27.07.2018
Landeskriminalamt Thüringen

Medieninformation

Warnmeldung zu "Romance-" oder "Love Scamming"

Auch im Freistaat Thüringen häufen sich Fälle, in denen alleinstehende Personen auf der Suche nach Liebe und Partnerschaft von skrupellosen Betrügern um hohe Summen gebracht werden. Die Polizei spricht bei diesem Phänomen vom sog. „Romance-" oder „Love Scamming“.
Der Thüringer Polizei wurden in den vergangenen 18 Monaten fast 50 solcher Fälle angezeigt. In mehr als zwei Dritteln der Fälle wurden hohe Geldbeträge an die Täter gezahlt, im Schnitt 15.000 Euro. Insgesamt entstand so ein Schaden in Höhe von fast 700.000 Euro.

Bei den Geschädigten handelt es sich um Personen, die über Partnerbörsen, Dating Portalen oder sozialen Medien auf Partnersuche sind. In der überwiegenden Mehrzahl der Fälle (80%) sind es Frauen mittleren Alters.

Die Liebesbetrüger schrecken oft vor nichts zurück, um Gefühle zu heucheln. Es geht darum eine emotionale Bindung zu erzeugen, um dann die Hilfsbereitschaft ausnutzen zu können. Sie agieren immer mit individuellen Legenden. Die Täter geben sich meist als gebildete Männer aus, beispielsweise als Ingenieure auf Ölplattformen, hochrangige Offiziere bei der US-Army, Arzt im Ausland (meist Kriegsgebiete), Geschäftsmann mit eigener Firma etc. Auf den Profilbildern in den Portalen sieht man oft attraktive Männer. Weibliche „Scammer“ behaupten meist Lehrerinnen, Krankenschwestern oder Ärztinnen zu sein. Diese Frauen sind auf den Bildern sehr attraktiv und locken mit ihrem Aussehen. Die Profile sind jedoch gefälscht und die Fotos meistens gestohlen.
Während die weiblichen Täterinnen überwiegend im osteuropäischen Raum verortet werden können, ist eine genaue geografische Zuordnung der männlichen Täter nicht möglich. Sie dürften aber überwiegend aus Afrika (Ghana, Nigeria) stammen.
Haben die Täter das Vertrauen der Geschädigten durch Komplimente und emotionale Bindung gewonnen, werden unter vielfältigsten Gründen Geldbeträge gefordert, wobei meist der Besuch des Opfers in Aussicht gestellt wird. Die Gelder werden z. B.: für die Beschaffung von Flugtickets, Reisepässen, Visum etc. benötigt bzw. diverse andere Notlagen vorgetäuscht.
Lassen sich die Geschädigten darauf ein, weil sie glauben, den „richtigen Partner für’s Leben“ gefunden zu haben und signalisieren zu helfen, werden ihnen nachfolgend aufgeführte Zahlungswege durch die Täter vorgegeben:
Überweisungen auf in- und ausländische Kontonummern (Länder weltweit)
Überweisungen per Western Union oder MoneyGram
Offerieren die Geschädigten, kein Geld mehr zu haben, bricht der Kontakt abrupt ab. Erst dann merken die Personen, dass sie Opfer eines Betruges geworden sind.

Das Landeskriminalamt gibt zur Verhinderung von Straftaten und finanziellen Schäden folgende Hinweise:
Auch wenn Gefühle im Spiel sind -
Benutzen Sie ihren gesunden Menschenverstand. Überprüfen Sie im Zweifel das Profil, den Namen, die Bilder.
Geben Sie grundsätzlich keine Auskunft über die eigenen Vermögensverhältnisse.
Brechen Sie den Kontakt ab, wenn finanzielle Forderungen gestellt werden. Halten Sie bei Familienangehörigen oder Freunden Rücksprache.
Überweisen Sie kein Geld ins Ausland.
Übermitteln Sie keine persönlichen oder intimen Fotos. Dies könnte für eine Erpressung genutzt werden.
Als Bankmitarbeiter sollten Sie hellhörig werden, wenn Kundinnen oder Kunden einen für ihre Verhältnisse ungewöhnlich hohen Betrag abheben oder ins Ausland überweisen möchten. Erfragen Sie die Hintergründe.
Informieren Sie die Polizei und erstatten Sie Anzeige.

Weitere Informationen bekommen Sie auch im Internet unter:
https://www.polizei-beratung.de/themen-und-ttipps/betrug/scamming/romance-scamming/

27.07.2018

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