2019

Informations- und Vernetzungsveranstaltung

„Eigeninitiativ - Ehrenamtlich - Engagiert! …für Geflüchtete in Thüringen“
Mittwoch, 20. November 2019, 10:00 bis 16:00 Uhr, Werner-Seelenbinder-Straße 6, 99096 Erfurt

Welches sind die aktuellen Herausforderungen und Wünsche von Ehrenamtlichen? Was hat sich in den letzten Jahren geändert? Wie können wir auf neue Situationen und Bedarfe reagieren? Um auf diese Fragen Antworten zu finden und zu geben, luden die Thüringer Integrationsbeauftragte und ihr Team Thüringer Integrationsakteurinnen und -akteure zum fachlichen Austausch. Der Vortrag von Frau Rabah-Melodie Moussa, Projektleiterin „Engagiert integriert“ gab einen Rückblick, Einblick und Ausblick zum Engagement für Geflüchtete in Mitteldeutschland. Dabei wurden aktuelle Herausforderungen bei Multiplikator-Schulungen, Sprachmittlung sowie Angebote für Frauen und Männer diskutiert.

Die Ehrenamtskoordination der Beauftragten stellte die Broschüre „Engagiert für Geflüchtete“ mit Thüringer Umfrageergebnissen zum Ehrenamt vor.

Im Praxisaustausch am Nachmittag berichteten Ehrenamtliche sowie Integrationsakteure und -akteurinnen über ihre Erfahrungen. Als herausfordernd sahen sie häufig die Zusammenarbeit mit Behörden sowie die fehlende Planungssicherheit für Initiativen und Projekte durch unsichere Finanzierungslagen. Sorgen bereiteten den Teilnehmenden zunehmende rassistische Anfeindungen aufgrund ihres Engagements für Geflüchtete sowie gegenüber den Zugewanderten selbst. Weitere Themen im Austausch waren Wertschätzung und Nachwuchsgewinnung im Ehrenamt, die Bedeutung der sogenannten Augenhöhe gegenüber Geflüchteten sowie politische Teilhabe von Zugewanderten. 
 


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Fachtagung

Vorstellung des ersten Thüringer Zuwanderungs- und Integrationsberichts: Zahlen – Aufgaben – Perspektiven

Dienstag, 22. Oktober 2019, 14:00 – 16:00 Uhr

Die integrationspolitischen Maßnahmen der rot-rot-grünen Landesregierung haben Thüringen auf einen guten Kurs gebracht. Das bescheinigte am 22. Oktober 2019 Prof. Dr. Frank Kalter vom Deutschen Zentrum für Integrations- und Migrationsforschung (DeZIM Institut) bei der Fachtagung zum ersten Thüringer Zuwanderungs- und Integrationsbericht (ZIB). Die Beauftragte hatte ihn und den Projektkoordinator Dr. Christian Hunkler eingeladen, als Autoren des Berichts die Ergebnisse vorzustellen. Der ZIB gibt eine erste umfassende Datenbasis zu Zuwanderung und den diversen Handlungsfeldern der Integration in Thüringen, hob Kruppa hervor. Gleichzeitig macht der Bericht deutlich, welche Datenlücken bestehen, um aussagekräftig für bestimmte Bereiche zu sein. Gemeinsam mit Fachvertreterinnen und –vertretern des Landes und aus den Kommunen diskutierte die Beauftragte, wie ein Monitoring in diesem Bereich künftig etabliert werden sollte.

Hier der Link zum ZIB 2019.


