19.08.2016
Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport

Medieninformation

Berufsorientierung an Thüringer Schulen wird ausgebaut

Für die praxisnahe Berufsorientierung von Thüringer Schülern und Schülerinnen stehen ab dem kommenden Schuljahr zusätzliche 1,9 Millionen Euro zur Verfügung. Grundlage ist eine heute unterzeichnete Vereinbarung im Rahmen der Initiative Bildungsketten, die das Bundesministerium für Bildung und Forschung und das Bundesministerium für Arbeit und Soziales mit dem Freistaat Thüringen sowie der Bundesagentur für Arbeit getroffen haben.

Bundesbildungsministerin Johanna Wanka: „Der Bund, der Freistaat Thüringen und die Bundesagentur für Arbeit arbeiten eng zusammen, um junge Menschen bei der Berufswahl möglichst individuell zu unterstützen. Viele Jugendliche sind sich unsicher über ihre Stärken und fragen sich, welcher Beruf am besten zu ihnen passt. Mit Potenzialanalysen als Teil der Berufsorientierung können Schülerinnen und Schüler dies nun frühzeitig herausfinden und auch erste praktische Erfahrungen sammeln. Das hilft ihnen bei ihrer künftigen Berufswahl und erleichtert ihnen den Einstieg in das Berufsleben.“ Damit wird der bisherige Ansatz, zu dem das Bundesministerium für Bildung und Forschung aus seinem Berufsorientierungsprogramm seit 2008 bereits rund 11,5 Millionen. Euro beigetragen hat, nunmehr landesweit ausgebaut.

Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles: „Der Übergang von der Schule in den Beruf ist für viele eine große Herausforderung. Ich begrüße es sehr, dass Thüringen, der Bund und die BA künftig bewährte Instrumente verstärkt aufeinander abstimmen. Thüringen ist damit das erste ostdeutsche Bundesland, das eine Vereinbarung zur Initiative Bildungsketten unterzeichnet. Wir wollen mit dieser Initiative möglichst vielen jungen Menschen einen erfolgreichen Einstieg ins Berufsleben ermöglichen.“

Durch die Bildungsketten-Vereinbarung werden die Aktivitäten des Landes, des Bundes und der Bundesagentur koordiniert, um ein stimmiges Fördersystem der Berufsorientierung zu schaffen. Kernbestandteil der Vereinbarung ist ein praxisbezogenes Testverfahren, das Schülerinnen und Schüler der 8. Klassen bei der Bewertung ihrer Kompetenzen unterstützt. Thüringen hat als erstes ostdeutsches Bundesland eine entsprechende Bildungsketten-Vereinbarung auf den Weg gebracht. Die Vereinbarung ist bis 2020 abgeschlossen.

Thüringens Bildungsministerin Birgit Klaubert verweist auf den hohen Stellenwert der Berufs- und Studienorientierung im Schulalltag: „In Thüringen setzen wir gezielt auf die Stärkung der Berufswahlkompetenz von Schülerinnen und Schülern. Damit junge Menschen die Vielfalt der Angebote bewerten können, müssen sie wissen, welche Wege in die berufliche Zukunft ihnen offen stehen und einschätzen können, welcher zu ihnen passt. Deshalb ist die Berufsorientierung integraler Bestandteil der schulischen Bildung in Thüringen. Sie ist fest in den Lehrplänen verankert und Teil jedes Schulkonzepts.“ Die Berufsorientierung beginnt an den Thüringer Schulen bereits in der 7. Klasse. Die Landesstrategie zur praxisnahen Berufsorientierung wurde vom Thüringer Bildungsministerium, dem Thüringer Wirtschaftsministerium, der Arbeitsagentur, den Thüringer Kammern und der Landesarbeitsgemeinschaft SCHULEWIRTSCHAFT Thüringen sowie den Hochschulen erarbeitet.

Insgesamt werden für die Berufsorientierung in Thüringen jährlich 11 Millionen Euro aufgewandt, die von der Bundesagentur für Arbeit, dem Land Thüringen und aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds getragen werden. Die zusätzlichen Mittel werden nach Klauberts Worten vollständig für die Umsetzung der „Landesstrategie zur praxisnahen Berufsorientierung“ eingesetzt. Mit ihr werden mehr als 100 Projekte zur praktischen und nah an der regionalen Wirtschaft ausgerichteten Berufsorientierung gebündelt. Darüber hinaus vernetzen sich im Rahmen der Landesstrategie Schulen, Wirtschaft und Bildungsträger, um aufeinander abgestimmte Angebote zur Berufsorientierung bieten zu können.

Heike Werner, Thüringer Arbeitsministerin, stellt auf den gelingenden Übergang zwischen Schule, Ausbildung und Beruf ab: „Aufeinander abgestimmte Unterstützungsangebote der Berufsorientierung, der Berufsvorbereitung und der Berufsbildung sind unbedingt notwendig, um möglichst allen Schulabgängern den Einstieg in eine Ausbildung zu erleichtern und ihnen den Weg in den Beruf zu ebnen. Neben der praxisnahen Berufsorientierung in den allgemein bildenden Schulen setzen wir deshalb auf Angebote der betriebsnahen Ausbildungsvorbereitung als Brücke von der Schule in den späteren Beruf. In einem weiteren Schritt fördern wir die individuelle Begleitung während der betrieblichen Ausbildung Der Dreischritt Berufsorientierung, Berufsvorbereitung, und Berufsbildung ist der Schlüssel, um allen jungen Menschen die Chance auf eine Berufsausbildung zu eröffnen und damit das Fachkräftepotenzial in Thüringen voll auszuschöpfen.“

Der Leiter der für Sachsen-Anhalt und Thüringen zuständigen Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit, Kay Senius, sagt: „Mit der Vereinbarung ist es uns gelungen, ein ‚Unterstützungssystem aus einem Guss‘ zu beschreiben, das eine gute Basis für den erfolgreichen Berufseinstieg möglichst vieler junger Menschen darstellt. Die Thüringer Wirtschaft bietet hervorragende Chancen und ist auf das gesamte Fachkräftepotenzial angewiesen, welches wir gemeinsam bestmöglich vorbereiten wollen. Dabei steht die Berufsberatung der Agenturen für Arbeit jungen Menschen in dieser wichtigen und oft schwierigen Entscheidungsphase ihres Lebens besonders zur Seite: Frühzeitig die Vielfalt und Attraktivität dualer Ausbildungsberufe kennenlernen und eine begründete, tragfähige Entscheidung treffen – dazu wollen wir junge Menschen befähigen.“

Mehr Informationen zur Initiative Bildungsketten finden Sie unter www.bildungsketten.de und den kompletten Text der Vereinbarung unter www.bildungsketten.de/vereinbarung-thueringen

2016-08-19-vereinbarung Bildungsketten 1

2016-08-19-vereinbarung Bildungsketten 2

Birgit Klaubert (Thüringer Bildungsministerin), Kay Senius (Direktor der Landesdirektion Sachsen-Anhalt-Thüringen) und Heike Werner (Thüringer Arbeitsministerin)

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