Landesarchiv Thüringen

Aktuelle Informationen

Öffnungszeiten zum Jahreswechsel

Am 27.12.2017 und 28.12.2017 ist der Lesesaal für die Benutzung geschlossen.


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Fotografieren von Archivalien

Das selbständige und kostenlose Fotografieren von Archivalien im Lesesaal des Staatsarchivs ist ab sofort möglich. Detaillierte Auskünfte hierzu gibt die Benutzeraufsicht vor Ort.

Besuch in Suhl

Polizeiführung Südthüringens im Archivdepot Suhl

Am 28.09.2017 besuchten zehn leitende Mitarbeiter der Landespolizeiinspektion Suhl unter Führung von Polizeidirektor Wolfgang Nicolai das Archivdepot Suhl. Anlass des länger geplanten Besuches war die Onlinestellung des Findbuches Bezirksbehörde der Deutschen Volkpolizei Suhl (BDVP) im Mai dieses Jahres. Das Interesse der Suhler Polizeiführung galt also dem DDR-Bestand und natürlich auch der Außenstelle Suhl des Staatsarchivs Meiningen als historisches und aktuelles Gesamtobjekt. So schlossen sich der einstündigen Führung durch das Objekt durch die Suhler Mitarbeiterinnen Frau Sabine Keßler und Ina Methe anregende Gespräche über Inhalt und Benutzermöglichkeiten des Bestandes BDVP Suhl an. Zudem kündigte Polizeidirektor Nicolai an, dass er beabsichtigt, weitere Führungskräfte der Landespolizeiinspektion zu  Archivführungen in Suhl anzumelden.

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Über 1000 Besucher zum Tag der offenen Tür im Archivdepot Suhl

Am Sonntag, den 10.09.2017 öffneten sich im Archivdepot Suhl, der Außenstelle des Staatsarchivs Meiningen, die Tore zum 13. Tag der offenen Tür und zum 8. Historischen Buchhof. Über 1.000 Besucher ließen es sich nicht nehmen, an diesem Tag des offenen Denkmals das alte Amtsgerichtsgefängnis bzw. die ehemalige Untersuchungshaftanstalt der Bezirksverwaltung Suhl des MfS zu besichtigen oder den zahlreichen Veranstaltungen beizuwohnen. Fester Bestandteil seit 2003 ist der Historische Buchhof, eine Art kleine Buchmesse von verschiedenen Verlagen und Einrichtungen mit vorwiegend historischer Literatur. Die Aussteller kamen trotz des härter werdenden Internetgeschäftes aus verschiedenen Orten Thüringens und Sachsen–Anhalt und bereuten diesen Weg nicht. Darunter auch erstmals der weit über die Grenzen Thüringens bekannte Schriftsteller Landolf Scherzer, der einen eigenen Buchstand betrieb und zudem am Nachmittag eine temperamentvolle Lesung im Lichthof des Gebäudes durchführte. Erstmal gab es auch einen gemeinsamen Buchstand des Landesarchivs Thüringen. Das Konzept des Staatsarchivs, Geschichte und Archiv in Anbetracht des Gebäudes zusammenzuführen, wurde mit weiteren Veranstaltungen und Ausstellungen an diesem Tag realisiert. Die zentrale Veranstaltung war ein historischer Rückblick auf die Bildung der Bezirke im Jahr 1952. Dazu hatte man sich mit Dr. Oliver Werner, Uni Hannover, einen der kompetentesten Historiker zur Erforschung der Geschichte der DDR-Bezirke eingeladen. Neben einen Vortrag zur Geschichte des Bezirkes Suhl präsentierte das Staatsarchiv Meiningen zu diesem Thema erstmalig auch den ersten Abschnitt der Onlinestellung des Findbuches zum Bezirkstag/Rat des Bezirkes Suhl. Seit 10.09.2016 kann nun dieses nun unter nachfolgender Adresse eingesehen werden

http://www.archive-in-thueringen.de/bestand/view/id/23381

Ein Renner im wahrsten Sinne des Wortes war die Ausstellung des Fahrzeughistorikers Ronny Renner, der momentan wissenschaftlicher Mitarbeiter im Archivdepot Suhl ist. Seine Tafelausstellung  „Mobilität im Wandel“ ist ein gelungener Streifzug durch die Geschichte der Suhler Fahrzeugindustrie. Die Ausstellung wurde noch durch Originalprodukte, wie eine AWO 425 Sport, das beliebteste Motorrad der frühen DDR, attraktiv ergänzt.

