Anerkennung der Herkunftssprache/Amtssprache des Herkunftslandes

Neu zugewanderte Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 7 bis 10 können sich am Gymnasium ihre  Herkunftssprache bzw. die Amtssprache des Herkunftslandes als zweite Fremdsprache anerkennen lassen. Dafür müssen sie sich einer Sprachfeststellungsprüfung unterziehen. Dies gibt ihnen die Möglichkeit, sich verstärkt dem Ausbau ihrer Deutschkenntnisse und sachfachlichen Kompetenzen zu widmen.

1. Geltungsbereich

Nach § 135a Absatz 1 Satz 1 der Thüringer Schulordnung gilt für Schülerinnen und Schüler am Gymnasium:

„Für Schüler nichtdeutscher Herkunftssprache, die als Seiteneinsteiger in eine der Klassenstufen 7 bis 10 aufgenommen werden und für die keine wohnortnahe Beschulung in der Herkunfts- oder Amtssprache als Unterrichtsfach möglich ist, kann auf Antrag der Eltern im Sinne des § 17 die Amtssprache des Herkunftslandes oder die Herkunftssprache die zweite Fremdsprache bis einschließlich der Klassenstufe 10 ersetzen, soweit es organisatorisch und personell möglich ist, den Kenntnisstand des Schülers am Ende jedes Schuljahres durch eine Sprachprüfung festzustellen (Sprachfeststellungsprüfung).“

2. Regelungen

Die Sprachfeststellungsprüfung ersetzt die Teilnahme am Unterricht in der zweiten Fremdsprache.

Sprachfeststellungsprüfungen werden einmal jährlich zum Ende des zweiten Schulhalbjahres durchgeführt. Das Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport (TMBJS) legt fest, in welchen Sprachen unter Berücksichtigung der personellen und organisatorischen Möglichkeiten eine Sprachfeststellungsprüfung angeboten werden kann.

Zu Beginn des Schuljahres werden die Gymnasien darüber informiert, in welchen Sprachen im entsprechenden Schuljahr eine Sprachfeststellungsprüfung möglich ist. Termine für Sprachfeststellungsprüfungen werden den Schulen mit zugelassenen Teilnehmerinnen und Teilnehmern im zweiten Schulhalbjahr mitgeteilt.

3. Antragstellung

Der Sorgeberechtigte stellt den Antrag auf Ersetzen der zweiten Fremdsprache durch die Amtssprache des Herkunftslandes oder die Herkunftssprache bis vier Wochen nach Schuljahresbeginn. Für Schülerinnen und Schüler, die im laufenden Schuljahr neu in eine der Klassenstufen 7 bis 10 eintreten, ist eine Antragstellung im Laufe des Schuljahres möglich.

Der Antrag ist von dem Sorgeberechtigten bei der Schule einzureichen. Die Schule leitet den Antrag zeitnah über das zuständige Schulamt an das TMBJS weiter. 

Für den Antrag ist das Formular zur Beantragung einer Sprachfeststellungsprüfung zu nutzen.

Antragsformular in deutscher Sprache

Antragsformular in arabischer Sprache

Merkblatt zur Erhebung von personenbezogenen Daten nach Art. 13 DS-GVO für den Antrag auf eine Sprachfeststellungsprüfung

4. Informationen zu Inhalt und Ablauf der Sprachfeststellungsprüfung

Die Sprachfeststellungsprüfung besteht aus einer schriftlichen und einer mündlichen Prüfung. Beide Prüfungen können an einem Tag stattfinden. Die schriftliche Prüfung besteht aus den Prüfungsteilen Leseverstehen und Schreiben. Für die Klassenstufen 7 und 8 beträgt die Bearbeitungszeit für die schriftliche Prüfung 60 Minuten und für die Klassenstufen 9 und 10 beträgt diese 90 Minuten.

Die mündliche Prüfung kann auch als Partner- oder Gruppenprüfung durchgeführt werden. Entsprechend beträgt die Dauer, einschließlich der Vorbereitungszeit, 25 bis 50 Minuten.

Die Schulen beraten zu den Prüfungsanforderungen.

Informationsblatt zur Sprachfeststellungsprüfung in deutscher Sprache 

Informationsblatt zur Sprachfeststellungsprüfung in arabischer Sprache

Wegweiser

Aktionen

Thueringen Monitor Klein www.bildungsfreistellung.de Logo Schöffenwahlen 2018 Thueringer Kampagne Wir sind Energie-Gewinner.

Serviceportal – Bürger

Services im Zuständigkeitsfinder suchen

Serviceportal – Unternehmen

Services im Zuständigkeitsfinder suchen

Serviceportal – Weitere

Services im Zuständigkeitsfinder suchen

Servicebereich

Publikationen