15.06.2020
Beauftragte für Integration, Migration und Flüchtlinge

Medieninformation 19/2020

Kruppa fordert Innenminister auf, Aufenthalt von Geflüchteten in Arbeit und Ausbildung zu sichern

Kruppa fordert Innenminister auf, Aufenthalt von Geflüchteten in Arbeit und Ausbildung zu sichern

„Der Aufenthalt vieler Geflüchteter, die hier arbeiten oder in Ausbildung sind, ist durch Corona-bedingte Ausbildungs- und Arbeitsunterbrechungen gefährdet“, warnt Mirjam Kruppa, Thüringer Beauftragte für Integration, Migration und Flüchtlinge. Gemeinsam mit den Beauftragten aus neun weiteren Bundesländern weist sie deshalb die Innenministerkonferenz, die ab Mittwoch in Erfurt tagt, auf den dringenden Regelungsbedarf hin. „Es ist wichtig, den Betroffenen Sicherheit zu geben“, so die Beauftragte. „Um eine Beschäftigungsduldung zu erlangen, sind hohe Voraussetzungen zu erfüllen. Wer das schafft, hat bereits eine große Integrationsleistung erbracht. Dies gilt es zu würdigen und zu erhalten.“

Dass die Auswirkungen der Pandemie den Aufenthalt von Geflüchteten in Arbeit und Ausbildung unmittelbar gefährden, sei dem Fehlen eines echten Spurwechsels geschuldet, erläutert Kruppa. „Ein echter Spurwechsel verlangt eine gesicherte Aufenthaltserlaubnis und nicht nur eine Duldung für Ausbildung oder Beschäftigung.“ Jetzt zeige sich, dass nicht nur aus humanitären Gründen die Möglichkeit eines Wechsels von Geflüchteten in einen sicheren Aufenthaltstitel sinnvoll sei. „Unsere Wirtschaft braucht genau diese Menschen als Arbeitende und künftige Fachkräfte. Auch deshalb sollten wir ihnen durch Aufenthaltstitel eine Sicherheit bieten, die auch in Krisen, wie die aktuelle Pandemielage, trägt“, fordert die Beauftragte.

In dem gemeinsamen Schreiben an die Innenministerkonferenz weisen die Beauftragten darüber hinaus auf weitere Nachteile hin, die sich aus den aktuellen Einschränkungen für Zugewanderte ergeben. „Im Rahmen ihres Aufenthaltsverfahrens müssen sie Nachweise aus ihren Herkunftsländern beibringen. Da viele Auslandsvertretungen ihren Betrieb nahezu eingestellt haben, ist dies in der geforderten Zeit nicht möglich“, erläutert Kruppa. Auch hier müssten Sonderregelungen gefunden werden. Ebenso fordert die Beauftragte gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen, dass die finanzielle Entlastung für Familien in gleicher Weise auch für alle zugewanderten Familien gelten müssten. „Wer wegen seines Aufenthaltsstatus nicht kindergeldberechtigt ist, darf jetzt nicht benachteiligt werden“, betont Kruppa.

Anliegend finden Sie den gemeinsamen Brief der Beauftragten aus Berlin, Brandenburg, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen.

Schreiben der Beauftragten
Schreiben Der Int-beauftr. Zu Imk 17-19.6.2020

Wegweiser

Aktionen

Thueringen Monitor Klein Bildband Heimat Bimf www.bildungsfreistellung.de Thueringer Kampagne Wir sind Energie-Gewinner.

Serviceportal – Bürger

Services im Zuständigkeitsfinder suchen

Serviceportal – Unternehmen

Services im Zuständigkeitsfinder suchen

Serviceportal – Weitere

Services im Zuständigkeitsfinder suchen

Servicebereich

Publikationen