Insgesamt war der Tag der offenen Tür eine erfolgreiche Veranstaltung, auch wenn die Form der Veranstaltung - vieles zu bieten - die Mitarbeiter des Staatsarchivs und zahlreiche Helfer an den Rand der Belastung gebracht hat.

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Frau Siemann am Buchstand des Landesarchivs Thüringen als Teil des Historischen Buchhofes
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Frau Baumann (li.) und Frau Kessler (re.) bei Ihrem Vortrag zur Online-Stellung des Findbuches Bezirkstag/Rat des Bezirkes Suhl
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Der Schriftsteller Landolf Scherzer bei seiner Lesung im Lichthof des Gebäudes
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Im Hof warfen die Besucher einen Blick auf das Angebot der Verlage

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Wintersportverein Plakat

 

Akten zur Wintersportgeschichte Thüringens im Staatsarchiv Meiningen gesichert

 

Gemäß einem Angebot des Präsidenten des Wintersportvereins Oberhof 05 e.V., MdL Steffen Harzer, übernahm das Staatsarchiv Meiningen am 19.09.2017 in Oberhof den ersten archivwürdigen Teil aus der Altregistratur des 1990 gegründeten Wintersportvereins Oberhof 05 e.V. Zum einen handelte es sich um ca. 1,2 lfm Akten des 1989/1990 aufgelösten Armeesportsportklubs (ASK) Oberhof und zum anderen um ca. 7,0 lfm Akten des bis heute existierenden Wintersportvereins (WSV) Oberhof 05 e.V.

Beide Vereine haben bis zum heutigen Tage deutsche Wintersportgeschichte geschrieben und zwar im Spitzensport und auch im Breitensport. Davon geben die übernommenen Akten ein beredtes Zeugnis ab. Allerdings wird davon ausgegangen, dass die Überlieferung des ASK Oberhof bei weitem nicht vollständig ist. Bemühungen des Staatsarchivs Meiningen, bereits in den 1990er Jahren eine weitaus größere Überlieferung zu sichern, sind damals gescheitert. Bis heute ist ungeklärt, was mit der Hauptüberlieferung geschehen ist. Es wird vermutet, dass die Akten das Schicksal der in Oberhof gescheiterten und in alle Winde zerstreuten Wintersportausstellung geteilt haben. Dagegen zeichnen die Akten des Wintersportvereins Oberhof 05 ein fast lückenloses Bild von der Gründung des Vereins bis etwa 2002. Darunter Unterlagen zur Vorbereitung und Durchführung der internationalen Wettkämpfe, wie Biathlon-Weltcups, Bob-Weltcups, Skisprung- und Skilanglaufwettbewerbe der FIS. Darüber hinaus war der WSV jahrelang für die Organisation des international bekannten Rennsteiglaufes zuständig. Über die Organisation, Vorbereitung und Durchführung dieses Massenevents geben die Akten Auskunft.

Beide Bestände werden ab November 2017 intensiv mit Augias 8.3. erschlossen. Das Findhilfsmittel dazu wird dann Anfang 2018 online gestellt.


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Einfahrabteilung mir AWO-Motorrädern
1953 Einfahrabteilung des VEB Simson Suhl mit Werksangehörigen anlässlich der Produktion der 25000sten AWO 425
Sammlung Betriebsgeschichte der Suhler Fahrzeug- und Jagdwaffenindustrie im Netz