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Informationsveranstaltung

„Neustart im Team – NesT: Aufnahmeprogramm mit zivilgesellschaftlicher Unterstützung“

Montag, 23. September 2019, 17:00 - 19:00 Uhr

Seit Mai 2019 gibt es ein neues Aufnahmeprogramm des Bundes für besonders schutzbedürftige Geflüchtete. Im Rahmen des Pilotprogramms ‚Neustart im Team (NesT)‘ erhalten zusätzlich bis zu 500 Geflüchtete aus den Erst-Zufluchtsstaaten Ägypten, Libanon, Äthiopien und Jordanien die Möglichkeit einer sicheren Einreise nach Deutschland. Die Aufnahme ist an die Unterstützung der Geflüchteten durch eine Gruppe von ehrenamtlichen Mentorinnen und Mentoren gebunden. Sie sollen die Integration vor Ort begleiten und finanziell unterstützen. Dieser Ansatz, der auch 2020 fortgeführt werden soll, ist in Deutschland neu. Er bietet neue Möglichkeiten, aber auch Herausforderungen für ehrenamtlich Engagierte.

Auf der gemeinsamen Informationsveranstaltung der Diakonie Mitteldeutschland und der Thüringer Beauftragten für Integration, Migration und Flüchtlinge stellte eine Vertreterin der Zivilgesellschaftlichen Kontaktstelle (ZKS) die Grundgedanken des Programms vor und informierte über die Rahmenbedingungen zur Übernahme einer Mentorenschaft. Die ZKS begleitet das Programm als unabhängige und verbandsübergreifende Informationsstelle und berät interessierte Mentorinnen und Mentoren in allen Phasen der Mentorenschaft. Sie wird von Wohlfahrtsverbänden und Kirche getragen.

Wie werde ich Mentor*in? Welche Verpflichtungen gehe ich damit ein und wo finde ich weitere Unterstützung? Wie kann NesT in Thüringen umgesetzt werden? Diesen und vielen weiteren Fragen wurde auf der gemeinsamen Veranstaltung nachgegangen.

Auf der Homepage des Pilotprogramms www.neustartimteam.de finden Sie alle Informationen und Kontaktmöglichkeiten zur ZKS sowie den „Leitfaden für Mentorinnen und Mentoren“ unter https://www.neustartimteam.de/wp-content/uploads/2019/08/Leitfaden-fuer-MentorenInnen.pdf.
 

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Eröffnungsveranstaltung Interkulturelle Woche 2019

ZUSAMMEN LEBEN, ZUSAMMEN WACHSEN mit Vorstellung des Theaterstücks „Spitzkehre“ 

Donnerstag, 19. September 2019, 18:00 Uhr, Schotte e.V. Erfurt

Zur Eröffnung der diesjährigen Interkulturellen Woche lud Mirjam Kruppa in das Theater „die Schotte“ in Erfurt. Ein Schauspielensemble von Laien- und Profischauspielenden aus Thüringen und aller Welt verzauberte die mehr als 120 Gäste mit Geschichte und Geschichten vom Rennsteig. Dabei wurde deutlich: „ZUSAMMEN LEBEN, ZUSAMMEN WACHSEN“ ist nicht nur das Motto der Interkulturellen Woche sondern auch ganz alltägliche Realität.

Mirjam Kruppa war als Touristin in das Stück integriert. Der Kellnerin erklärte sie: „Integration und das Eintreten für Menschenwürde und Menschenrechte sind grundlegend für ein gutes Zusammenleben. Dazu gehört auch, dass man Menschen im Mittelmeer nicht ertrinken lässt!“

Beim anschließenden Buffet mischten sich die über 20 Darstellenden mit den Gästen und es kam es zu einem lebhaften Austausch, bei dem nicht nur zusammen gegessen und getrunken, sondern auch zusammen geredet und gelacht wurde. 


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Informationsveranstaltung

"Afghanistan heute – Heimat, Flucht und Perspektiven?"

Mittwoch, 11. September 2019, 10:00 – 16:00 Uhr

„Ein durch Krieg und Gewalt geprägtes Heimatland, ein unsicherer Aufenthalt in Deutschland“, fasst die Thüringer Beauftragte für Integration, Migration und Flüchtlinge die Last vieler in Thüringen lebender Geflüchteter zusammen. 

