2019

Fachtag für Integrationskursleitende sowie Aktive in der Geflüchtetenarbeit
„Stark gegen Antisemitismus! – Judenfeindlichen Haltungen kompetent begegnen.“

Mittwoch, 10. April 2019, 10:00 – 16:00 Uhr

Antisemitismus stellt einen Grundwert und damit die Grundlage unserer Gesellschaft in Frage. Hier sollten wir alle in der Lage sein, klar Stellung zu beziehen.

Bei der Diskussion über die zunehmend antisemitischen Entwicklungen in Deutschland stehen derzeit vermehrt muslimisch geprägte Menschen im Fokus. Der Umgang mit judenfeindlichen Haltungen in der Begegnung mit Zugewanderten zum Beispiel in Integrations-und Orientierungskursen, aber auch in der sozialpädagogischen Begleitung kann herausfordernd sein. Oft fehlt es an Wissen, um entsprechenden Äußerungen selbstsicher zu begegnen. Welches sind die besonderen Hintergründe und Ursachen, die antisemitische Einstellungen im Nahen Osten prägen? Lassen sich Erkennungsmerkmale und Unterschiede bei Antisemitismus erfassen? Wie können wir darauf eingehen und was entgegnen?

Diesen und ähnlichen Fragen widmet sich unser Fachtag. Der Tag startet mit einem Grußwort des Thüringer Ministers für Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten sowie Chefs der Staatskanzlei und seit Anfang des Jahres der Antisemitismusbeauftragte der Landesregierung, Herr Prof. Dr. Benjamin-Immanuel Hoff. Den fachlichen Einstieg gibt der Vorsitzende der Jüdischen Landesgemeinde, Herrn Prof. Dr. Reinhard Schramm. Herr Thaer Issa (Projektbüro „Wir sind Paten“) berichtet von einem Begegnungsprojekt in Ausschwitz. Frau Hannah Wettig wird als Hauptreferentin zu den oben gestellten Fragen Auskunft geben. Sie studierte Sozialwissenschaften und Arabistik in Göttingen sowie Arabisch in Kairo und Damaskus und arbeitete seither in den unterschiedlichsten Bereichen. Seit 2016 koordiniert sie das Projekt "Vom Flüchtling zum Bürger und zur Bürgerin" des WADI e.V.
Die abschließende Gesprächsrunde wird noch um den Rabbiner der Jüdischen Landesgemeinde, Herrn Alexander Nachama, sowie Frau Eike Küstner, u.a. Dozentin in Integrationskursen, bereichert.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und Ihre Anmeldung bis spätestens 2. April 2019.

Einladung
Anmeldeformular


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Vernetzungs- und Interaktionsveranstaltung
"Es ist Zeit. Interkulturelle Öffnung in Thüringen Neu denken"

Mittwoch, den 27. März 2019, 12.30 -15.30 Uhr

Im November 2018 wurde das Thüringer Zentrum für Interkulturelle Öffnung als zentraler Ansprechpartner und Vernetzer für Thüringer Akteure im interkulturellen Wirkungsfeld gegründet. Zu den Aufgaben des Zentrums gehört es, die Vielfalt der Angebote im interkulturellen Bereich für ehrenamtliche Initiativen, Verwaltungseinrichtungen und Unternehmen zugänglich zu machen.

Gemeinsam mit dem Zentrum laden wir Sie ein, darüber nachzudenken und zu diskutieren, wie wir zusammen Thüringens interkulturelle Landkarte weiter gestalten und landesweit die Vielfalt an Maßnahmen zur Interkulturellen Öffnung verbreiten können.

Wir freuen uns über Ihre Ideen und Anmeldungen bis zum 19. März 2019!

