2019

Fachtag

"Stärkung von Kita-Fachkräften im Umgang mit Kindern und Familien mit Fluchterfahrungen“

Mittwoch, 3. Juli 2019, 10:00 – 16:00 Uhr

Immer wieder sind Fachkräfte in Kitas herausgefordert, neue und bedürfnisorientierte Entwicklungsprozesse zu initiieren, Strukturen und Abläufe weiter zu entwickeln oder pädagogische Prozesse vor dem Hintergrund aktueller Alltagsanforderungen zu verändern. Für Kinder und Familien mit Fluchterfahrungen kann die Kita ein wichtiger Begleiter sein, um das Ankommen und Einleben zu unterstützen. 

Was brauchen Kinder und Familien mit Fluchterfahrungen? Wie kann ein stärken- und ressourcen-orientierter Umgang mit ihnen gefördert und gelebt werden? Welche konkreten Hilfen stehen Fachkräften in Kitas zur Verfügung?

Diesen und ähnlichen Fragen widmet sich unser Fachtag. Ziel ist es, Kita-Teams in der Begegnung mit Kindern und Familien mit Fluchterfahrungen zu unterstützen. Dazu wird es am Vormittag fachliche Impulse zu Bedingungen und Voraussetzungen der pädagogischen Begleitung sowie zu Aspekten möglicher psychosozialer Belastungen geben. Im Nachmittagsteil bieten wir drei parallel stattfindende Workshops an. Workshop 1 und 2 bauen vertiefend auf die Inhalte des Vormittags auf. Workshop 3 richtet sich an Teilnehmende, die in ihrem Kita-Alltag einer konkreten Herausforderung bei der Begleitung geflüchteter Kinder und Eltern gegenüberstehen und an einer zielgerichteten Fallberatung interessiert sind.

Die Zahl der Teilnehmenden ist aus Platzgründen auf 60 Personen begrenzt. Wir bitten um Verständnis, dass, falls die Anzahl der Anmeldungen die mögliche Zahl der Teilnehmenden übersteigt, bevorzugt Kita-Fachkräfte teilnehmen dürfen.

Wir freuen uns auf Ihre Anmeldung bis spätestens 18. Juni 2019.

Einladung

Anmeldung


Pfeil nach oben

Fachtag
Ausblick auf die Entwürfe zum „Fachkräfteeinwanderungsgesetz“ und zum „Gesetz über Duldung bei Ausbildung und Beschäftigung“

Mittwoch, 22. Mai 2019, 10:00 – 15:00 Uhr

Das Bundeskabinett hat sich am 19.12.2018 auf einen Entwurf für ein „Fachkräfteeinwanderungsgesetz“ und den Entwurf eines „Gesetzes über Duldung bei Ausbildung und Beschäftigung“ geeinigt. Nun befinden sich diese Entwürfe in der Bund-Länder-Abstimmung.
Doch was verbirgt sich hinter diesen Gesetzesentwürfen? Wie soll die Zuwanderung von Fachkräften aus dem Ausland gesteuert werden? Wo werden die Schwerpunkte bei bereits zugewanderten Fach-kräften im Inland gesetzt? Was bringt eine neue Ausbildungs- bzw. Beschäftigungsduldung?
Diesen und all Ihren sonstigen Fragen wollen wir gemeinsam bei einem Fachtag nachgehen.

Kirstin von Graefe, Referentin der „Thüringer Agentur Für Fachkräftegewinnung (ThAFF) / Landesentwicklungsgesellschaft“, wirft einen Blick auf die Neuerungen bei der Fachkräftezuwanderung.

Dr. Michael Maier-Borst wird am Nachmittag den Entwurf der Ausbildungs- und Beschäftigungsduldung betrachten und ausloten, ob mit diesem Gesetz der sogenannte „Spurwechsel“ für bereits zugewanderte Fachkräfte im Inland vollzogen werden kann.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und Ihre Anmeldung bis spätestens 14. Mai 2019.