Afghanische Geflüchtete sind eine der größten langjährigen Flüchtlingsgruppen weltweit. In den letzten vier Jahrzehnten mussten viele Afghaninnen und Afghanen ihr Land dauerhaft verlassen. Eine Vielzahl der in Deutschland lebenden afghanischen Geflüchteten hat sich seither gut in die hiesige Gesellschaft und den Arbeitsmarkt integriert. Ein Teil von ihnen lebt jedoch ohne sicheren Aufenthalt und damit in unsicherer Perspektive. „Die Sorge um das Schicksal der aus Afghanistan Geflüchteten treibt viele Thüringerinnen und Thüringer, die in der Migrations- und Integrationsarbeit tätig sind, um“, weiß Mirjam Kruppa.

Wie sind die derzeitige Sicherheitslage und die alltägliche Situation in Afghanistan einzuschätzen? Wie entwickelt sich die deutsche Politik im Hinblick auf afghanische Geflüchtete? Welche Perspektiven haben sie in Thüringen?

Diesen und ähnlichen Fragen widmete sich unser Fachtag. Dabei wurden nicht nur die Entwicklungen in Afghanistan in den Blick genommen, sondern auch die politischen und rechtlichen Rahmenbedingungen, der nach Deutschland geflüchteten Menschen. Rahmatullah Batoor, Referent im Büro der Beauftragten für Integration, Migration und Flüchtlinge, führte mit einen Überblick über die internationalen politischen Zusammenhänge in Afghanistan in das Thema ein und berichtete über seine persönlichen Eindrücke während seines letzten Afghanistanaufenthaltes Anfang diesen Jahres. Die Afghanistanexpertin, Friederike Stahlmann, gab umfassende Einblicke in politische Entwicklungen und Sicherheitslage in Afghanistan und verdeutlichte die derzeitige humanitäre Lage im Hinblick auf das Rückkehrland Afghanistan. Die Sprecherin für Migration und Integration der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Filiz Polat, informierte über politische Entwicklungen in Deutschland. Dr. Christian Scheibenhof, Fachanwalt für Migrationsrecht beleuchtete im Anschluss die rechtliche Situation und erläuterte mögliche Perspektiven afghanischer Asylsuchender in Thüringen. Abschließend erläuterte Mirjam Kruppa die Möglichkeiten der Thüringer Härtefallkommission.

Über 90 Interessierte waren der Einladung nach Erfurt gefolgt.


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Fachtag

"Stärkung von Kita-Fachkräften im Umgang mit Kindern und Familien mit Fluchterfahrungen“

Mittwoch, 3. Juli 2019, 10:00 – 16:00 Uhr

„Der Bedarf an konkreten Hilfestellungen für den Kita-Arbeitsalltag ist groß.“ Mit diesen Worten eröffnete die Beauftragte für Integration, Migration und Flüchtlinge, Mirjam Kruppa, den Fachtag „Stärkung von Kita-Fachkräften im Umgang mit Kindern und Familien mit Fluchterfahrungen“. Immer wieder sind Fachkräfte in Kitas herausgefordert, neue und bedürfnisorientierte Entwicklungsprozesse zu initiieren, Strukturen und Abläufe weiter zu entwickeln oder pädagogische Prozesse vor dem Hintergrund aktueller Alltagsanforderungen zu verändern. Für Kinder und Familien mit Fluchterfahrungen kann die Kita ein wichtiger Begleiter sein, um das Ankommen und Einleben zu unterstützen. „Es gibt zahlreiche Unterstützungsangebote für die diversen Herausforderungen, die die Integration Geflüchteter im Kindergarten mit sich bringen kann. Wir müssen daran arbeiten, diese noch besser bekannt zu machen“, fasst Kruppa ihr Anliegen zusammen.

Was brauchen Kinder und Familien mit Fluchterfahrungen? Wie kann ein stärken- und ressourcen-orientierter Umgang mit ihnen gefördert und gelebt werden? Welche konkreten Hilfen stehen Fachkräften in Kitas zur Verfügung?

