18.09.2014
Landespolizeiinspektion Saalfeld

Medieninformation 18.09.2014

Polizei prüft intensiv Mitteilungen zu Verdächtigem Ansprechen von Kindern im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt

Durch soziale Netzwerke wie Facebook und Internetforen wird derzeit verstärkt über Fälle im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt berichtet, in denen ein unbekannter Mann Kinder angesprochen bzw. zum Mitgehen aufgefordert haben soll. Einige Schulleiter aus dem Landkreis Saalfeld-Rudolstadt sahen sich veranlasst, darauf hin Warnmeldungen an die Eltern zu versenden. Diese wurden in sozialen Netzwerken verbreitet und teilweise weiter bewertet. Im Ergebnis ist festzustellen, dass die diskutierten Inhalte in weiten Teilen von den bisher bekannten Tatsachen abweichen. Die Sachverhalte werden in einem aus polizeilicher Sicht überzogenem Maße an die Benutzer vermittelt.

Bei der Saalfelder Polizei wurde bekannt, dass in Königsee und Rudolstadt jeweils ein Kind berichtete, jeweils von einem unbekannten Mann angesprochen worden zu sein.

Am Montag, den15.09.2014 soll ein Mann eine 7-Jährige nach Schulschluss in Rudolstadt festgehalten und zum Mitgehen aufgefordert haben. Das Mädchen habe sich losgerissen und ist sofort zu ihrem Vater gelaufen, der darauf hin Anzeige bei der Polizei erstattete.

Am Dienstag, den 16.09.2014 war eine 21Jährige mit ihrem 11 Monate altem Kind in Bad Blankenburg zu Fuß unterwegs und berichtete von einem unbekannten Mann. Der Mann habe das Kleinkind kurz hoch genommen, sich einige Schritte von der Frau entfernt und ihr das Kind dann wieder zurück gegeben. Dies soll sich wiederholt haben, bis sich der Mann schließlich von der Frau und dem Kleinkind zu Fuß entfernte.

Am gestrigen Tage erstattete ein Vater bei der Saalfelder Polizei Anzeige: Bereits am 13.09.2014, einem Samstag, soll in Königsee ein Mann aus einem Pkw heraus seinen 11-jährigen Sohn aufgefordert haben, seinen Rucksack her zu geben. Der Junge lief sofort nach Hause und erzählte seinen Eltern von dem Vorfall.

Die Kripo Saalfeld untersucht jede dieser Meldungen, um die Identität der handelnden Personen zu ermitteln und deren Motivation für die Handlung zu ergründen. Anhand der bisherigen Beschreibungen liegen den Ermittlern nun drei komplett unterschiedliche Personenbeschreibungen zu den vermeintlich handelnden Personen vor. In dem Fall aus Königsee gibt es Hinweise auf ein Fahrzeug, dass von dem Mann genutzt worden sei. In dem Fall aus Bad Blankenburg wurde ein komplett anderes Fahrzeug beschrieben, dass im Zusammenhang mit dem agierenden Mann stehen könnte.

In keinem der Fälle wurde ein Kind bzw. die 21Jährige verletzt.

Die Polizei nimmt die Mitteilungen sehr ernst und wird jede derartige Information entgegennehmen und gewissenhaft prüfen. Die LPI Saalfeld nimmt außerdem Kontakt zu den Schulen im Schutzbereich auf, informiert über den aktuellen Ermittlungsstand und bietet Handlungsanweisungen für Lehrer und Eltern, wie sie Kinder richtig auf Begegnungen mit Fremden vorbereiten.

Verdächtige Wahrnehmungen sollten sofort der Polizei mitgeteilt werden, damit umgehend die notwendigen Maßnahmen erfolgen und verdächtige Personen schnellst möglich identifiziert werden können. Die Polizei ist am schnellsten über die Notrufnummer 110 zu erreichen.

Meldungen in den sozialen Netzwerken, in denen von einem umhergehenden „Kinderfänger“ gesprochen wird, können nach derzeitigem Ermittlungsstand der Polizei jedoch nicht bestätigt werden. Die Verfasser solcher Überschriften bedenken regelmäßig nicht, dass sie durch solche Meldungen die Benutzer unter Umständen massiv verunsichern und die Gefahr einer entstehenden Hysterie besteht, wie Fälle aus dem letzten Jahr im Bereich der LPI Jena und der LPI Gotha gezeigt haben.

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