Nach monatelanger Vorbereitung konnte das Staatsarchiv Meiningen das Findbuch zur Sammlung Betriebsgeschichte der Suhler Fahrzeug- und Jagdwaffenindustrie in das Archivportal Thüringen hochladen und somit für die Öffentlichkeit freigeben. Die noch weitgehend unbekannte Sammlung im Umfang von 18,00 lfm stellt unbestreitbar ein Juwel in Bezug auf die Überlieferung zur Geschichte der Suhler Fahrzeugindustrie der letzten 100 Jahre dar. Mit ihren über 30.000 Fotos, Dias und Negativen ist die Sammlung fast eine Betriebsgeschichte und Stadtgeschichte für sich. Auf den Fotos ist eine nicht überschaubare Zahl von Werksangehörigen innerhalb und außerhalb der Produktion abgelichtet, also die Urgroßväter, Großväter und Väter vieler in Suhl und Umgebung lebender Familien sind reichhaltig dokumentiert. Daneben kann man sich auch zahlreiche politische Prominente aus dem In- und Ausland anschauen, die das Kombinat bzw. seine Vorgänger, Simson und ETW, besucht haben. Des Weiteren beinhaltet die Sammlung einmalige Dokumente oder Kopien solcher zurückgehend bis in das 19. Jahrhundert, aber auch aus neuerer Zeit - so zum Beispiel über das Wirken der international bekannten Simson-Motorsportabteilung und über die Entstehung zahlreicher Fahrzeugentwicklungen von der AWO bis zum S 52. Erschlossen wurde die Sammlung vom Jenaer Fahrzeugexperten Ronny Renner, der als wissenschaftlicher Historiker derzeit im Staatsarchiv Meiningen tätig ist. Das nun fertiggestellte Findbuch mit fast 1200 Sammlungspositionen kann von jedermann im Netz eingesehen, auch nach Namen kann dort recherchiert werden. Eine Einsichtnahme in die Originaldokumente bzw. Fotos kann im Archivdepot Suhl, der Außenstelle des Staatsarchivs Meiningen, in der Neundorfer-Str.10 erfolgen.

Link zum Findbuch


 

Am 08.06.2017 hatten wir Schülerinnen und Schüler aus dem hiesigen Gymnasium zu Gast.
Sie besichtigten das Staatsarchiv und recherchierten im Rahmen eines im September geplanten Schulaustausches mit Norwegen zum Thema "Deutschland und Norwegen im Kalten Krieg" in Zeitungen und Akten. Das Projekt läuft weiter...


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AkteBlattBDVP
originale Begründung einer Zwangsaussiedlung einer Familie aus dem 5-km-Sperrgebiet am 03.10.1961. Der Ort wurde 1978 komplett abgerissen.

Findbuch der BdVP Suhl online

Nach fast zweijähriger Vorbereitungszeit erfolgte im Staatsarchiv Meiningen am 16. Mai 2017 die Onlinestellung des Findbuches Bezirksbehörde der Deutschen Volkspolizei Suhl, gebräuchliche Abkürzung BdVP Suhl, in das Archivportal Thüringen. Insgesamt gesehen, ist das Staatsarchiv Meiningen somit das erste Staatsarchiv in den ostdeutschen Bundesländern, das diese Bestandkategorie der Polizeiakten der DDR für das Netz frei gegeben hat.  Damit wird der Forschung zur Geschichte der DDR ein weiterer, aussagekräftiger Aktenbestand benutzerfreundlich zur Verfügung gestellt. Die fast 1.200 Akten wurden in den letzten Monaten zum großen Teil nochmals neu erschlossen, neu signiert, technisch bearbeitet und im Hauptstaatsarchiv Weimar sicherungsverfilmt. Der Bestand enthält u.a. schwerpunktmäßig Informationen über die Überwachung der kirchlichen Arbeit in den 1950er und 1960er Jahren, über Republikfluchten vor und nach 1961, über die Durchführung der Zwangsaussiedlungen an der innerdeutschen Grenze 1952 und 1961, den Einsatz ausländischer Arbeitskräfte nach 1970 und zeichnet mit seinen lückenlosen Tagesrapporten u.a. ein detailliertes Bild der Vorkommnisse in den letzten Monaten des Bestehens des kleinsten Bezirkes der DDR, der auf Grund seiner Lage und seiner Besonderheiten  vom Rest der DDR oft als „autonome Gebirgsrepublik“ verspottet wurde.

