Fachtagung Jugendarbeit

 

LandRAUM – StadtERLEBEN.
Lebenslagen. Teilhabechancen. Antworten

2018-12-04 Fachtagung Land Stadt

4. und 5. Dezember 2018
Europäische Jugendbildungs- und Jugendbegegnungsstätte Weimar


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ANMELDUNG

Bekannt ist, dass Jugendarbeit in ländlichen Räumen in vielerlei Hinsicht vor besonderen Herausforderungen steht. Veränderte soziale, kulturelle und schulische Infrastrukturen sowie eine fehlende Mobilität prägen die Lebenswelt junger Menschen – jugendkulturelle Gelegenheitsstrukturen werden ausgedünnt und zentralisiert.

Als in der Lebenswelt zu verortendes Angebot der Kinder- und Jugendhilfe wird sich Jugendarbeit immer wieder an die sich ändernden Rahmenbedingungen des Aufwachsens junger Menschen im ländlichen Raum anpassen müssen. Die jungen Menschen selbst unterscheiden sich von denen in städtischen Regionen kaum. Geht man also davon aus, dass es „die Jugend“ in ländlichen Räumen nicht gibt, befasst man sich schnell mit den strukturellen Unterschieden und einer Vielfalt von Interessen und Lebensvorstellungen. Gleichzeitig wird die Ungleichheit hinsichtlich der Teilhabemöglichkeiten schnell deutlich.

Ziel dieser Fachtagung soll es sein, genau an dieser Stelle anzusetzen und zu beleuchten, welche Antworten Jugendarbeit finden kann, um die in Rede stehenden Einschränkungen von Teilhabemöglichkeiten bestmöglich auszugleichen, indem ein den Normierungen des § 11 SGB VIII entsprechendes Angebot für Kinder und Jugendliche bereitgestellt wird. Fragen der Beteiligung, der virtuellen Vernetzung, der Rolle von Jugendarbeit als Partner der Kommunalpolitik sowie der Gestaltung von Planungsprozessen sollen dabei Ansatzpunkte sein.

Moderation der Fachveranstaltung: Simone Rieth, Riethwerk


Dienstag, 4. Dezember 2018

Programm

10:30 Uhr    Ankommen mit Kaffee

11:00 Uhr    Grußworte  der Landesjugendämter Sachsen und Sachsen-Anhalt

11:15 Uhr    „Wie ticken Jugendliche in Stadt und Land?“ Prof. Dr. Gunda Voigts, Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg

12:00 Uhr    „Eingeschränkte Teilhabemöglichkeiten im ländlichen Raum – Antworten der Jugendarbeit?“ Prof. Dr. Peter-Ulrich Wendt, Hochschule Magdeburg-Stendal

12:45 Uhr    Rückfragen,  Diskussion und Austausch

13:15 Uhr    Mittagspause

14:15 Uhr    Vorstellung der Workshops

14:30 Uhr    Workshops am Dienstag, mit  Kaffeepause

17:00 Uhr    Ende erster Tag

Am Abend besteht die Möglichkeit der Teilnahme an einem fakultativen Abendprogramm.

Workshops am Dienstag:

1. Wie geht es? Beteiligung junger Menschen im ländlichen Raum

Mitbestimmen, sich engagieren und Demokratie erfahren – Dinge, die junge Menschen in unserer Gesellschaft nicht nur dürfen, sondern auch können sollen. Bevor sie jedoch erfolgreich in Gestaltungsprozesse eingebunden werden können, müssen sie zunächst einmal erreicht werden. Dies scheint  in den ländlichen Räumen vor besonderen Herausforderungen zu stehen.

