Personalentwicklungskonzept Schule

Personalentwicklungskonzept 1

Bildungsministerium, GEW und Lehrerverbände im Beamtenbund stellen Personalentwicklungskonzept Schule vor

Das Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur hat in Zusammenarbeit mit den gewerkschaftlichen Spitzenorganisationen das Personalentwicklungskonzept Schule fertig gestellt. Es wurde am 3. Juli 2013 in Erfurt unterzeichnet.

„Mit dem Entwicklungskonzept sind die Weichen für die Personalentwicklung in den kommenden zehn Jahren an unseren Schulen gestellt. Gute Arbeitsbedingungen sind eine zentrale Voraussetzung für die bestmögliche Förderung unserer Kinder und Jugendlichen. Unser gemeinsames Konzept legt die Eckpunkte zur Absicherung des zukünftigen Personalbedarfs fest.“ Das unterstreichen Thüringens Bildungsminister Christoph Matschie, GEW-Landesvorsitzender Torsten Wolf und der Vorsitzende des Thüringer Beamtenbunds, Helmut Liebermann.

Das Personalentwicklungskonzept enthält zentrale Aussagen zum Lehrergrundbedarf in Thüringen, zum Aufbau einer Lehrer-Personalreserve und eines Gesundheitsmanagements sowie Regeln zu Teilzeittätigkeit, Abordnungen und Versetzungen.

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Überblick

Thüringens Schulen sind leistungsfähig. Das untermauern nationale und internationale Leistungsvergleiche. Engagierte Pädagoginnen und Pädagogen sind dabei der wichtigste Erfolgsfaktor. Das Thüringer Ministerium für Bildung Wissenschaft und Kultur und die gewerkschaftlichen Spitzenorganisationen haben zur Sicherstellung dieser Leistungsfähigkeit gemeinsam ein Personalentwicklungskonzept Schule entwickelt, das die Arbeitsbedingungen von Lehrerinnen und Lehrern, Sonderpädagogischen Fachkräften sowie Erzieherinnen und Erziehern betrachtet.

Entwicklung des Lehrergrundbedarfs

Ausgangspunkt des Personalkonzeptes Schule ist die Berechnung des künftigen Lehrergrundbedarfs in Thüringen. Der Bundesvergleich zeigt, Thüringen verliert in den kommenden Jahren massiv Einwohner, die Schülerzahlen jedoch steigen.

Personalentwicklunghskonzept Schüler-Lehrer-Progniose

Der Grundbedarf an Lehrern wird – bei gleichbleibenden Aufgaben – über den Zeitraum der nächstens 10 Schuljahre annähernd gleich sein. Im Jahr 2013/14 beträgt der notwendige Personal-bedarf 14.715 Vollzeitbeschäftigteneinheiten (VZB). 2022/23 werden es ca. 14.740 sein. Darin sind neue Aufgaben, z.B. im Rahmen der inklusiven Bildung, sowie Vertretungsreserven noch nicht enthalten.

Aufgrund des derzeitigen hohen Altersdurchschnitts der Thüringer Lehrerschaft (51 Jahre) wird es zu deutlich steigenden Zahlen des Dienstaustrittes aus Altersgründen kommen. Zur exakten Prognose des künftigen Ersatzbedarfs wird ein Planungsinstrument entwickelt, dass auf dem Personalentwicklungskonzept Schule basiert und folgende Faktoren berücksichtigt:

  1. Bedarf nach Schulart
  2. Spezifischer Fachbedarf
  3. Räumliche Einsatzmöglichkeiten

Aufbau einer Personalreserve

Zur Vermeidung von Unterrichtsausfällen infolge von Krankheit ist neben dem Lehrergrundbedarf eine zusätzliche Personalreserve nötig. Der Gesamtumfang der Personalreserve soll anfangs 4 Prozent des Lehrergrundbedarfes betragen und jährlich angepasst werden (orientiert an Krankheitsausfällen).

Die Personalreserve setzt sich aus einem Vertretungspool (in den Schulamtsbereichen eingesetzte Vertretungskräfte) und einem Vertretungsbudget („Geld statt Stelle“) zusammen.

Gesundheitsmanagement

Gesundheitsfördernde Bedingungen sind eine Voraussetzung für den dauerhaften Erfolg von pädagogischer Arbeit und guter Bildung. Zur besseren Koordination wird das bestehende Netzwerk (Bildungsministerium, Schulträger, Schulämter, Schulen und externe Partner) ausgebaut. Das Personalentwicklungskonzept benennt die konkreten Zuständigkeiten. Gezielte Angebote sollen ein gesundes Arbeitsklima schaffen.

Teilzeitangebote zur Entlastung von Lehrkräften

Nach Beendigung der Einstellungsteilzeit und dem Auslaufen des Floating-Modells, wird die Vollzeitbeschäftigung im Thüringer Schuldienst in Zukunft der Regelfall sein. Um Lehrkräfte zu entlasten und ihre Gesundheit sowie Leistungsfähigkeit zu erhalten, wird die Teilzeitarbeit auf freiwilliger Basis gefördert. Die dafür notwendigen Verfahren werden entsprechend angepasst. Beschäftigten soll die Möglichkeit eröffnet werden, in einem von ihnen bevorzugten Beschäftigungsumfang tätig zu sein. Die durch Teilzeitverträge frei werdenden Stellenanteile werden neu besetzt.

Klare Regelungen für Abordnungen und Versetzungen

Auch in Zukunft werden Verfahren zur Abordnung und Versetzung von Lehrkräften notwendig sein. Das Personalentwicklungskonzept Schule stellt dazu transparente Regelungen auf. Abordnungs- und Versetzungsverfahren sollen so zeitig umgesetzt werden, dass sich die Beschäftigten in Zusammenarbeit mit der Schulleitung der aufnehmenden Schule ausreichend vorbereiten können. In diesem Verfahren wird in erster Linie auf Freiwilligkeit gesetzt.

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