Diesen und ähnlichen Fragen widmete sich unser Fachtag. Ziel war es, Kita-Teams in der Begegnung mit Kindern und Familien mit Fluchterfahrungen zu unterstützen. Rund 80 Kita-Fachkräfte waren der Einladung nach Erfurt gefolgt.

Nach einem fachlichen Input von Dr. Johanna Graf, psychologische Psychotherapeutin am Universitätsklinikum Tübingen sowie von Volker Abdel Fattah, Soziologe und gefragter Referent in der Kinder- und Jugendhilfe, stellten sich beim „Markt der Möglichkeiten“ verschiedene Thüringer Projekte und Angebote vor. Diese unterstützen Kindergärten, für die betroffenen Kinder und ihre Familien Orte der Fluchtbewältigung und Integration zu sein. Dabei ging es beispielsweise um Sprach- und Kulturmittlung, die Bereitstellung von Arbeitsmaterial, Supervisionsmöglichkeiten und Traumabewältigung. Am Beispiel des „Netzwerks Geraer Kindertagesstätten“, das sich ebenfalls präsentierte, wurde deutlich, wie gewinnbringend eine gute Kommunikation und Verzahnung der unterschiedlichen Angebote vor Ort ist.


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Fachtag
Ausblick auf die Entwürfe zum „Fachkräfteeinwanderungsgesetz“ und zum „Gesetz über Duldung bei Ausbildung und Beschäftigung“

Mittwoch, 22. Mai 2019, 10:00 – 15:00 Uhr

„Wir brauchen große Schritte! Dem werden die aktuellen Gesetzesentwürfe der Bundesregierung zur Zuwanderung, sowie Ausbildungs- und Beschäftigungsduldung nicht gerecht.“ Mit dieser Einschätzung eröffnete Mirjam Kruppa, Thüringer Beauftragte für Integration, Migration und Flüchtlinge, am 22.05. den Fachtag, der diesem Thema gewidmet war. Über 100 Interessierte waren der Einladung nach Erfurt gefolgt.

Auch Migrationsminister Lauinger unterstrich in einem kurzen Grußwort die Bedeutung des Themas für den Freistaat. Prof. Dr. Michael Behr, Abteilungsleiter für Arbeit und Qualifizierung im Thüringer Arbeitsministerium verdeutlichte in seinem Vortrag, wie entscheidend Zuwanderung für eine positive Demografie- und Arbeitsmarktentwicklung in Thüringen ist. „Gerade die neuen Bundesländer brauchen ein liberales und offenes Zuwanderungsgesetz“, so Prof. Dr. Behr. Frau Kristin von Graefe (Thüringer Agentur Für Fachkräftegewinnung) stellte die geplanten Änderungen des Fachkräfteeinwanderungsgesetzes und die Auswirkungen auf Thüringen vor.

Herr Dr. Michael Maier-Borst, Referatsleiter im Arbeitsstab der Bundesbeauftragten für Migration, Flüchtlinge und Integration, gab einen Überblick über die gesetzlichen Entwicklungen insbesondere in Bezug auf Regelungen zur Duldung bei Ausbildung und Beschäftigung. „Die aktuellen Gesetzesvorhaben spiegeln die Diversität und auch die widerstreitenden Interessen der Koalitionspartner wider“, erklärte Dr. Maier-Borst. Er appellierte an Thüringen, seine Länderspielräume voll auszuschöpfen.

 


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Fachtag für Integrationskursleitende sowie Aktive in der Geflüchtetenarbeit
„Stark gegen Antisemitismus! – Judenfeindlichen Haltungen kompetent begegnen.“

Mittwoch, 10. April 2019, 10:00 – 16:00 Uhr

"Es ist wichtig, eine klare Haltung gegen Antisemitismus zu haben und diese auch nach außen zu tragen." Mit diesen Worten eröffnete die Beauftragte für Integration, Migration und Flüchtlinge, Mirjam Kruppa, den Fachtag "Stark gegen Antisemitismus - judenfeindlichen Haltungen kompetent begegnen". Rund 70 Integrationskursleitende und Aktive in der Geflüchtetenarbeit kamen der Einladung nach. „Bei der aktuellen Debatte über die zunehmend antisemitischen Entwicklungen in Deutschland stehen derzeit vermehrt Zugewanderte aus dem Nahen Osten im Fokus. Unterstützung für einen differenzierten und kompetenten Umgang mit antisemitischen Äußerungen in Integration- und Orientierungskursen und in der sozialpädagogischen Begleitung zu geben, war Ziel dieses Fachtags“, erklärt Kruppa den Hintergrund der Veranstaltung.