Einladung

Anmeldung


Pfeil nach oben

Fachtag für Integrationskursleitende sowie Aktive in der Geflüchtetenarbeit
„Stark gegen Antisemitismus! – Judenfeindlichen Haltungen kompetent begegnen.“

Mittwoch, 10. April 2019, 10:00 – 16:00 Uhr

"Es ist wichtig, eine klare Haltung gegen Antisemitismus zu haben und diese auch nach außen zu tragen." Mit diesen Worten eröffnete die Beauftragte für Integration, Migration und Flüchtlinge, Mirjam Kruppa, den Fachtag "Stark gegen Antisemitismus - judenfeindlichen Haltungen kompetent begegnen". Rund 70 Integrationskursleitende und Aktive in der Geflüchtetenarbeit kamen der Einladung nach. „Bei der aktuellen Debatte über die zunehmend antisemitischen Entwicklungen in Deutschland stehen derzeit vermehrt Zugewanderte aus dem Nahen Osten im Fokus. Unterstützung für einen differenzierten und kompetenten Umgang mit antisemitischen Äußerungen in Integration- und Orientierungskursen und in der sozialpädagogischen Begleitung zu geben, war Ziel dieses Fachtags“, erklärt Kruppa den Hintergrund der Veranstaltung.

"Antisemitismus ist tatsächlich ein gesamtgesellschaftliches Problem und kein Problem der Juden", betonte Prof. Dr. Reinhard Schramm, Vorsitzender der Jüdischen Landesgemeinde in Thüringen, in seinem Eingangsstatement. "Hier muss die Gesellschaft etwas tun, damit sie nicht Schaden nimmt", appelliert Schramm nachdrücklich. Damit Integration gelingt, müsse insbesondere in Bildung investiert werden.

Hier setzte die Referentin Hannah Wettig an und vermittelte Hintergrundwissen zur Prägung und Erziehung Zugewanderter aus den Ländern des Nahen Ostens. Dabei erklärte sie die Bedeutung und den Einfluss von Verschwörungstheorien, die insbesondere in diktatorischen Gesellschaften auf fruchtbaren Boden fallen. Vor diesem Hintergrund seien eine Vielzahl antisemitischer Äußerungen von Zugewanderten aus dem Nahen Osten zu verstehen und im Austausch auch zu entkräften. Begegnungsangebote, wie die gemeinsamen Besuche muslimischer und jüdischer junger Menschen in Auschwitz, die das Erfurter „Wir sind Paten“ Büro (Thaer Issa) organisiert, würden dazu gute Anstöße schaffen. Der Rabbiner der jüdischen Landesgemeinde, Alexander Nachama, unterstrich die Sinnhaftigkeit solcher Begegnungsangebote und betonte, dass auch seine Gemeinde beispielsweise für Besuche von Schulklassen offen stehe.

„Wünschenswert ist, die Unterrichtenden in Integrations- und Orientierungskursen für das Thema besser zu wappnen“, forderte Eike Küstner, Dozentin in Integrationskursen. Die Unterrichtenden seien in erster Linie für den Sprachunterricht qualifiziert. Das straffe Programm mache es schwierig, in sinnvoller Art und Weise auf ein so wichtiges Thema einzugehen. Hilfreich wäre unter anderem besser aufbereitetes Lehrmaterial.

Prof. Dr Benjamin-Immanuel Hoff, Chef der Thüringer Staatskanzlei und Thüringer Minister für Kultur-, Bundes und Europaangelegenheiten, betonte, dass jüdisches Leben nicht nur in der Vergangenheit sondern auch heute zum Thüringer Alltag dazugehöre. Als „Beauftragter für jüdisches Leben in Thüringen und die Bekämpfung des Antisemitismus“ begrüßte er den Fachtag ausdrücklich.


Pfeil nach oben

Vernetzungs- und Interaktionsveranstaltung
"Es ist Zeit. Interkulturelle Öffnung in Thüringen Neu denken"

Mittwoch, den 27. März 2019, 12.30 -15.30 Uhr

Im November 2018 wurde das Thüringer Zentrum für Interkulturelle Öffnung als zentraler Ansprechpartner und Vernetzer für Thüringer Akteure im interkulturellen Wirkungsfeld gegründet.

Zu den Aufgaben des Zentrums gehört es, die Vielfalt der Angebote im interkulturellen Bereich für ehrenamtliche Initiativen, Verwaltungseinrichtungen und Unternehmen zugänglich zu machen (Vernetzung, Koordinierung, Verweisberatung, Begleitung, Entwicklung).

