04.10.2013
Landeskriminalamt Thüringen

Medieninformation

Zur Presseinformation des MDR vom 04.10.2013
Keine sensiblen polizeilichen Daten und insbesondere keine Ermittlungsdaten auf gestohlenem Rechner

Unter Bezugnahme auf die Presseinformation des MDR vom heutigen Tag sieht sich das Landeskriminalamt Thüringen (TLKA) dazu veranlasst, die folgenden klarstellenden Fakten zu veröffentlichen:

Das TLKA ist Auftraggeber für die Beschaffung eines neuen Fallbearbeitungssystems für die Thüringer Polizei (FBS-TH). Dieses IT-System soll zukünftig den Ermittlern im TLKA und der Landespolizeidirektion zur Verfügung gestellt werden und dient dazu, die kriminalpolizeiliche Sachbearbeitung komfortabler und effizienter zu gestalten. Das IT-System befindet sich gegenwärtig noch in der Feinentwicklung und -abstimmung. In Vorbereitung eines Testlaufes werden derzeit auf einem autarken Rechner (Einzelplatz-PC) in der Kriminalpolizeiinspektion (KPI) Jena Falldaten eines alten, ungeklärten Tötungsdeliktes durch Polizeibeamte eingegeben. Ein Zugriff auf diese Daten erfolgt ausschließlich durch die betreffenden Kriminalisten der KPI Jena. Mitarbeiter der Jenaer IT-Firma haben hier keine separate, technische Zugriffsmöglichkeit.
Soweit der MDR mitteilt,: „Die Fahnder prüfen nun, ob die gesamten Ermittlungsunterlagen sich auch auf dem gestohlenen Laptop befunden haben.“ ist hierzu klarstellend mitzuteilen, dass sich keinerlei Ermittlungsunterlagen bzw. sonstige Daten zu o. g. Tötungsdelikt auf dem entwendeten Laptop befinden.
Zutreffend ist, dass anlässlich des Einbruches bei der Jenaer IT-Firma zwei Laptops gestohlen worden sind. Einer der beiden Laptops ist erst durch besagte Firma angeschafft worden und enthält weder Firmensoftware noch polizeiliche Daten. Auf dem zweiten Laptop befindet sich die Standardverwaltungssoftware der betreffenden Firma als Demoversion sowie diverse Besprechungsprotokolle zum FBS-TH und individuelle Dokumente. Weder die Software FBS-TH noch sonstige sensible polizeiliche Daten befinden sich auf diesem entwendeten Laptop. Insbesondere befinden sich hierauf keine personenbezogenen polizeilichen Datensätze. Durch den Einbruchsdiebstahl ist die weitere Entwicklung und Einführung des FBS-TH nicht gefährdet und es entsteht der Thüringer Polizei auch kein finanzieller Schaden.

Im Rahmen der Vorbereitung des Testbetriebes wurde am 12.09.2013 beim Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Technologie auf Grund der Einschätzung des TLKA eine Sicherheitsüberprüfung der betreffenden Firma beantragt. Dieser Antrag war nunmehr zu stellen, da im Rahmen des geplanten Testbetriebes, der betreffenden Firma polizeiliche Daten bekannt werden.

Die Firmenmitarbeiter, die mit dem FBS-TH beauftragt sind, wurden bereits im Jahr 2012 durch das TLKA polizeilich überprüft. Im Ergebnis der Überprüfung bestanden keinerlei Zweifel an der Zuverlässigkeit der betreffenden Mitarbeiter.
Zu welchem Zeitpunkt und in welchem Umfang eine Sicherheitsüberprüfung erfolgt, wird durch den zuständigen Fachbereich im Einvernehmen mit dem Geheimschutzbe-auftragten des TLKA festgelegt.

Vor dem Hintergrund des laufenden Ermittlungsverfahrens zum Einbruchsdiebstahl bei der Jenaer IT-Firma wird darum ersucht, in der Presseberichterstattung die Wiedergabe von Details, die eine Aufklärung erschwären würden, zu vermeiden. Presseauskünfte im Zusammenhang mit dem Einbruchsdiebstahl in Jena erteilt die Staatsanwaltschaft Gera.

04.10.2013

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