"Antisemitismus ist tatsächlich ein gesamtgesellschaftliches Problem und kein Problem der Juden", betonte Prof. Dr. Reinhard Schramm, Vorsitzender der Jüdischen Landesgemeinde in Thüringen, in seinem Eingangsstatement. "Hier muss die Gesellschaft etwas tun, damit sie nicht Schaden nimmt", appelliert Schramm nachdrücklich. Damit Integration gelingt, müsse insbesondere in Bildung investiert werden.

Hier setzte die Referentin Hannah Wettig an und vermittelte Hintergrundwissen zur Prägung und Erziehung Zugewanderter aus den Ländern des Nahen Ostens. Dabei erklärte sie die Bedeutung und den Einfluss von Verschwörungstheorien, die insbesondere in diktatorischen Gesellschaften auf fruchtbaren Boden fallen. Vor diesem Hintergrund seien eine Vielzahl antisemitischer Äußerungen von Zugewanderten aus dem Nahen Osten zu verstehen und im Austausch auch zu entkräften. Begegnungsangebote, wie die gemeinsamen Besuche muslimischer und jüdischer junger Menschen in Auschwitz, die das Erfurter „Wir sind Paten“ Büro (Thaer Issa) organisiert, würden dazu gute Anstöße schaffen. Der Rabbiner der jüdischen Landesgemeinde, Alexander Nachama, unterstrich die Sinnhaftigkeit solcher Begegnungsangebote und betonte, dass auch seine Gemeinde beispielsweise für Besuche von Schulklassen offen stehe.

„Wünschenswert ist, die Unterrichtenden in Integrations- und Orientierungskursen für das Thema besser zu wappnen“, forderte Eike Küstner, Dozentin in Integrationskursen. Die Unterrichtenden seien in erster Linie für den Sprachunterricht qualifiziert. Das straffe Programm mache es schwierig, in sinnvoller Art und Weise auf ein so wichtiges Thema einzugehen. Hilfreich wäre unter anderem besser aufbereitetes Lehrmaterial.

Prof. Dr Benjamin-Immanuel Hoff, Chef der Thüringer Staatskanzlei und Thüringer Minister für Kultur-, Bundes und Europaangelegenheiten, betonte, dass jüdisches Leben nicht nur in der Vergangenheit sondern auch heute zum Thüringer Alltag dazugehöre. Als „Beauftragter für jüdisches Leben in Thüringen und die Bekämpfung des Antisemitismus“ begrüßte er den Fachtag ausdrücklich.


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Vernetzungs- und Interaktionsveranstaltung
"Es ist Zeit. Interkulturelle Öffnung in Thüringen Neu denken"

Mittwoch, den 27. März 2019, 12.30 -15.30 Uhr

Im November 2018 wurde das Thüringer Zentrum für Interkulturelle Öffnung als zentraler Ansprechpartner und Vernetzer für Thüringer Akteure im interkulturellen Wirkungsfeld gegründet.

Zu den Aufgaben des Zentrums gehört es, die Vielfalt der Angebote im interkulturellen Bereich für ehrenamtliche Initiativen, Verwaltungseinrichtungen und Unternehmen zugänglich zu machen (Vernetzung, Koordinierung, Verweisberatung, Begleitung, Entwicklung).

Gemeinsam mit dem Zentrum haben wir diskutiert, wie wir zusammen Thüringens interkulturelle Landkarte weiter gestalten und landesweit die Vielfalt an Maßnahmen zur Interkulturellen Öffnung verbreiten können.