Gemeinsam mit dem Zentrum haben wir diskutiert, wie wir zusammen Thüringens interkulturelle Landkarte weiter gestalten und landesweit die Vielfalt an Maßnahmen zur Interkulturellen Öffnung verbreiten können.

 


Pfeil nach oben

Informations- und Vernetzungsveranstaltung „Mitgestalten, Mitwirken, Mitbestimmen –
Migrantinnen- und Migrantenorganisationen als Orte politischer Partizipation“

Samstag, 16. März 2019, 10:00 - 14:00 Uhr

Demokratie lebt von Menschen, die mitgestalten und Verantwortung übernehmen. Auch für Migrantinnen und Migranten gibt es verschiedene Möglichkeiten, ihre Interessen zu vertreten und aktiv an gesellschaftlichen und politischen Gestaltungsprozessen mitzuwirken. Insbesondere Migrantinnen- und Migrantenorganisationen (MO) können Orte gesellschaftlicher Teilhabe sein. Immer mehr Organisationen bieten sich als Plattform und Ansprechpartnerinnen für Fragen der Vielfalt an. Ihr Engagement ist damit eine wichtige Form demokratischer Partizipation. Wie diese weiter gefördert und gelebt werden kann und was es braucht, um ein Gespräch über Fragen des Zusammenlebens auf Augenhöhe einzufordern und zu befördern, waren Schwerpunktfragen der Veranstaltung.

Rund 80 Aktive in und mit Migrantinnen- und Migrantenorganisationen in Thüringen folgten der Einladung der Beauftragten für Integration, Migration und Flüchtlinge, Mirjam Kruppa zu diesem Vernetzungstreffen. „Die Frage ist, wohin wir gehen!", betonte Lajos Fischer, Vorsitzender des Bundeszuwanderungs- und Integrationsrates, und motivierte die Migrantinnen- und Migrantenorganisationen ebenso wie die kommunalen Integrations- und Ausländerbeiräte, sich nicht nur auf "Eventmanager interkultureller Feste" reduzieren zu lassen. Ihre Hauptaufgabe sei es, demokratisch für ihre Interessen zu streiten. José Manuel Paca, Vorsitzender des Ausländerbeirates der Stadt Erfurt, stellte sich als Sprecher des Dachverbandes der Migrantenorganisationen in Ostdeutschland DaMOst vor. Sein Anliegen ist es, die spezifischen Belange der Integrations- und Migrationsarbeit in den ostdeutschen Bundesländern auf Bundesebene einzubringen.

Auf der Veranstaltung wurde auch die neue Broschüre der Beauftragten „Migrantinnen- und Migrantenorganisationen in Thüringen – Brücken des Zusammenlebens“ präsentiert. Sie stellt die verschiedenen Organisationen sowie die Integrations-, Migrations- und Ausländerbeiräte in Thüringen vor. Die Broschüre soll einladen, sich zu vernetzen, bei der Suche nach Ansprechpartnerinnen und -partnern helfen und Tipps für die Arbeit von Migrantinnen- und Migrantenorganisationen geben.

 


Pfeil nach oben

Informations- und Diskussionsveranstaltung

Gemeinsam leben – Aber wie?“ Denkwerkstatt mit Mehrnousch Zaeri-Esfahani

sowie

„Aktiv für Geflüchtete – Aber wie?“

Vorstellung erster Ergebnisse unserer Umfrage und Gesprächsrunde rund ums Ehrenamt

Mittwoch, 6. März 2019, 10:00 - 16:00 Uhr

„Wenn ich bei einer guten Fee einen Wunsch für ein Projektvorhaben frei hätte, um die Ehrenamtlichen in der Thüringer Geflüchtetenarbeit zu unterstützen, dann wünschte ich mir, dass alle Thüringerinnen und Thüringer an einer Denkwerkstatt mit Mehrnousch Zaeri Esfahani teilnehmen könnten!“ fasste Mirjam Kruppa den Fachtag am 6. März zusammen.

Am Vormittag hatte die Sozialpädagogin und Autorin Zaeri Esfahani zu dem großen Themenkomplex der Integration und interkulturellen Kompetenz referiert. Dabei erzählte sie ihre eigene Lebensgeschichte, der Flucht- und Ankommenserfahrung als Tochter iranischer Eltern. Sie stellte klar: Integration ist zwar ein langer Weg, der von allen Beteiligten Geduld und Liebe fordert – aber der sich für alle lohnt!

