Digitale Pilotschulen

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Mit dem Projekt „Digitale Pilotschulen“ setzt das Thüringer Bildungsministerium einen weiteren Baustein seiner „Digitalstrategie Thüringer Schule“ um. 20 Thüringer Schulen konzipieren, erproben und dokumentieren den Einsatz digitaler Medien im Unterricht. Im Mittelpunkt steht dabei die Suche nach dem besten Weg zum Lernerfolg einer jeden Schülerin und eines jeden Schülers. Im Verlauf des Projekts schließen sich die Schulen zu einem Netzwerk zusammen, um so gemeinsam Schulentwicklungsarbeit für die Thüringer Schullandschaft zu leisten. Die Erfahrungen sollen später allen Schulen zur Verfügung stehen.

„Wir warten wir nicht erst ab, bis endlich Gelder aus dem Digitalpakt Schule fließen. Wir beginnen sofort. 20 Pilotschulen erhalten aus Landesmitteln insgesamt 200.000 Euro als ‚Startkapital‘. Mit dem Geld unterstützen wir die Schulentwicklungsarbeit. So können vor Ort Lernkonzepte entwickelt, eine wissenschaftliche Begleitung organisiert oder Lernapps angeschafft werden“, erläutert Thüringens Bildungsminister Holter das Konzept.

Holter macht deutlich, „dass Lernen mit digitalen Medien nur dann zum Erfolgskonzept wird, wenn es vor Ort mit Lehrkräften und an den Schulen entwickelt wird. Es nützt nichts, nur die neueste Technik zu installieren. Die Lerninhalte müssen angepasst werden. Und natürlich bedarf es auch gut ausgebildeter Lehrkräfte. Im Bereich des Bildungsmanagements wollen wir eine Lernplattform, die allen Schulen zur Verfügung steht, sowie ein sicheres Kommunikationssystem aufbauen. Und natürlich müssen auch die rechtlichen Rahmenbedingungen passen. All das lässt sich nicht einseitig von oben festlegen – das muss an der Basis gelebt werden und seinen Praxistest bestehen.“

Das Projekt hat eine Laufzeit von fünf Jahren. „Wir werden die guten Ideen der Pilotschulen ins System holen und für alle anderen Schulen nutzbar machen,“ so Holter. Schulen konnten sich mit ihren Konzepten und Ideen für das Projekt bewerben. Aus mehr als 50 Bewerbungen hat eine Jury aus Bildungsexperten des Ministeriums, des Instituts für Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien sowie der Bauhaus-Universität Weimar 20 Schulen ausgewählt, die nun am Schulentwicklungsprojekt teilnehmen.

Die Auswahl der Schulen wurde im Rahmen der Fachtagung „Thüringer Schulen in der digitalen Welt“ verkündet, die am 7. März 2019 in Erfurt stattfand. Dort debattierten 400 Teilnehmerinnen und Teilnehmer praktische Aspekte der Umsetzung der Digitalstrategie im Schulbereich.

Digitale Pilotschulen:

Grundschulen

  • Staatliche Grundschule „Martin Luther“ Zella-Mehlis
  • Staatliche Grundschule Barfüßerschule Erfurt
  • Kreativitätsgrundschule der Grundig Akademie Gera

Regelschulen

  • Staatliche Regelschule „Geschwister Scholl“ Ilmenau
  • Staatliche Regelschule Königsee
  • Staatliche Regelschule „Geschwister Scholl“ Meuselwitz
  • Staatliche Regelschule „Johann Wolfgang von Goethe“ Schleiz
  • Staatliche Regelschule G. E. Lessing Nordhausen
  • Staatliche Regelschule Nessetalschule Warza
  • Staatliche Regelschule „Conrad Ekhof“ Gotha

Gemeinschaftsschulen

  • Staatliche Gemeinschaftsschule 7 (Kerspleben) Erfurt
  • Staatliche Gemeinschaftsschule Grabfeld

Gymnasien

  • Staatliches Gymnasium Ulf-Merbold-Gymnasium Greiz
  • Staatliches Gymnasium Henfling-Gymnasium Meiningen
  • Staatliches Gymnasium Friedrich Schiller Zeulenroda
  • Staatliches Gymnasium Neuhaus am Rennweg
  • Staatliches Gymnasium von-Bülow-Gymnasium Neudietendorf
  • Staatliches Gymnasium Heinrich-Böll-Gymnasium Saalfeld