Prof. Dr. Gunda Voigts | Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg
Edda Laux / Anikó Popella | Deutsche Kinder- und Jugendstiftung gGmbH, Regionalstelle Sachsen

2. Jugendarbeit 4.0. Hybride Jugendarbeit – Grenzen oder Chancen im ländlichen Raum

Die Lebenswelten von jungen Menschen sind digitalisiert. Das eigene Verhalten, Vorlieben, Aufenthaltsorte und Körperfunktionen werden digital erfasst und weiterverarbeitet. Aber nicht die Algorithmen und die Datenlese sind das Kerngeschäft der Jugendarbeit, sondern die medienpädagogische Sensibilisierung für den Umgang und die Gestaltung der Rahmenbedingungen, wie junge  Menschen mit der gesellschaftlichen Digitalisierung leben wollen.

Johannes Brock | Evangelische Hochschule Dresden
Frank Röhrer | Landesfilmdienst Thüringen e. V.

3. Jugendarbeit als Partner von Kommunalpolitik – Identifikation und Bindung im ländlichen Raum

Die Kommunalpolitik ist das zentrale politische Drehmoment für die Jugendarbeit. Es ist die Kommunalpolitik, die letztendlich über den Status quo der Jugendarbeit, vor Ort entscheidet. Dabei hat sich Jugendarbeit innerhalb der Kommunalpolitik immer wieder zu legitimieren und sich als zentraler Teil gelingender kommunaler Jugendpolitik zu profilieren. Dabei gilt vor allem im ländlichen Raum: Je stärker sich junge Menschen im kommunalpolitischen Geschehen über die Jugendarbeit engagieren können, desto mehr hat dies Einfluss auf ihre Bindung an ihren Lebensraum.

Prof. Dr. Werner Lindner | Ernst-Abbe Hochschule Jena
Rudi Neu | Landesjugendamt Rheinland-Pfalz

4. Jugendarbeit als Demokratiebildung – Demokratiestärkung im ländlichen Raum

Es ist unbestritten, dass Jugendarbeit, qua ihrer Strukturprinzipien – Freiwilligkeit, Selbstbestimmtheit, Beteiligung und Bedarfsorientierung – und ihrem Bildungsauftrag eine bedeutende Rolle in der Demokratiebildung junger Menschen einnimmt. Dementsprechend scheinen Orte der Jugendarbeit prädestiniert, um die Regeln der Demokratie für junge Menschen erfahrbar und erlebbar zu machen. Angesichts der aktuellen politischen Entwicklungen und den damit verbundenen Herausforderungen in Bezug auf die eigene Haltung wird dieses Potential der Jugendarbeit immer wichtiger.

Prof. Dr. Benno Hafeneger | Philipps-Universität Marburg
Cornelia Geißler | Jugendclub 83 e. V., Bitterfeld-Wolfen

5. Bedürfnisse und Bedarfe – Konzepte und Methoden von Jugendhilfeplanung im ländlichen Raum

Der Diskurs um Jugendhilfeplanung thematisiert ländliche Räume bislang wenig. Dabei stellen Planungen in Landkreisen rein zahlenmäßig den größten Anteil an Planungen dar. Ländliche Räume sind schon immer von Migration betroffen und dabei insbesondere mit dem Phänomen der Abwanderung konfrontiert. Der Workshop möchte sowohl aus theoretischer und praktischer Sicht betrachten, wie sich Jugendhilfeplanung im ländlichen Raum gestaltet, welche Spielräume ihr zugestanden werden und welche integrierten Planungsnotwendigkeiten und Themen gerade in „ländlichen Räumen im engeren Sinne“ bestehen. 

Pia Rohr | Institut für regionale Innovation und Sozialforschung, Dresden
Erich Rindermann | Jugendamt Ilm-Kreis

Mittwoch, 5. Dezember 2018

Programm

9:00 Uhr      Begrüßung und Einstieg: Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport/Landesjugendamt

9:15 Uhr          Workshops am Mittwoch, inkl. Kaffeepause

11:45 Uhr   Mittagspause

13:00 Uhr   Zusammenführung der Ergebnisse aus den Workshops mit fishbowl unter der Leitfrage: „Was bringt junge Menschen dazu, auf dem Land zu bleiben?“
Peter Weise | Landesjugendring Thüringen e. V.
Thomas Schorcht | Landkreis Sömmerda
Pia Rohr | Institut für regionale Innovation und Sozialforschung Dresden
Nicole Anger | Landesjugendhilfeausschuss Sachsen-Anhalt 