Am Nachmittag stellte die Beauftragte einen Zwischenbericht der aktuellen Umfrage zum Thüringer Ehrenamt vor (Teilnahme bis 20.03.2019 möglich).

Im abschließenden Podium mit Eman Jamous (SprIntpool), Luise Zimmermann (WeltRaum, Jena) und Jens Thürbeck (Begegnungstätte Cabrini, Meiningen) wurde deutlich: Das Ehrenamt in Thüringen ist gut aufgestellt. Die größte Herausforderung wird in der Flüchtlingspolitik auf Bundes- und EU-Ebene gesehen. Je mehr auf dieser Ebene Aus- und Abgrenzung den Ton angeben, desto schwieriger ist es für die Zivilgesellschaft, Willkommenskultur zu leben.

Artikel der Thüringer Allgemeine


Pfeil nach oben

Informations- und Diskussionsveranstaltung „Roma in Deutschland – zwischen Romantisierung, Realität und Rassismus“

Mittwoch, 30. Januar 2019

„Schubladen helfen nicht weiter“ ist eines der Fazits der Veranstaltung „Roma in Deutschland - zwischen Romantisierung, Realität und Rassismus“, zu der die Beauftragte am 30. Januar 2019 nach Erfurt einlud.

 

Seit Jahrhunderten leben Roma in Deutschland. Sie sind in Deutschland ebenso wie deutsche Sinti als Minderheit anerkannt. Oft wahrgenommen als Balkanflüchtlinge handelt es sich bei den neu zugewanderten Roma hauptsächlich um Arbeitsmigrantinnen und -migranten aus EU-Staaten. Roma waren und sind massiv von Vorurteilen und Ausgrenzung betroffen. Doch was wissen wir wirklich? Wie sieht die Realität in Vergangenheit und Gegenwart aus? Welche Wege gibt es, die gesellschaftliche Akzeptanz und Wertschätzung sowie die Partizipationsmöglichkeiten von Romafamilien in Thüringen zu erhöhen?

 

Referent Christoph Leucht, Projektberater und Rommediatoren-Trainer unter anderem im ROMACT Programm des Europarats, entlarvte und erläuterte auch mit Blick auf die historische Entwicklung Vorurteile und Stereotype, mit denen Roma und Sinti konfrontiert sind. Bei der Frage, was es zu tun gäbe, verwies er auch auf die EU Vorgabe an alle Mitgliedsstaaten, nationale Strategien zur Integration der Roma zu entwickeln und umzusetzen. Hierfür habe die Bundesregierung noch nicht viel vorzuweisen.

 

Prof. Reinhard Schramm, Vorsitzender der jüdischen Landesgemeinde, betonte beim abschließenden ExpertInnengespräch das verbindende Schicksal: „Unsere Vorfahren sind in den gleichen Gaskammern ermordet worden“ und erklärt sich in seinem Statement mit den Sinti und Roma solidarisch.

 

Christina Büttner, ezra Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Thüringen, Anne Tahirovic, IDZ Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft bestätigten, dass auch aus ihrer Sicht erheblicher Sensibilisierungsbedarf zu dem Thema besteht.

 

Ergänzt wurde die Veranstaltung durch die Vorstellung des 2017 gegründeten Landesverbandes der Roma, RomnoKher Thüringen e.V. Der Verein hat sich zum Ziel gesetzt, die gesellschaftliche Teilhabe von Roma und Sinti zu stärken. Vereinsvorsitzender Jens Hellmann und Elvira Böhm-Demir stellten ihr Anliegen und ihre Arbeit vor. Die Internetpräsenz von RomnoKher e.V. ist noch im Aufbau. Solange vermittelt das Büro der BIMF gern den Kontakt zum Vereinsvorsitzenden Jens Hellmann.  

Wegweiser

Aktionen

Thueringen Monitor Klein www.bildungsfreistellung.de Thueringer Kampagne Wir sind Energie-Gewinner.

Serviceportal – Bürger

Services im Zuständigkeitsfinder suchen

Serviceportal – Unternehmen

Services im Zuständigkeitsfinder suchen

Serviceportal – Weitere

Services im Zuständigkeitsfinder suchen

Servicebereich

Publikationen