dokumente/ Nachweise zu beantragen.

Stellen Sie Ihren Antrag zeitgerecht und beachten Sie dabei, dass die Bearbeitungszeit bis zu sieben Tagen betragen kann.


Unbemannte Freiballone (Wetterballone)

Unbemannte Freiballone werden klassifiziert als :

a) leicht: ein unbemannter Freiballon mit einer Nutzlast von einem oder mehr Paketen mit einer Gesamtmasse von weniger als 4 kg, sofern er nicht gemäß Buchstabe c Nummer 2, 3 oder 4 als schwerer Ballon einzustufen ist, oder

b) mittelschwer: ein unbemannter Freiballon mit einer Nutzlast von zwei oder mehr Paketen mit einer Gesamtmasse von 4 kg bis unter 6 kg, sofern er nicht gemäß Buchstabe c Nummer 2, 3 oder 4 als schwerer Ballon einzustufen ist, oder

c) schwer: ein unbemannter Freiballon mit einer Nutzlast:

  1. mit einer Gesamtmasse von 6 kg oder mehr oder
  2. mit einem Paket mit einer Masse von 3 kg oder mehr oder
  3. mit einem Paket mit einer Masse von 2 kg oder mehr und einer Flächendichte von mehr als 13 g je Quadratzentimeter, die durch Division der Gesamtmasse in Gramm des Nutzlastpakets durch die Fläche in Quadratzentimetern seiner kleinsten Oberfläche ermittelt wird, oder
  4. bei der ein Seil oder eine andere Vorrichtung zur Befestigung der Nutzlast verwendet wird, die für die Loslösung der angehängten Nutzlast vom Ballon eine Zugkraft von 230 N oder mehr erfordert.

Geregelt ist der Betrieb von unbemannten Freiballonen in der Anlage 2 zum Anhang I der Durchführungsverordnung (EU) Nr. 923/2012. Ein unbemannter Freiballon darf nur dann betrieben werden, wenn beim Auftreffen des Ballons oder eines Teils davon, einschließlich der Nutzlast, auf die Erdoberfläche Personen oder Sachen nicht gefährdet werden.

Der Betrieb eines mittelschweren oder schweren unbemannten Freiballons bedarf zunächst der Genehmigung der Deutsche Flugsicherung GmbH (DFS). Ebenso jeglicher Betrieb innerhalb von Flugplatzkontrollzonen.

Der Aufstieg von unbemannten Freiballonen im Freistaat Thüringen bedarf immer der Erlaubnis der Landesluftfahrtbehörde (§ 20 Abs. 1 Nr. 6 LuftVO).

Diese ist ausschließlich mit dem auf dieser Seite bereitgestellten Formular „Antrag auf Erteilung einer Aufstiegserlaubnis für einen unbemannten Freiballon (Wetterballon)“ und unter Vorlage der in diesem Formular genannten Dokumente/ Nachweise zu beantragen.

Stellen Sie Ihren Antrag zeitgerecht und beachten Sie dabei, dass die Bearbeitungszeit bis zu sieben Tagen betragen kann.

 

Die Anträge sind postalisch einzureichen bei: 

Thüringer Landesverwaltungsamt
Referat 520/ Luftverkehr
Jorge-Semprún-Platz 4
99423 Weimar  

oder per Mail an: 

Sirko.Littau{at}tlvwa.thueringen{punkt}de

Ansprechpartner:

Sirko Littau
Telefon: 0361 57 3321 498
Fax: 0361 57 3321 462
E-Mail: Sirko.Littau{at}tlvwa.thueringen{punkt}de


Informationsmaterial:

Für die Nutzung der Formulare Vermittlungsantrag und Einverständniserklärung beachten Sie bitte die technischen Hinweise.

Übersichtkarte Flugplätze in Thüringen (4.5 MB)
PDF-Dokument ist nicht barrierefrei.

Übersicht Modellfluggelände (5.6 MB)
PDF-Dokument ist nicht barrierefrei.

Hinweise zum Betrieb von UAS und Flugmodellen (384.0 kB)
PDF-Dokument ist nicht barrierefrei.

Gemeinsame Grundsätze des Bundes und der Länder für die Erteilung von Erlaubnissen und die Zulassung von Ausnahmen zum Betrieb von unbemannten Fluggeräten gemäß § 21a § 21b Luftverkehrs-Ordnung (LuftVO) (602.7 kB)
PDF-Dokument ist nicht barrierefrei.

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