Einladung IKÖ

Anmeldung IKÖ


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Informations- und Vernetzungsveranstaltung „Mitgestalten, Mitwirken, Mitbestimmen –
Migrantinnen- und Migrantenorganisationen als Orte politischer Partizipation“

Samstag, 16. März 2019, 10:00 - 14:00 Uhr

Demokratie lebt von Menschen, die mitgestalten und Verantwortung übernehmen. Auch für Migrantinnen und Migranten gibt es verschiedene Möglichkeiten, ihre Interessen zu vertreten und aktiv an gesellschaftlichen und politischen Gestaltungsprozessen mitzuwirken. Insbesondere Migrantinnen- und Migrantenorganisationen (MO) können Orte gesellschaftlicher Teilhabe sein. Immer mehr Organisationen bieten sich als Plattform und Ansprechpartnerinnen für Fragen der Vielfalt an. Ihr Engagement ist damit eine wichtige Form demokratischer Partizipation. Wie diese weiter gefördert und gelebt werden kann und was es braucht, um ein Gespräch über Fragen des Zusammenlebens auf Augenhöhe einzufordern und zu befördern, waren Schwerpunktfragen der Veranstaltung.

Rund 80 Aktive in und mit Migrantinnen- und Migrantenorganisationen in Thüringen folgten der Einladung der Beauftragten für Integration, Migration und Flüchtlinge, Mirjam Kruppa zu diesem Vernetzungstreffen. „Die Frage ist, wohin wir gehen!", betonte Lajos Fischer, Vorsitzender des Bundeszuwanderungs- und Integrationsrates, und motivierte die Migrantinnen- und Migrantenorganisationen ebenso wie die kommunalen Integrations- und Ausländerbeiräte, sich nicht nur auf "Eventmanager interkultureller Feste" reduzieren zu lassen. Ihre Hauptaufgabe sei es, demokratisch für ihre Interessen zu streiten. José Manuel Paca, Vorsitzender des Ausländerbeirates der Stadt Erfurt, stellte sich als Sprecher des Dachverbandes der Migrantenorganisationen in Ostdeutschland DaMOst vor. Sein Anliegen ist es, die spezifischen Belange der Integrations- und Migrationsarbeit in den ostdeutschen Bundesländern auf Bundesebene einzubringen.

Auf der Veranstaltung wurde auch die neue Broschüre der Beauftragten „Migrantinnen- und Migrantenorganisationen in Thüringen – Brücken des Zusammenlebens“ präsentiert. Sie stellt die verschiedenen Organisationen sowie die Integrations-, Migrations- und Ausländerbeiräte in Thüringen vor. Die Broschüre soll einladen, sich zu vernetzen, bei der Suche nach Ansprechpartnerinnen und -partnern helfen und Tipps für die Arbeit von Migrantinnen- und Migrantenorganisationen geben.

 


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Informations- und Diskussionsveranstaltung

Gemeinsam leben – Aber wie?“ Denkwerkstatt mit Mehrnousch Zaeri-Esfahani

sowie

„Aktiv für Geflüchtete – Aber wie?“

Vorstellung erster Ergebnisse unserer Umfrage und Gesprächsrunde rund ums Ehrenamt

Mittwoch, 6. März 2019, 10:00 - 16:00 Uhr

„Wenn ich bei einer guten Fee einen Wunsch für ein Projektvorhaben frei hätte, um die Ehrenamtlichen in der Thüringer Geflüchtetenarbeit zu unterstützen, dann wünschte ich mir, dass alle Thüringerinnen und Thüringer an einer Denkwerkstatt mit Mehrnousch Zaeri Esfahani teilnehmen könnten!“ fasste Mirjam Kruppa den Fachtag am 6. März zusammen.

Am Vormittag hatte die Sozialpädagogin und Autorin Zaeri Esfahani zu dem großen Themenkomplex der Integration und interkulturellen Kompetenz referiert. Dabei erzählte sie ihre eigene Lebensgeschichte, der Flucht- und Ankommenserfahrung als Tochter iranischer Eltern. Sie stellte klar: Integration ist zwar ein langer Weg, der von allen Beteiligten Geduld und Liebe fordert – aber der sich für alle lohnt!

