16.05.2019
Beauftragte für Integration, Migration und Flüchtlinge

Medieninformation 09/2019

Kruppa: Einheit von Eltern und ihren minderjährigen Kindern muss geschützt werden

„Es ist beschämend, dass sich Eltern nach geltendem Recht zwischen ihren in Deutschland und ihren im Ausland lebenden minderjährigen Kindern entscheiden müssen“, kritisiert die Thüringer Beauftragte für Integration, Migration und Flüchtlinge, Mirjam Kruppa. Sie begrüßt die entsprechenden Vorschläge zur Änderung des Aufenthaltsgesetzes von Reinland-Pfalz und Thüringen, die für morgen im Bundesrat auf der Tagesordnung stehen.

„Eltern und ihre minderjährigen Kinder bilden eine Familieneinheit und dürfen im Rahmen des Familiennachzugs nicht getrennt werden“, fasst Kruppa zusammen. „Der besondere Schutz und die Einheit der Familie werden durch das Grundgesetz ausdrücklich garantiert.“ Dem müssen die Regelungen zum Familiennachzug Rechnung tragen, so die Beauftragte.

Nach bisheriger Rechtslage wird der Familiennachzug hier lebender unbegleiteter Minderjähriger in der Regel lediglich für deren Eltern gewährt. Die im Ausland lebenden minderjährigen Geschwister dürfen nur miteinreisen, wenn die oder der hier lebende unbegleitete minderjährige Schwester oder Bruder ausreichend Wohnraum gewährleisten kann. In der Folge werden immer wieder Eltern vor die Wahl gestellt, entweder ihr nach Deutschland geflüchtetes Kind hier allein zu lassen oder die im Heimat- oder anderem Ausland lebenden minderjährigen Kinder zu verlassen. „Eine solche Entscheidung darf keinem Elternteil aufgebürdet werden“, mahnt Kruppa an. Auch in Thüringen ist sie immer wieder mit solchen Fällen konfrontiert.

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