Zur Geschichte der Liegenschaft

Drachenberg Kasernen 1937
Drachenberg Kasernen 1937

Im Jahre 1934 lagen die Baupläne und der Bezugstermin für den Bau einer Kaserne „Auf dem Drachenberg“ dem Heeresbauamt von Meiningen vor.

Der Rohbau der Kaserne konnte am 05. Januar 1936 mit einer Zeitverzögerung von drei Monaten dem ersten Nutzer übergeben werden. Es war das II. Bataillon des Schützenregiments 2 und der Stab der Panzerbrigade 2 der in diese Kaserne einzog. Bei der gestalterischen Ausführung dieser Kaserne, errichtete man Unterkunfts-, Stabs und – Wirtschaftsgebäude, einen Exerzierplatz und eine Sporthalle. Mit dem Beginn des 2. Weltkrieges wurden die Anlagen und Einrichtungen für Ersatz- und Ausbildungstruppenteile der deutschen Wehrmacht genutzt.

Die Wehrmachtsauskunftsstelle für die Benachrichtigung der nächsten Angehörigen von Gefallenen der deutschen Wehrmacht („WASt“) verlagerte im August 1943 ein Teil der Behörde nach Meiningen.

Drachenberg Kasernen als Ausweichdienststelle der WASt
Drachenberg Kasernen als Ausweichdienststelle der WASt

Am 12. April 1945 wurde die „WASt“ unter die amerikanische Militärverwaltung gestellt. Anfang Juli 1945 verlagerte die US-Armee den Großteil der „WASt-Unterlagen“ nach Fürstenhagen bei Kassel. *

Nach der Besetzung Thüringens durch die sowjetischen Truppen, wurden die noch verbliebenen Unterlagen der „WASt“ durch die SMAD beschlagnahmt. Die Unterlagen der ehemaligen Wehrmachtsauskunftsstelle sind heute in einer Behörde der Berliner Senatsverwaltung nutzbar, der Deutsche Dienststelle. Der Leiter dieser Dienststelle besuchte 2012 das Bildungszentrum der Thüringer Polizei zu einem Informationsbesuch.

* Die Sowjets verzichteten auf die Nutzung dieser Kaserne, jedoch gab es die Verfügung der SMAD, den Abriss ab 1946 durch zu führen. Es folgte ein Teilabriss, das betraf technische Einrichtungen (wie z.B. Garagen und Werkstätten).

1947/1948 bezogen Einheiten der Polizeibereitschaft das Objekt „Auf dem Drachenberg“. In der ehemaligen DDR teilte man diese Immobilie in zwei eigenständige Bereiche. So erfolgte die Nutzung durch die Bereitschaftspolizei und durch die Grenztruppen der DDR. Die militärische Nutzung vollzog sich bis Ende des Jahres 1989.

Liegenschaft „Am Drachenberg“ um 1990, Luftbild Thüringer Polizei
Liegenschaft „Am Drachenberg“ um 1990, Luftbild Thüringer Polizei

Seit Anfang Juli 1991 begann die Thüringer Polizei unter dem Namen „Fortbildungsinstitut“ die Arbeit aufzunehmen. 1993 nahm der Fachbereich Polizei der Thüringer Fachhochschule für öffentliche Verwaltung seinen Dienstbetrieb zusätzlich im Haus I auf dem Drachberg auf. Auch die Staatsanwaltschaft Meiningen hatte in diesen Kasernenkomplex mehrere Jahre ihren Sitz, bevor der Umzug ins neu errichtete Meininger Justizzentrum erfolgte.

Luftbild Thüringer Polizei, 2010
Luftbild Thüringer Polizei, 2010

Ab 2001 begann man am Bildungszentrum der Thüringer Polizei in Meiningen mit der Ausbildung der Anwärter des mittleren Polizeivollzugsdienstes. Aber auch für den Leistungssport wird in der Thüringer Polizei einiges getan, Leistungssportler finden hier seit dem Jahr 2004 eine berufliche Perspektive.

Wegweiser

Aktionen

Thueringen Monitor Klein www.bildungsfreistellung.de Thueringer Kampagne Wir sind Energie-Gewinner.

Serviceportal – Bürger

Services im Zuständigkeitsfinder suchen

Serviceportal – Unternehmen

Services im Zuständigkeitsfinder suchen

Serviceportal – Weitere

Services im Zuständigkeitsfinder suchen

Servicebereich

Publikationen