11:45 Uhr   Ende der Fachtagung

Workshops am Mittwoch

1. Wie geht es? Beteiligung junger Menschen im ländlichen Raum

Mitbestimmen, sich engagieren und Demokratie erfahren – Dinge, die junge Menschen in unserer Gesellschaft nicht nur dürfen, sondern auch können sollen. Bevor sie jedoch erfolgreich in Gestaltungsprozesse eingebunden werden können, müssen sie zunächst einmal erreicht werden. Dies scheint  in den ländlichen Räumen vor besonderen Heraus-forderungen zu stehen.

Prof. Dr. Gunda Voigts | Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg
Maria Burkhardt | Landeszentrum   Jugend und Kommune in Sachsen-Anhalt

2. Jugendarbeit 4.0. Hybride Jugendarbeit – Grenzen oder Chancen im ländlichen Raum

Die Lebenswelten von jungen Menschen sind digitalisiert. Das eigene Verhalten, Vorlieben, Aufenthaltsorte und Körperfunktionen werden digital erfasst und weiterverarbeitet. Aber nicht die Algorithmen und die Datenlese sind das Kerngeschäft der Jugendarbeit, sondern die medienpädagogische Sensibilisierung für den Umgang und die Gestaltung der Rahmenbedingungen, wie junge  Menschen mit der gesellschaftlichen Digitalisierung leben wollen.

Johannes Brock | Evangelische Hochschule Dresden
Anja Demme | Jugend im Land 3.0, Kinderstärken e. V.

3. Jugendarbeit als Partner von Kommunalpolitik – Identifikation und Bindung im ländlichen Raum

Die Kommunalpolitik ist das zentrale politische Drehmoment für die Jugendarbeit. Es ist die Kommunalpolitik, die letztendlich über den Status quo der Jugendarbeit, vor Ort entscheidet. Dabei hat sich Jugendarbeit innerhalb der Kommunalpolitik immer wieder zu legitimieren und sich als zentraler Teil gelingender kommunaler Jugendpolitik zu profilieren. Dabei gilt vor allem im ländlichen Raum: Je stärker sich junge Menschen im kommunalpolitischen Geschehen über die Jugendarbeit engagieren können, desto mehr hat dies Einfluss auf ihre Bindung an ihren Lebensraum.

Prof. Dr. Werner Lindner | Ernst-Abbe Hochschule Jena
Martina Weise-Watzek / Anja Greiner-Stöffele |
Jugendamt Sömmerda, Jugendgerechte Kommune

4. Demokratiebildung – Demokratiestärkung im ländlichen Raum

Es ist unbestritten, dass Jugendarbeit, qua ihrer Strukturprinzipien - Freiwilligkeit, Selbstbestimmtheit, Beteiligung und Bedarfsorientierung - und ihrem Bildungsauftrag eine bedeutende Rolle in der Demokratiebildung junger Menschen einnimmt. Dementsprechend scheinen Orte der Jugendarbeit prädestiniert, um die Regeln der Demokratie für junge Menschen erfahrbar und erlebbar zu machen. Angesichts der aktuellen politischen Entwicklungen und den damit verbundenen Herausforderungen in Bezug auf die eigene Haltung wird dieses Potential der Jugendarbeit immer wichtiger.

