Aufgaben

Das Thüringer Gesetz über den Brandschutz, die Allgemeine Hilfe und den Katastrophenschutz legt fest, dass der Brandschutz und die Allgemeine Hilfe von den Gemeinden zu tragen sind. Es weist aber den Landkreisen sowie dem Freistaat Thüringen Aufgaben zur Unterstützung zu. So verpflichtete der Gesetzgeber den Freistaat u.a. zur Einrichtung und Unterhaltung einer zentralen Ausbildungsstätte. Am 13. Mai 1991 wurde auf Erlaß des Thüringer Innenministers die Thüringer Landesfeuerwehr- und Katastrophenschutzschule in Bad Köstritz errichtet.

Die Feuerwehren und Katastropenschutzeinheiten in Thüringen erfüllen Aufgaben der Gefahrenabwehr die tendenziell immer umfangreicher und komplizierter werden. Es treten neben Bränden (das sind nur noch ca. 11,6% der Einsätze) immer häufiger technische Hilfeleistungen bei Unfällen, die Abwehr von Umweltgefahren durch gefährliche Stoffe und ionisierende Strahlung, die Notfallrettung und anderes in den Mittelpunkt der Aufgabenerfüllung.

Aus dieser Entwicklung ergibt sich die Notwendigkeit, die technische Ausstattung der Feuerwehren angemessen zu entwickeln, die Organisation der Gefahrenabwehr weiter zu vervollkommnen und nicht zuletzt die Ausbildung der Feuerwehrangehörigen auf einem möglichst hohen Niveau sicherzustellen. Nur in der Einheit von moderner technischer Ausstattung, perfekter Organisation sowie gut ausgebildeten und hoch motivierten Feuerwehrangehörigen und Katastrophenschutzhelfern kann gegenwärtig und zukünftig der Auftrag der Feuerwehren und der Katastrophenschutzeinheiten erfüllt werden.

Für die Ausbildung gilt heute, dass zur Vermeidung von Umweltbelastungen jeder Art, die Übungs- und Ausbildungstätigkeit erheblichen tatsächlichen und rechtlichen Beschränkungen unterliegt. Diese führen mitunter dazu, dass die Übungssituation sich von der Ernstfallsituation stark unterscheidet. Das verlangt die Suche nach Simulationsmöglichkeiten, die dem Ernstfall und damit der Vermittlung praxisgerechter Kenntnisse und Fähigkeiten entsprechen. Da die hierfür notwendigen Aufwendungen die Kraft einzelner Gemeinden bzw. Kreise übersteigen, ist es auch erforderlich, auf Landesebene entsprechende zentrale Ausbildungsmöglichkeiten zu schaffen.

Wesentliche Aufgaben der Thüringer Landesfeuerwehr- und Katastrophenschutzschule sind:

  • Erfüllung von Aufgaben einer technischen Prüfanstalt
  • die Ausbildung von Führungskräften
  • die Ausbildung von Kräften mit Spezialfunktionen
  • die Ausbildung feuerwehrtechnischer Beamter des mittleren Dienstes
  • die Fortbildung

der Freiwilligen Feuerwehren und der Katastrophenschutzeinheiten, der behördlich anerkannten Werkfeuerwehren sowie der Berufsfeuerwehren in Thüringen.

Weiterhin gehören dazu:

  • die Vorhaltung von landeseigener Spezialausrüstung und deren Einsatz zur Unterstützung der Aufgabenträger des Brand- und Katastropenschutzes
  • die Vorbereitung und Durchführung von Übungen.

Wesentliche Festlegungen für die Ausbildung sind in der Thüringer Feuerwehrorganisationsverordnung und den in Thüringen verbindlich eingeführten bundeseinheitlichen Feuerwehrdienstvorschriften (FwDV) enthalten. In den Vorschriften sind insbesondere die Ausbildungsarten, -ziele, und -inhalte, die Voraussetzungen für die Teilnahme an Lehrgängen und das Verfahren zur Anerkennung von Lehrgangsabschlüssen geregelt.

Eine bedeutende Rolle im Ausbildungssystem der Freiwilligen Feuerwehren spielen die Kreisausbilder. Sie sind im Auftrag der Landkreise und kreisfreien Städte tätige Fachkräfte der Feuerwehren, die einen Ausbilderlehrgang an der Landesfeuerwehrschule erfolgreich abgeschlossen haben und i.d.R. über langjährige Erfahrungen im Feuerwehrdienst verfügen. Ihre Aufgaben bestehen insbesondere darin, auf der Kreisebene Lehrgänge zu planen, zu organisieren, inhaltlich auszugestalten, unter Einbeziehung geeigneter Fachkräfte der Feuerwehren und anderer kompetenter Fachleute durchzuführen, die Prüfungen vorzubereiten und gemeinsam mit den dafür Zuständigen durchzuführen.

Die Ausbildung an Thüringer Landesfeuerwehr- und Katastrophenschutzschule erfolgt i.d.R. ganztägig in Lehrgängen von einer bis zwei Wochen Dauer. Die Lehrgangsteilnehmer werden für die Dauer der Ausbildung von der Arbeit freigestellt. Der Verdienst wird ihnen von den Arbeitgebern weitergezahlt. Privaten Arbeitgebern wird auf Antrag der fortgezahlte Verdienst sowie die Arbeitgeberanteile an den Sozialversicherungsbeiträgen erstattet.

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