17.07.2020
Beauftragte für Integration, Migration und Flüchtlinge

Medieninformation 23/2020

Kruppa: RKI-Empfehlungen für Gemeinschaftsunterkünfte sind bei Investitionen umzusetzen

„Gut 13 Millionen Euro stellt der Freistaat Thüringen seinen Kommunen für Mehrkosten bei der pandemiegerechten Unterbringung von Geflüchteten zur Verfügung“, berichtet Mirjam Kruppa, Thüringer Beauftragte für Integration, Migration und Flüchtlinge. Das Robert Koch Instituts (RKI) habe diese Woche Empfehlungen herausgegeben, wie bei der Unterbringung das Infektionsrisiko minimiert werden kann. „Wie auch in allen anderen gesellschaftlichen Bereichen gilt es, diese RKI-Empfehlungen bei den geplanten Investitionen zur Verbesserung der Unterbringungssituation von Geflüchteten zu beachten und umzusetzen“, so die Beauftragte.

Entscheidend sei, dass die räumlichen Bedingungen in Gemeinschaftsunterkünften für Geflüchtete zum Einhalten von Abstandsregeln geschaffen werden. „Je mehr Menschen, die nicht ohnehin einer Familie angehören, gemeinsam untergebracht werden, desto höher ist das Infektionsrisiko“, mahnt Kruppa. Außerdem müsse sichergestellt sein, dass besondere Risikogruppen von Beginn an identifiziert und besonders berücksichtig werden. „Sie sollen in Wohnungen untergebracht werden und nicht mit Personen, die nicht zu ihrem direkten Familienumfeld gehören, Bad und Küche teilen müssen“, fordert die Beauftragte. Darüber hinaus sei eine gute Kommunikation essentiell für die Bewältigung einer Pandemielage. „Verfügbares WLAN wäre diesbezüglich eine sinnvolle Maßnahme, von der die Einrichtungen nicht nur in Pandemiezeiten profitieren könnten“, regt Kruppa an.

Das RKI hat am 10. Juli 2020 Empfehlungen für Gesundheitsämter zu Prävention und Management von COVID-19-Erkrankungen in Aufnahmeeinrichtungen und Gemeinschaftsunterkünften für Schutzsuchende herausgegeben (RKI)

Der Thüringer Landtag hat am 5. Juni 2020 das Thüringer Gesetz zur Umsetzung erforderlicher Maßnahmen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie beschlossen. Es umfasst als Mantelgesetz das Thüringer Gesetz über die Errichtung eines Sondervermögens „Hilfe zur Überwindung direkter und indirekter Folgen der Corona-Pandemie“. Auf dieser gesetzlichen Grundlage stehen im Geschäftsbereich des Thüringer Ministeriums für Migration, Justiz und Verbraucherschutz insgesamt 13,35 Mio. Euro für „Zuweisungen an Kommunen zur Verbesserung der Unterbringungssituation von Geflüchteten für Präventionsmaßnahmen gegen die Infektion mit dem Corona-Virus“ zur Verfügung.

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