 

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Informations- und Vernetzungsveranstaltung „Mitgestalten, Mitwirken, Mitbestimmen –
Migrantinnen- und Migrantenorganisationen als Orte politischer Partizipation“

Samstag, 16. März 2019, 10:00 - 14:00 Uhr

Demokratie lebt von Menschen, die mitgestalten und Verantwortung übernehmen. Auch für Migrantinnen und Migranten gibt es verschiedene Möglichkeiten, ihre Interessen zu vertreten und aktiv an gesellschaftlichen und politischen Gestaltungsprozessen mitzuwirken. Insbesondere Migrantinnen- und Migrantenorganisationen (MO) können Orte gesellschaftlicher Teilhabe sein. Immer mehr Organisationen bieten sich als Plattform und Ansprechpartnerinnen für Fragen der Vielfalt an. Ihr Engagement ist damit eine wichtige Form demokratischer Partizipation. Wie diese weiter gefördert und gelebt werden kann und was es braucht, um ein Gespräch über Fragen des Zusammenlebens auf Augenhöhe einzufordern und zu befördern, waren Schwerpunktfragen der Veranstaltung.

Rund 80 Aktive in und mit Migrantinnen- und Migrantenorganisationen in Thüringen folgten der Einladung der Beauftragten für Integration, Migration und Flüchtlinge, Mirjam Kruppa zu diesem Vernetzungstreffen. „Die Frage ist, wohin wir gehen!", betonte Lajos Fischer, Vorsitzender des Bundeszuwanderungs- und Integrationsrates, und motivierte die Migrantinnen- und Migrantenorganisationen ebenso wie die kommunalen Integrations- und Ausländerbeiräte, sich nicht nur auf "Eventmanager interkultureller Feste" reduzieren zu lassen. Ihre Hauptaufgabe sei es, demokratisch für ihre Interessen zu streiten. José Manuel Paca, Vorsitzender des Ausländerbeirates der Stadt Erfurt, stellte sich als Sprecher des Dachverbandes der Migrantenorganisationen in Ostdeutschland DaMOst vor. Sein Anliegen ist es, die spezifischen Belange der Integrations- und Migrationsarbeit in den ostdeutschen Bundesländern auf Bundesebene einzubringen.

Auf der Veranstaltung wurde auch die neue Broschüre der Beauftragten „Migrantinnen- und Migrantenorganisationen in Thüringen – Brücken des Zusammenlebens“ präsentiert. Sie stellt die verschiedenen Organisationen sowie die Integrations-, Migrations- und Ausländerbeiräte in Thüringen vor. Die Broschüre soll einladen, sich zu vernetzen, bei der Suche nach Ansprechpartnerinnen und -partnern helfen und Tipps für die Arbeit von Migrantinnen- und Migrantenorganisationen geben.

 


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Informations- und Diskussionsveranstaltung

Gemeinsam leben – Aber wie?“ Denkwerkstatt mit Mehrnousch Zaeri-Esfahani

sowie

„Aktiv für Geflüchtete – Aber wie?“

Vorstellung erster Ergebnisse unserer Umfrage und Gesprächsrunde rund ums Ehrenamt

Mittwoch, 6. März 2019, 10:00 - 16:00 Uhr

„Wenn ich bei einer guten Fee einen Wunsch für ein Projektvorhaben frei hätte, um die Ehrenamtlichen in der Thüringer Geflüchtetenarbeit zu unterstützen, dann wünschte ich mir, dass alle Thüringerinnen und Thüringer an einer Denkwerkstatt mit Mehrnousch Zaeri Esfahani teilnehmen könnten!“ fasste Mirjam Kruppa den Fachtag am 6. März zusammen.

