28.08.2017
Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport

Medieninformation

Kita-Qualität: Bund muss sich beteiligen

Das Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport bewertet das heute erschienene „Ländermonitoring Frühkindliche Bildungssysteme“ der Bertelsmann-Stiftung kritisch. Eine Betrachtung, die Kita-Qualität allein am Betreuungsschlüssel festmacht und damit den ostdeutschen Ländern hintere Plätze zuweist, ist zu kurz gegriffen. Vielmehr gilt es, die Gesamtsituation in den Blick zu nehmen. Das Ministerium verweist in diesem Zusammenhang auf Daten des Statistischen Bundesamtes, nach denen in Thüringen 93,4 Prozent der Kinder mehr als sieben Stunden täglich eine Kita besuchen. Damit ist Thüringen bundesweit Spitze. Während der Bundesschnitt bei 44 Prozent liegt, kommen in Baden-Württemberg lediglich 25,9 Prozent der Kinder in den Genuss einer mehr als siebenstündigen Betreuung.

Auch bei der Situation der Erzieherinnen und Erzieher wies die Bertelsmann-Stiftung selbst den Thüringer Kitas zuletzt einen Spitzenwert zu: So arbeiten 80,7 Prozent der Beschäftigten in Thüringer Kitas mehr als 32 Stunden pro Woche. In Hessen liegt dieser Wert bei 51,5 Prozent. Das sorgt nicht nur für mehr Kontinuität in den Beziehungen zwischen Kindern und Erzieherpersonal. Auch für die Beschäftigen selbst bedeutet dies ein Plus an Arbeits- und Einkommensqualität.

Bildungsminister Helmut Holter: „Was hilft ein guter Betreuungsschlüssel, wenn das Kind über Mittag abgeholt und von den Eltern selbst betreut werden muss? Der Freistaat hat hier deutlich mehr zu bieten. Thüringer Kita-Plätze sind Ganztagsplätze mit hervorragend qualifizierten Erzieherinnen und Erziehern. Natürlich wollen wir beim Erreichten nicht stehen bleiben. Neben der Beitragsfreiheit ist eine Verbesserung des Betreuungsschlüssels der nächste wichtige Schritt. Dazu brauchen wir die Unterstützung des Bundes. Wenn Wahlkämpferinnen und Wahlkämpfer verschiedener Parteien gerade stärkere Investitionen in den Bildungsbereich ankündigen, dann muss das nach der Bundestagswahl auch eingelöst werden. Ein Wegfall des Kooperationsverbotes im Bildungsbereich ist dringend notwendig.“

Quellen:
Statistisches Bundesamt (Hg.): Statistiken der Kinder- und Jugendhilfe. Kinder und tätige Personen in Kindertageseinrichtungen und in öffentlich geförderter Kindertagespflege am 01.03.2016, Seite 93 f., Tabelle LT2.
Bertelsmann Stiftung (Hg.): Ländermonitor Frühkindliche Bildung, Gütersloh 2016, Tabelle 29.

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