Am Nachmittag stellte die Beauftragte einen Zwischenbericht der aktuellen Umfrage zum Thüringer Ehrenamt vor (Teilnahme bis 20.03.2019 möglich).

Im abschließenden Podium mit Eman Jamous (SprIntpool), Luise Zimmermann (WeltRaum, Jena) und Jens Thürbeck (Begegnungstätte Cabrini, Meiningen) wurde deutlich: Das Ehrenamt in Thüringen ist gut aufgestellt. Die größte Herausforderung wird in der Flüchtlingspolitik auf Bundes- und EU-Ebene gesehen. Je mehr auf dieser Ebene Aus- und Abgrenzung den Ton angeben, desto schwieriger ist es für die Zivilgesellschaft, Willkommenskultur zu leben.

Artikel der Thüringer Allgemeine


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Informations- und Diskussionsveranstaltung „Roma in Deutschland – zwischen Romantisierung, Realität und Rassismus“

Mittwoch, 30. Januar 2019

„Schubladen helfen nicht weiter“ ist eines der Fazits der Veranstaltung „Roma in Deutschland - zwischen Romantisierung, Realität und Rassismus“, zu der die Beauftragte am 30. Januar 2019 nach Erfurt einlud.

 

Seit Jahrhunderten leben Roma in Deutschland. Sie sind in Deutschland ebenso wie deutsche Sinti als Minderheit anerkannt. Oft wahrgenommen als Balkanflüchtlinge handelt es sich bei den neu zugewanderten Roma hauptsächlich um Arbeitsmigrantinnen und -migranten aus EU-Staaten. Roma waren und sind massiv von Vorurteilen und Ausgrenzung betroffen. Doch was wissen wir wirklich? Wie sieht die Realität in Vergangenheit und Gegenwart aus? Welche Wege gibt es, die gesellschaftliche Akzeptanz und Wertschätzung sowie die Partizipationsmöglichkeiten von Romafamilien in Thüringen zu erhöhen?

 

Referent Christoph Leucht, Projektberater und Rommediatoren-Trainer unter anderem im ROMACT Programm des Europarats, entlarvte und erläuterte auch mit Blick auf die historische Entwicklung Vorurteile und Stereotype, mit denen Roma und Sinti konfrontiert sind. Bei der Frage, was es zu tun gäbe, verwies er auch auf die EU Vorgabe an alle Mitgliedsstaaten, nationale Strategien zur Integration der Roma zu entwickeln und umzusetzen. Hierfür habe die Bundesregierung noch nicht viel vorzuweisen.

 

Prof. Reinhard Schramm, Vorsitzender der jüdischen Landesgemeinde, betonte beim abschließenden ExpertInnengespräch das verbindende Schicksal: „Unsere Vorfahren sind in den gleichen Gaskammern ermordet worden“ und erklärt sich in seinem Statement mit den Sinti und Roma solidarisch.

 

Christina Büttner, ezra Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Thüringen, Anne Tahirovic, IDZ Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft bestätigten, dass auch aus ihrer Sicht erheblicher Sensibilisierungsbedarf zu dem Thema besteht.

 

Ergänzt wurde die Veranstaltung durch die Vorstellung des 2017 gegründeten Landesverbandes der Roma, RomnoKher Thüringen e.V. Der Verein hat sich zum Ziel gesetzt, die gesellschaftliche Teilhabe von Roma und Sinti zu stärken. Vereinsvorsitzender Jens Hellmann und Elvira Böhm-Demir stellten ihr Anliegen und ihre Arbeit vor. Die Internetpräsenz von RomnoKher e.V. ist noch im Aufbau. Solange vermittelt das Büro der BIMF gern den Kontakt zum Vereinsvorsitzenden Jens Hellmann.  

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