Staatliches Schulamt Südthüringen / Gemeinsamer Unterricht

Koordinatorinnen Gemeinsamer Unterricht

Kornelia Focke
Schulamt Südthüringen
0 36 81 / 73 41 72
  E-Mail  
Annette Möhring
Schulamt Südthüringen
0 36 81 / 73 41 77
  E-Mail 
 
Gesine Mädel
Schulamt Südthüringen
0 36 81 / 73 41 82
  E-Mail
Beatrice Miller
Schulamt Südthüringen
0 36 81 / 73 41 81
  E-Mail 
 

 

Gesetzliche Grundlagen

Seit dem Schuljahr 2003/04 sind Grund- und Regelschulen sowie Gymnasien der bevorzugte Lernort für Schülerinnen und Schüler mit Beeinträchtigungen, d.h. Kinder mit und ohne sonderpädagogischem Förderbedarf lernen gemeinsam im Unterricht.

Der Gemeinsame Unterricht ist eine Form der sonderpädagogischen Förderung und verfolgt die Intention, dass möglichst alle Kinder eines Wohnortes/ Schuleinzugsbereiches gemeinsam lernen, unabhängig davon, welche Lernbedürfnisse sie haben. Dazu stehen Fachleute unterschiedlicher Professionen zur Verfügung. Darüber hinaus wird es dennoch Schüler geben, die an Förderzentren unterrichtet werden.

Das Thüringer Schulgesetz vom 1. August 2003 ermöglicht den Gemeinsamen Unterricht von Schülern mit und ohne sonderpädagogischem Förderbedarf in allen zur Verfügung stehenden Schularten in enger Zusammenarbeit mit dem Mobilen Sonderpädagogischen Diensten (MSD) der Förderschulen.

Grundsätzlich sind integrative Formen der Unterrichtung anzustreben (Thür. Schulgesetz §53II). Der Gemeinsame Unterricht kann dort durchgeführt werden, wo die notwendigen personellen, sächlichen und räumlichen Voraussetzungen gewährleistet sind; die Förderung aller Schüler muss sichergestellt sein (ThürSoFöO § 8, 9). Im Thüringer Gesetz zur Gleichstellung und Verbesserung der Integration von Menschen mit Behinderungen wurde das Recht auf gemeinsame Beschulung von Kindern mit und ohne Behinderung sowie der zieldifferente Unterricht verankert (gültig seit 24.12.2005).

Außerdem ist für das Land Thüringen seit dem Schuljahr 2008/09 ein institutionsübergreifender Bildungsplan für Kinder von 0 bis 10 Jahre verbindlich, in dem ebenso auf den Anspruch von Kindern mit Behinderungen auf eine gleichberechtigte Teilhabe an Bildung, vorzugsweise in integrativen Institutionen verwiesen wird.

Förderbedarfe

1. Pädagogischer Förderbedarf

Im Lernprozess können bei Schülern Schwierigkeiten auftreten, die sie nicht ohne zusätzliche pädagogische Unterstützung bewältigen können. Man spricht hier von besonderen Lernschwierigkeiten (Pädagogischer Förderbedarf). Lernschwierigkeiten sind zeitlich befristet und können durch pädagogische Hilfen überwunden werden. Die Pädagogischen Hilfen sind mit der jeweiligen Schule abzusprechen.
 

2. Sonderpädagogischer Förderbedarf

Haben Kinder jedoch erhebliche Probleme beim Lernen oder in der Entwicklung, die im Vergleich zu den besonderen Lernschwierigkeiten umfassender, schwerwiegender und länger anhaltend sind, spricht man von sonderpädagogischem Förderbedarf. Er ist dann anzunehmen, wenn Kinder und Jugendliche im Unterricht der Grundschule, der weiterführenden allgemein bildenden oder der berufsbildenden Schulen ohne sonderpädagogische Unterstützung  nicht hinreichend gefördert werden können.

Für Schüler, die im Gemeinsamen Unterricht unterrichtet werden und für die ein aktuelles sonderpädagogisches Gutachten vorliegt, kann nach § 28 der Thüringer Verordnung zur sonderpädagogischen Förderung  ein Nachteilsausgleich gewährt werden, über den die Klassenkonferenz oder das Staatliche Schulamt (bei Prüfungen) entscheidet.

Fachliche Empfehlungen zur sonderpädagogischen Förderung

3. Förderschwerpunkte

Sonderpädagogischer Förderbedarf bezieht sich auf Schüler mit:
•    einer Sinnesbeeinträchtigung (Hören oder Sehen)
•    einer Körperbehinderung
•    einer Beeinträchtigung im Lernen
•    einer Beeinträchtigung in der Sprache
•    Beeinträchtigungen in der emotionalen und sozialen Entwicklung
•    einer Beeinträchtigung in der geistigen Entwicklung.

Aus dem sonderpädagogischen Förderbedarf ergeben sich die Förderschwerpunkte
•    Hören,
•    Sehen, 
•    körperliche und motorische Entwicklung,
•    Lernen,
•    Sprache,
•    emotionale und soziale Entwicklung,
•    geistige Entwicklung. 

Im Gemeinsamen Unterricht werden mit  Ausnahme der Förderschwerpunkte Lernen und geistige Entwicklung alle Schüler nach gleichen Lernzielen unterrichtet.

 

Sonderpädagogisches Gutachten


Das Sonderpädagogische Gutachten ist Grundlage der sonderpädagogischen Förderung. Es dokumentiert den sonderpädagogischen Förderbedarf, leitet daraus den Förderschwerpunkt ab, beschreibt Förderansätze sowie Bedingungen, die für eine erfolgreiche Beschulung notwendig sind und empfiehlt den Bildungsgang sowie den Förderort.

Man unterscheidet dabei:

•    Erstgutachten zur Feststellung des sonderpädagogischen Förderbedarfs
•    Gutachten zur Fortschreibung im Verlauf der Schuljahre
•    Abschlussgutachten über den Wegfall sonderpädagogischen Förderbedarfs und
•    Abschlussgutachten beim Verlassen der allgemein bildenden Schule

Das Gutachten wird mindestens einmal jährlich überprüft und fortgeschrieben, mit den Eltern besprochen und ihnen ausgehändigt.

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