27.02.2013
Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur

Medieninformation

Christian Holtzhauer übernimmt künstlerische Leitung des Kunstfests Weimar ab 2014

Matschie: „Neue Impulse für Weimar und Dank an Nike Wagner“

Der Aufsichtsrat des Deutschen Nationaltheaters Weimar hat heute Christian Holtzhauer zum künstlerischen Leiter des Kunstfests Weimar ab 2014 bestellt. Holtzhauer tritt die Nachfolge von Nike Wagner an, die seit 2004 die Leitung inne hatte.

Thüringens Minister für Bildung, Wissenschaft und Kultur, Aufsichtsratsvorsitzender Christoph Matschie, unterstreicht: „Christian Holtzhauer hat sich als Künstler und Dramaturg einen Namen gemacht. Bei ihm ist die Leitung des Festivals in den besten Händen. Gleichzeitig gilt mein Dank Nike Wagner. Sie hat dem Kunstfest über Jahre ganz entscheidend ihre Handschrift verliehen. Der Erfolg dieses alljährlichen Höhepunkts ist ganz maßgeblich ihrem Wirken zu verdanken. Nike Wagner hat viel für Weimar und für Thüringen getan. Das ist ein bleibendes Verdienst.“

Dem schließt sich auch Weimars Oberbürgermeister Stefan Wolf an: „Ich danke Nike Wagner herzlich für ihr Engagement, das Weimar und Thüringen in den Fokus der Moderne gerückt hat. Mit Christian Holtzhauer haben wir einen Nachfolger gefunden, der für Innovation und zukunftsorientiertes Management steht. Die Förderung der Stadt Weimar von jährlich 250.000 Euro wird auch künftig das Kunstfest als festen Bestandteil unseres Kulturlebens stützen."

Künftig soll das Kunstfest nach Matschies Worten organisatorisch an das Deutsche Nationaltheater angebunden werden. „Von einer Verknüpfung des Kunstfests mit dem Theater erhoffen wir uns neue Impulse. Ich möchte auch in Zukunft ein Programm, das es so nirgendwo sonst gibt. Das Kunstfest Weimar ist kein austauschbares Festival der bunten Beliebigkeit, sondern eine kreative Auseinandersetzung mit den Kulturströmungen unserer Zeit. Das gehört zu Weimar“, unterstreicht Matschie. Der Freistaat Thüringen werde das Kunstfest auch weiterhin mit 650.000,- Euro jährlich fördern. Matschie: „Wir stehen zu unserer Verantwortung.“

Der zukünftige DNT-Intendant Hasko Weber betont: „Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit mit Christian Holtzhauer, weil ich ihn schon während unserer gemeinsamen Zeit in Stuttgart kennen und schätzen gelernt habe. Er hat klare Vorstellungen, das Kunstfest als ein Festival aller Künste weiterzuentwickeln, das den kreativen Austausch zwischen Künstlern verschiedenster ästhetischer, geographischer und kultureller Herkunft in Weimar ermöglicht. In der Verbindung zum DNT liegen dafür große Potentiale. Die Achse zwischen einem Kunstfestival und einem Staatstheater verstehe ich als zukunftsweisend, denn es geht um langfristige Vernetzung und gemeinsame Zielsetzungen im künstlerischen wie im kulturpolitischen Sinn. Dafür werde ich mich selbstverständlich mit ganzer Kraft einsetzen.“

Christian Holtzhauer wurde 1974 geboren und studierte Musik- und Theaterwissenschaft in Berlin und Toronto. Von 2001 bis 2004 entwickelte er gemeinsam mit Amelie Deuflhard das künstlerische Programm der Berliner Sophiensaele. Seit 2005 arbeitet er am Schauspiel Stuttgart als Dramaturg und Projektleiter, so unter anderem 2009 für das internationale Theaterprojekt „Orient-Express“ mit Partnern aus der Türkei, Rumänien, Serbien, Kroatien und Slowenien sowie 2011 für die deutsch-katalanische Kooperation „Menschen, Autos und das Öl“ mit dem Teatre Romea in Barcelona. 2011 wurde er zum Vorsitzenden der „Dramaturgischen Gesellschaft“ gewählt.

Mit dem Einstieg von Christian Holtzhauer wird das Kunstfest Weimar als eigenständiger Betriebsteil an das Deutsche Nationaltheater angeschlossen, das damit die Verantwortung für die Geschäftsführung übernimmt. Diese Verknüpfung eines Kunstfestivals mit einem Staatstheater ist einzigartig und bedeutet neben der festen Verankerung des Kunstfests in der Stadt Weimar auch ein Signal über die Region hinaus.

Christian Holtzhauer ist gespannt auf seine Tätigkeit in Weimar: „Ich freue mich auf die Herausforderung, das Kunstfest Weimar als ein Festival für zeitgenössische Kunst unter dem Dach des Deutschen Nationaltheaters in der Stadt Weimar, in der Kulturregion Thüringen, aber auch in der internationalen Festivallandschaft neu zu positionieren. Die Verknüpfung mit dem DNT gestattet es, das Theater wieder mehr ins Zentrum des Kunstfests zu rücken. Ich strebe darüber hinaus eine enge Kooperation mit den etablierten Kultur-, Forschungs- und Bildungsinstitutionen, aber auch mit der freien Kulturszene Weimars und Thüringens an. Weimar soll dabei selbst zum Thema und zur Bühne eines Festivals werden, das sich sowohl an die Bewohner der Stadt als auch an ihre Gäste richtet.“

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