Prof. Dr. Benno Hafeneger | Philipps-Universität Marburg
Linda Kulke | Naturfreundejugend Thüringen, Erfurt

5. Bedürfnisse und Bedarfe – Konzepte und Methoden von Jugendhilfeplanung im ländlichen Raum

Der Diskurs um Jugendhilfeplanung thematisiert ländliche Räume bislang wenig. Dabei stellen Planungen in Landkreisen rein zahlenmäßig den größten Anteil an Planungen dar. Ländliche Räume sind schon immer von Migration betroffen und dabei insbesondere mit dem Phänomen der Abwanderung konfrontiert. Der Workshop möchte sowohl aus theoretischer und praktischer Sicht betrachten, wie sich Jugendhilfeplanung im ländlichen Raum gestaltet, welche Spielräume ihr zugestanden werden und welche integrierten Planungsnotwendigkeiten und Themen gerade in „ländlichen Räumen im engeren Sinne“ bestehen. 

Pia Rohr | Institut für regionale Innovation und Sozialforschung, Dresden
Antonia Kittel | Jugendamt Altenburger Land

Organisatorisches

Die Fachtagung richtet sich an Fachkräfte freier und öffentlicher Träger aus der Jugendarbeit und Jugendverbandsarbeit, an Jugendhilfeplanungsfachkräfte der örtlichen Träger der öffentlichen Jugendhilfe und an Vertreterinnen und Vertreter aus Kommunal- und Landespolitik.

Veranstaltungsort

Europäische Jugendbildungs- und Jugendbegegnungsstätte Weimar, Jenaer Straße 2-4, 99425 Weimar

Übernachten:

Am Veranstaltungsort besteht die Möglichkeit der Übernachtung in Mehrbettzimmern. Eine Einzelbelegung ist auf Wunsch begrenzt durch Zahlung eines Zuschlages in Höhe von 17,00 € möglich.

Tagungsgebühren:

Teilnehmende ohne Übernachtung in der EJBW zahlen für eine Teilnahme an beiden Tagen 20,00 €. Die Tagungsgebühren beinhalten an beiden Tagen ein Mittagessen, Getränke sowie Kaffee und Kuchen.

Teilnehmende mit Übernachtung in der EJBW zahlen für eine Teilnahme an beiden Tagen 50,00 €. Die Tagungsgebühren beinhalten Übernachtung, Vollpension, Getränke sowie Kaffee und Kuchen.

Die Tagungsgebühr ist nach Bestätigung der Anmeldung wie folgt zu entrichten:

Überweisung an : Landesjugendring Thüringen e. V.

IBAN:         DE98 8206 4228 0000 4422 24
BIC:           ERFBDE8EXXX

Verwendungszweck: Name; Vorname, TN-Nr., Tagung Jugendarbeit

Am Tagungsort stehen nur begrenzt Parkmöglichkeiten zur Verfügung (Übernachtungsgäste bevorzugt). Wir empfehlen dringend die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln.

Veranstalter:

Die Veranstaltung wird von den Landesjugendämtern Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt in Kooperation mit dem Landesjugendring Thüringen e. V. durchgeführt und u. a. von der Stiftung Demokratische Jugend finanziert.

Für inhaltliche Rückfragen steht Ihnen zur Verfügung:
Yvonne Hager | Tel.: 0361 57 34 11 944 |
Yvonne.Hager{at}tmbjs.thueringen{punkt}de   

Für Fragen zur Organisation, Anreise und Übernachtung steht Ihnen zur Verfügung:

Claudia Löser | Tel.: 0361 57 67 80 |
post{at}ljrt-thueringen{punkt}de

Die Teilnahmekapazitäten der Veranstaltung sind begrenzt. Wir bitten Sie um eine Information, wenn Sie trotz Anmeldung nicht an der Veranstaltung teilnehmen können! Sie ermöglichen damit Interessenten der Warteliste die Teilnahme. Die Anmeldung wird erst mit Zahlung der entsprechenden Tagungspauschale verbindlich. Eine Stornierung der Anmeldung ist ausschließlich bis 15. November 2018 möglich


Anmeldung

über den Landesjugendring Thüringen 
bis 15. November 2018

  • per Onlineformular
  • per Mail post{at}ljrt-online{punkt}de
  • per FAX 0361 - 57 67 815
Anmeldung Fachtag Jugendarbeit
Sicherheitsabfrage:

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