Am Vormittag hatte die Sozialpädagogin und Autorin Zaeri Esfahani zu dem großen Themenkomplex der Integration und interkulturellen Kompetenz referiert. Dabei erzählte sie ihre eigene Lebensgeschichte, der Flucht- und Ankommenserfahrung als Tochter iranischer Eltern. Sie stellte klar: Integration ist zwar ein langer Weg, der von allen Beteiligten Geduld und Liebe fordert – aber der sich für alle lohnt!

Am Nachmittag stellte die Beauftragte einen Zwischenbericht der aktuellen Umfrage zum Thüringer Ehrenamt vor (Teilnahme bis 20.03.2019 möglich).

Im abschließenden Podium mit Eman Jamous (SprIntpool), Luise Zimmermann (WeltRaum, Jena) und Jens Thürbeck (Begegnungstätte Cabrini, Meiningen) wurde deutlich: Das Ehrenamt in Thüringen ist gut aufgestellt. Die größte Herausforderung wird in der Flüchtlingspolitik auf Bundes- und EU-Ebene gesehen. Je mehr auf dieser Ebene Aus- und Abgrenzung den Ton angeben, desto schwieriger ist es für die Zivilgesellschaft, Willkommenskultur zu leben.

Artikel der Thüringer Allgemeine


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Informations- und Diskussionsveranstaltung „Roma in Deutschland – zwischen Romantisierung, Realität und Rassismus“

Mittwoch, 30. Januar 2019

„Schubladen helfen nicht weiter“ ist eines der Fazits der Veranstaltung „Roma in Deutschland - zwischen Romantisierung, Realität und Rassismus“, zu der die Beauftragte am 30. Januar 2019 nach Erfurt einlud.

 

Seit Jahrhunderten leben Roma in Deutschland. Sie sind in Deutschland ebenso wie deutsche Sinti als Minderheit anerkannt. Oft wahrgenommen als Balkanflüchtlinge handelt es sich bei den neu zugewanderten Roma hauptsächlich um Arbeitsmigrantinnen und -migranten aus EU-Staaten. Roma waren und sind massiv von Vorurteilen und Ausgrenzung betroffen. Doch was wissen wir wirklich? Wie sieht die Realität in Vergangenheit und Gegenwart aus? Welche Wege gibt es, die gesellschaftliche Akzeptanz und Wertschätzung sowie die Partizipationsmöglichkeiten von Romafamilien in Thüringen zu erhöhen?

 

Referent Christoph Leucht, Projektberater und Rommediatoren-Trainer unter anderem im ROMACT Programm des Europarats, entlarvte und erläuterte auch mit Blick auf die historische Entwicklung Vorurteile und Stereotype, mit denen Roma und Sinti konfrontiert sind. Bei der Frage, was es zu tun gäbe, verwies er auch auf die EU Vorgabe an alle Mitgliedsstaaten, nationale Strategien zur Integration der Roma zu entwickeln und umzusetzen. Hierfür habe die Bundesregierung noch nicht viel vorzuweisen.

 

Prof. Reinhard Schramm, Vorsitzender der jüdischen Landesgemeinde, betonte beim abschließenden ExpertInnengespräch das verbindende Schicksal: „Unsere Vorfahren sind in den gleichen Gaskammern ermordet worden“ und erklärt sich in seinem Statement mit den Sinti und Roma solidarisch.

 

Christina Büttner, ezra Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Thüringen, Anne Tahirovic, IDZ Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft bestätigten, dass auch aus ihrer Sicht erheblicher Sensibilisierungsbedarf zu dem Thema besteht.

 

Ergänzt wurde die Veranstaltung durch die Vorstellung des 2017 gegründeten Landesverbandes der Roma, RomnoKher Thüringen e.V. Der Verein hat sich zum Ziel gesetzt, die gesellschaftliche Teilhabe von Roma und Sinti zu stärken. Vereinsvorsitzender Jens Hellmann und Elvira Böhm-Demir stellten ihr Anliegen und ihre Arbeit vor. Die Internetpräsenz von RomnoKher e.V. ist noch im Aufbau. Solange vermittelt das Büro der BIMF gern den Kontakt zum Vereinsvorsitzenden Jens Hellmann.  

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