Niedrigschwellige Betreuungs- und Entlastungsangebote

1. Niedrigschwellige Betreuungsangebote

Niedrigschwellige Betreuungsangebote sind fachlich anerkannte Angebote, in denen ehrenamtliche Helfer/ Helferinnen unter pflegefachlicher Anleitung die Betreuung von Pflegebedürftigen mit erheblichem Bedarf an allgemeiner Beaufsichtigung und Betreuung in Gruppen oder im häuslichen Bereich übernehmen, sowie pflegende Angehörige entlasten und beratend unterstützen.

Bei anerkannten niedrigschwelligen Betreuungsangeboten wird die allgemeine Beaufsichtigung und Betreuung von Pflegebedürftigen mit

  • demenzbedingten Fähigkeitsstörungen,
  • geistigen Behinderungen oder
  • psychischen Erkrankungen

sichergestellt.

Als niedrigschwellige Betreuungsangebote kommen in Betracht:

  • Betreuungsgruppen,
  • ehrenamtliche Helferkreise zur stundenweisen Entlastung pflegender Angehöriger im häuslichen Bereich,
  • Tagesbetreuung in Kleingruppen,
  • Einzelbetreuung durch anerkannte ehrenamtliche Helfer,
  • Agenturen zur Vermittlung von Betreuungsleistungen für Pflegebedürftige
  • familienentlastende Dienstleistungen,
  • sonstige Angebote, die zu einem längeren Verbleib des Pflegebedürftigen in der Häuslichkeit oder im Betreuten Wohnen beitragen.

Als Fachkräfte kommen je nach Zielgruppe der zu betreuenden Pflegebedürftigen folgende Berufsgruppen in Betracht:

  • Krankenschwestern, Krankenpfleger,
  • Altenpfleger,
  • Heilerziehungspfleger,
  • Heilpädagogen und
  • Sozialpädagogen

Welche Unterlagen werden benötigt?

Voraussetzungen zur Anerkennung niedrigschwelliger Betreuungsangebote:

- Aussagen zu Anzahl der Betreuer im Verhältnis zur Anzahl der Betreuten,
- Bestätigung, dass

  • Betreuungsangebot auf Dauer ausgerichtet ist,
  • die Betreuung regelmäßig und verlässlich angeboten wird (mindestens einmal pro Woche sollen zumindest drei Pflegebedürftige erreicht werden bzw. Einzelbetreuung soll an mindestens 3 Tagen je Woche ermöglicht werden),

 

- Wesentliche Inhalte des Betreuungsangebots müssen beschrieben werden,
- Schulung, Anleitung, Begleitung und Unterstützung der ehrenamtlichen Helfer erfolgt durch eine Fachkraft    und vermittelt folgende Inhalte:

  • Basiswissen über Krankheiten, Behinderungsarten, Behandlungsformen und Pflege der zu betreuenden Menschen,
  • allgemeine Situation der pflegenden Person,
  • Umgang mit den Erkrankten und zu Betreuenden,
  • Methoden und Möglichkeiten der Betreuung,
  • Kommunikation und Gesprächsführung.

Das niedrigschwellige Betreuungsangebot muss die für den Bedarf der Zielgruppe angemessenen Räumlichkeiten und Ausstattungen sowie den Nachweis eines ausreichenden Versicherungsschutzes, der den mit der Betreuung des betreffenden Personenkreises verbundenen Gefährdungen und Risiken Rechnung trägt, beinhalten.

 

2. Niedrigschwellige Entlastungsangebote

Als niedrigschwellige Entlastungsangebote werden Alltagsbegleitung, Pflegebegleitung, Demenzbegleitung sowie Serviceangebote für haushaltsnahe Dienstleistungen gesehen.

Hinweis:

Das Verfahren zur Anerkennung von niedrigschwelligen Entlastungsangeboten wird durch eine noch zu erlassenden Rechtsverordnung geregelt

 

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