Das "doppelte" Bauhaus in Weimar und Dessau - Eine Schule für Kunst und Design wird abgewickelt

Ausschnitt aus dem Einladungsflyer mit Briefkopf

Ausstellung des Thüringischen Hauptstaatsarchivs und der Klassik Stiftung Weimar

vom 4. April bis 27. Mai 2016 im Thüringischen Hauptstaatsarchiv Weimar, Marstallstraße 2

Das Staatliche Bauhaus Weimar arbeitete seit seiner Gründung im April 1919 unter schwierigen wirtschaftlichen Bedingungen, politisch war es von Anfang an umstritten. Nach den Landtagswahlen vom Februar 1924, aus denen ein bürgerlich-konservatives Parteienbündnis als Sieger hervorging, betrieben die Gegner des Bauhauses verstärkt dessen Abwicklung. Der Vertrag von Walter Gropius wurde zum 1. April 1925 gekündigt und der Etat des Instituts im November 1924 erheblich gekürzt. Analog betraf dies die Meister, wobei der Schritt bei den Werkmeistern im Februar rückgängig gemacht wurde.

Nach erfolglosen Verhandlungen sahen sich Gropius und die Formmeister am 26. Dezember 1924 schließlich gezwungen, von sich aus die Auflösung des Weimarer Instituts zum 1. April 1925 zu erklären. Am 13. Januar 1925 kündigte zudem »die Gesamtheit der Bauhäusler« an, die Einrichtung zu verlassen. Eine Alternative zur Weiterführung der Schule fand sich in Dessau. Im April 1925 wurde dort das bauhaus in dessau als neues Institut gegründet, welches als kommunale Hochschule für Gestaltung bis 1932 bestand. Insbesondere die Formmeister und ein erheblicher Teil der Studierenden verließen in Verbindung damit Weimar und wechselten nach Dessau, wodurch Kontinuität gesichert werden konnte.

Das Staatliche Bauhaus Weimar blieb unabhängig davon als Institution bis zum 31. März 1926 bestehen. Bereits im Februar 1925 wurde der Architekt Otto Bartning durch das Ministerium für Volksbildung beauftragt, einen Plan zur Neuorganisation der Schule vorzulegen.

Von April 1925 bis März 1926 bestanden die Verträge zwischen den meisten Werkmeistern und dem Staatlichen Bauhaus Weimar fort, eine Ausbildung im Sinne des Bauhauses erfolgte aber nicht mehr. Die Übergangszeit wurde vor allem für die Neuorganisation des Schulbetriebs, zur Klärung der Urheberrechtsfrage an Erzeugnissen sowie zur Regelung der Verwendung des Namens »Bauhaus« genutzt.

Am 1. April 1926 trat an die Stelle des Staatlichen Bauhauses Weimar die Staatliche Hochschule für Handwerk und Baukunst Weimar, die Otto Bartning leitete. Einige Bauhäusler, so Otto Lindig und Erich Dieckmann, wurden als Werkstattleiter eingestellt und waren dort bis zur Schließung der Bauhochschule im Jahr 1930 tätig.

Teile der Ausstellung wurden vom 20. bis 28. März 2016 als Studio-Ausstellung im Stadtschloss Weimar gezeigt.

Einladung zur Eröffnung der Studio-Ausstellung (197.0 kB)
am 20. März 2016 um 18 Uhr im Stadtschloss Weimar

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