Berufsbildende Schulen

  • Staatliches Berufsschulzentrum Kyffhäuserkreis Sondershausen
  • Staatliche Berufsbildende Schule Sonneberg

7. März 2019: Fachtagung „Thüringer Schulen in der digitalen Welt“

2019-03-07-digitale Pilotschulen„Mit der im Dezember 2018 beschlossenen ‚Digitalstrategie Thüringer Schule‘ haben wir eine Leitlinie, wie die Digitalisierung der Thüringer Schulen vorangebracht werden soll. Darin sind Handlungsfelder genannt, die wir nun mit Leben füllen. Ich setze dabei ganz bewusst auf die Mitwirkung der Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler sowie der Schulträger. Denn uns alle eint das Ziel, die digitale Entwicklung in unseren Schulen konstruktiv und strategisch weiter voranzubringen“, so Thüringens Bildungsminister Helmut Holter.

Auf einer am 7. März 2019 in Erfurt unter dem Titel „Thüringer Schulen in der digitalen Welt“ stattfinden Fachtagung sollen praktische Aspekte der Umsetzung der Digitalstrategie im Schulbereich debattiert werden. Es werden 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer erwartet. Die Konferenz wendet sich an Akteure des Lehrens und Lernens mit digitalen Medien aus Schulen, von Schulträgern, Institutionen, Verbänden sowie an Interessenvertreter. Sie gibt eine Plattform dafür, in Sachen Digitalisierung miteinander und voneinander zu lernen.

Neben Workshops bietet ein Markt der Möglichkeiten Raum für Austausch und Debatten. Zudem werden mit dem Wiener Professor Thomas Strasser und seinem Merseburger Kollegen Professor Paul Bartsch zwei ausgewiesene Experten auf dem Gebiet des digitalen Lernens erwartet. Bildungsminister Holter wird sich der Debatte mit Schülerinnen und Schülern stellen, um mit ihnen Perspektive auf das digitale Lernen zu diskutieren. Zudem soll die Fachtagung genutzt werden, um das Thüringer Projekt „Digitale Pilotschulen“ zu starten.

Die „Digitalstrategie Thüringer Schule“ setzt an der Strategie „Bildung in der digitalen Welt“ an, die die Kultusministerkonferenz im Dezember 2016 beschlossen hat. Demnach soll möglichst bis 2021 jede Schülerin und jeder Schüler jederzeit, wenn es aus pädagogischer Sicht sinnvoll ist, eine digitale Lernumgebung und einen Zugang zum Internet nutzen können. Um dies für Thüringen umzusetzen, wird neben einem Ausbau der schulischen Infrastruktur, der Überarbeitung der Lehrplangrundlagen und der Fortbildung der Lehrkräfte der Ausbau des Thüringer Schulportals zu einer landesweiten digitalen Bildungsplattform angestrebt. „Bei der Verbesserung der technischen Ausstattung und Infrastruktur wird uns der Digitalpakt Schule einen kräftigen Impuls verleihen. Ich gehe davon aus, dass nach der erfolgreichen Einigung im Vermittlungsausschuss die Gelder nun zügig fließen können“, betont Minister Holter.

Tagungsprogramm

Handout: Digitalstrategie Thüringer Schule + Handreichungen und Arbeitsmaterialien

Helmut Holter: Input zur Digitalkonferenz

Hochschul-Prof. Univ.-Lektor Mag. Dr. Thomas Strasser: Neue Lern(t)räume. Digitale Bildungsqualität!? (9,3 MB)

​Prof. Dr. Paul D. Bartsch: Schule und Digitalisierung - Das Kaninchen vor der Schlange? Ein Plädoyer für systemisches Handelnmit inhaltlicher Schwerpunktsetzung ​ (0,8 MB)

TLfDI: Was passiert mit meinen Daten? Was kann ICH gegen Datenklau tun? (4,5 MB)

Thillm: Leitfaden zur Erstellung eines schulischen Medienkonzepts

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