Die Beauftragte

Foto Mirjam Kruppa 2016
Mirjam Kruppa (Foto: TMMJV / Krummrich Fotodesign)

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Migrantinnen und Migranten,

im Mai 2015 habe ich mein neues Amt als Beauftragte des Freistaates Thüringen für Integration, Migration und Flüchtlinge (BIMF) angetreten. In dieser besonderen Funktion setze ich mich dafür ein, die Interessen der Migrantinnen und Migranten in Thüringen zu wahren. Gerne lasse ich mich als die „Anwältin der Flüchtlinge“ bezeichnen, die ja selbst nur wenige Möglichkeiten haben, ihre berechtigten Interessen in unserer Gesellschaft zur Wahrnehmung zu bringen und nicht zuletzt auch durchzusetzen.

Mein zentrales Anliegen ist die Umsetzung einer humanen Flüchtlings- und Migrationspolitik in Thüringen.

Im Koalitionsvertrag unserer Landesregierung ist festgehalten, dass sich die Humanität einer Gesellschaft an ihrem Umgang mit Flüchtlingen und der Integration von Migrantinnen und Migranten bemisst. Die Achtung der Grund- und Menschenrechte jeder und jedes Einzelnen ist die Grundlage der Thüringer Flüchtlingspolitik. Allen, egal ob sie als Asylsuchende, Bürgerkriegsflüchtlinge oder aus anderen Gründen nach Thüringen gekommen sind, soll mit Würde und Respekt begegnet werden. Diese politische Vorgabe gilt es nun zur praktischen Umsetzung zu bringen, damit sich die Lebensbedingungen der Migrantinnen und Migranten in allen Bereichen verbessern.

Tatsächlich gibt es viele solche Lebensbereiche, die auch verbessert werden müssen. Das beginnt bereits mit der Aufnahmesituation der Flüchtlinge, wenn sie in unserem Land ankommen und setzt sich mit ihrer Unterbringung, der Sozialbetreuung und Verfahrensberatung, der Gesundheitsversorgung, der Sprachförderung, der Anerkennung von ausländischen Berufsabschlüssen und auch der Verbesserung ihrer Chancen auf dem Arbeitsmarkt fort. Aber auch der notwendigen Fürsorge für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, Kindern, die ohne ihre Eltern in unserem Land ankommen, muss unser Augenmerk gelten.

Nicht weniger wichtig ist es aber für Migrantinnen und Migranten, von uns allen angenommen und respektiert zu werden. Anderenfalls wird es ihnen nicht möglich sein, sich in unserem Land eine Zukunft aufzubauen. Die Arbeit aller unserer Mitbürgerinnen und Mitbürger, die sich für diese Menschen einsetzen, gilt es umfassend zu würdigen. Wir müssen ihnen zudem den Rücken stärken gegen etwaige Angriffe derjenigen, die Migrantinnen und Migranten mit Ablehnung oder sogar Feindseligkeit gegenübertreten. Aber auch mit denjenigen, die so denken und handeln, müssen wir sprechen und uns mit ihren Sorgen und Ängsten auseinandersetzen. Das ist unsere Aufgabe, um eine humane Flüchtlings- und Migrationspolitik in Thüringen umzusetzen.

Aus diesem Grunde möchte ich mit Ihnen allen zusammenarbeiten, um ein dichtes Netzwerk zu schaffen, das den Migrantinnen und Migranten in unserem Land eine große Hilfe sein kann. Wir dürfen sie nicht als Last, sondern sollten sie als Chance für unsere gemeinsame Zukunft begreifen und deshalb ganz herzlich willkommen heißen.

Ihre

Mirjam Kruppa
 


Lebenslauf

Mirjam Kruppa ist 1970 in Berlin geboren, verheiratet, hat vier Kinder und lebt mit ihrer Familie in Erfurt.

Ausbildung
Nach dem Abitur praktisches Auslandsjahr in den autonomen palästinensischen Gebieten; Arbeit in verschiedenen sozialen Projekten

Im Anschluss Studium der Rechtswissenschaften in Marburg an der Lahn und Tübingen; Abschluss mit dem ersten juristischen Staatsexamen

1995–1997 Referendariat am Landgericht Erfurt mit Studienaufenthalten in Speyer und Bielefeld; Abschluss des zweiten juristischen Staatsexamens

1997–1999  Arabisch-Studium an der Universität Leipzig

Berufliche Tätigkeit
Ab 1998 Rechtsanwältin mit Arbeitsschwerpunkt im Ausländer- und Asylrecht und Fachanwältin für Verwaltungsrecht:

  • rechtliche Beratung von Flüchtlingen in Landeserstaufnahmestellen Eisenberg und Suhl;
  • Begleitung in Anhörungsverfahren vor dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) ;
  • Vertretung in verwaltungsgerichtlichen Verfahren und ausländerrechtlichen Verfahren, im Freizügigkeitsrecht, in Einbürgerungsfragen, in Umverteilungs-/Unterbringungsverfahren, bei unterschiedlichen Aspekten im Rahmen der Gesundheitsversorgung von Flüchtlingen sowie im Bereich des Asylbewerberleistungsgesetzes (Sozialrecht);
  • Betreuung im Kirchenasyl; Seminare zum Ausländer- und Asylrecht (Diakonie Mitteldeutschland e. V., Caritasverband Thüringen e. V., Flüchtlingsrat Thüringen e. V., FH Erfurt, Agentur für Arbeit Erfurt, Verband Thüringer Wohnungs- und Immobilienwirtschaft e. V. u. a.);
  • Mitglied der Rechtsberaterkonferenz des UNHCR;
  • ehrenamtliche Flüchtlingsberaterin für evangelischen Kirchenkreis Erfurt.

Mitgliedschaften
Seit 2005 Mitglied der Thüringer Härtefallkommission (als Vertreterin der Liga der Freien Wohlfahrtspflege in Thüringen e. V.)

Wegweiser

Aktionen

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