24.08.2015
Landespolizeiinspektion Suhl

Medieninformation

Pressebericht vom 20.08.2015

Am 19.08.2015 informierte ein Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes der Erstaufnahmeeinrichtung auf dem Friedberg in Suhl gegen 20.50 Uhr die Polizei über eine aufgebrachte Gruppe von etwa 20 Bewohnern, welche sich Zutritt zu seinem Büro verschaffen wollten. Kurz zuvor suchte ein 25-jähriger Mann afghanischer Herkunft im Büro Schutz vor der Gruppe. Nach ersten Erkenntnissen hatte er mehrere Seiten des Korans aus dem Buch gerissen und in eine Toilette geworfen. Die erboste Menge wollte des Mannes habhaft werden und offenbar auch für sein Handeln bestrafen. 12 Beamte der Suhler Polizeidienststellen waren mit 5 Fahrzeugen gegen 21.00 Uhr am Einsatzort und bahnten sich den Weg durch die etwa 20 aufgebrachten Bewohner zum Büro des Wachmannes. Hier waren bereits das Fenster sowie die Bürotür stark beschädigt, so dass sich die Beamten entschlossen, den 25-Jährigen in Sicherheit zu bringen. Zur gleichen Zeit sammelten sich auch vor dem Gebäude Bewohner, deren Anzahl schnell auf etwa 100 Personen anstieg. Aus dieser Menge wurden Gegenstände durch die Fenster  in das Gebäude geworfen. Die Beamten forderten Verstärkung an.

Im Objekt kam es zu kleineren Bränden, die durch die Polizei und friedfertige Bewohner , die die Beamten unterstützten, mittels Feuerlöscher gelöscht werden konnten. Auch die Suhler Feuerwehr rückte an.

Nachdem Unterstützung aus mehreren Dienststellen der Thüringer Polizei sowie der Bereitschaftspolizei am Friedberg eingetroffen war, konnte die Lage beruhigt und der 25-Jährige in Sicherheit gebracht werden.

Bei dem Einsatz wurden 6 Beamtinnen und Beamte verletzt. Nach ärztlicher Versorgung konnten drei Beamte ihren Dienst wegen der Verletzungen nicht mehr fortsetzen. Sieben Dienstfahrzeuge wurden beschädigt.

Elf beteiligte Bewohner der Erstaufnahmeeinrichtung mussten vor Ort medizinisch versorgt werden. Ihre Verletzungen entstanden vornehmlich bei dem Versuch, einigen wütenden Männern ihre Schlagwerkzeuge abzunehmen, bzw. diese zu beruhigen.

Die Kriminalpolizei bildete am Morgen eine Arbeitsgruppe mit insgesamt 12 Beamten und führt in Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Meiningen die Ermittlungen. Es wird geprüft, welche Tatverdächtige in welchem Umfang die Tatbestände des Landfriedensbruchs, der Körperverletzung und der Sachbeschädigung erfüllt haben.

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