Der Bestand kann unter diesem Link aufgerufen werden


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Jahresarbeitstagung Stadtarchiv Ilmenau 2017
Frau Hoff und Frau Baumann während ihres Vortrages im Stadtarchiv Ilmenau

15. Jahresarbeitstagung des Staatsarchivs Meiningen mit den Kommunalarchiven Südwestthüringens

 

Am 26. April 2017 trafen sich auf Einladung des Staatsarchivs Meiningen und der Stadtverwaltung Ilmenau nun schon zum 15. Mal seit 2001 insgesamt 24 Archivarinnen und Archivare Südwestthüringens zum Informations- und Erfahrungsaustausch im neuen Stadtarchiv Ilmenau.

Das Staatsarchiv nahm erfreut zur Kenntnis, dass neben 18 Kommunalarchivarinnen und -archivaren auch Fachvertreter anderer Einrichtungen, bspw. der TU Ilmenau und dem BStU, Außenstelle Suhl Interesse an der Jahresarbeitstagung zeigten.

Ein Vortrag von Carolin Baumann (Staatsarchiv Meiningen) und Henrike Hoff (Stadtarchiv Leipzig) mit dem Titel „Allem Anfang wohnt ein Schauder inne - Elektronische Unterlagen ermitteln, übernehmen und erschließen“, bildete den thematischen Schwerpunkt der Zusammenkunft, dem sich eine rege Diskussion anschloss.

Bevor die Tagung mit einer Führung durch die neuen Räumlichkeiten des Stadtarchivs Ilmenau abgerundet wurde, tauschten sich die Kolleginnen und Kollegen über anstehende Probleme aus, informierten über Veränderungen und gaben Neuigkeiten bekannt.

Das Staatsarchiv Meiningen bedankt sich herzlich bei der Stadt Ilmenau, v.a. bei der Stadtarchivarin Frau Martina Arnold für die Ausrichtung der Veranstaltung und für den herzlichen Empfang.

Jahresarbeitstagung Stadtarchiv Ilmenau 2017 Fuehrung
Führung der Tagungsteilnehmer durch die Räumlichkeiten des Stadtarchivs Ilmenau durch dessen Leiterin Frau Arnold (Mitte)

Bestand Bezirkstag/ Rat des Bezirkes Suhl

Es erfolgt zur Zeit eine grundlegende Bearbeitung des Bestandes 4-61-001: Bezirkstag/ Rat des Bezirkes Suhl. Wir weisen darauf hin, dass dieser Bestand daher momentan nur eingeschränkt recherchierbar und benutzbar ist. Sollten Sie Fragen zu diesem Bestand haben, können Sie sich selbstverständlich an unseren Benutzerdienst oder an unsere Mitarbeiter wenden.

Jahrbuch des Hennebergisch-Fränkischen Geschichtsvereins 2016

Seit Anfang Herbst liegt mit Band 31 das aktuelle Jahrbuch des Hennebergisch-Fränkischen Geschichtsvereins vor. 

Aufsätze von elf Autoren befassen sich mit Themen wie der Geschichte von Ortsnamen, Orten oder Familiengeschichte ebenso, wie mit Biographien herausragender Persönlichkeiten der Gegend in längerer oder jüngerer Vergangenheit sowie der Geschichte von Einrichtungen. Auch die Hennebergische Bibliographie 2015 ist Bestandteil der Veröffentlichung sowie Rezensionen und natürlich Mitteliungen des Vereins.

Das Jahrbuch kann zum Preis von 30 Euro (15 Euro für Mitglieder des HFG) im Hennebergischen Museum Veßra und ebenfalls im Staatsarchiv Meiningen erworben werden.


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Veränderung der Öffnungszeiten

Das Staatsarchiv Meiningen hat seit dem 1. Oktober 2016 wie folgt geänderte Öffnungszeiten:

Mo, Mi, Do 8.00 - 16.00 Uhr

Di 8.00 - 18.00 Uhr

Freitag geschlossen

Die Öffnungszeiten des Archivdepots Suhl gelten wie vordem.


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Online-Katalog der Bibliothek des Staatsarchivs Meiningen

Die Bibliothek des Staatsarchivs Meiningen ist seit Ende August 2016 über einen Online-Katalog recherchierbar. Alle Bücher können während der Öffnungszeiten des Hauses hier eingesehen werden.


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Der Schriftsteller Landolf Scherzer (re.) mit Dr. Norbert Moczarski (Abteilungsleiter Staatsarchiv Meiningen) bei der Übergabe der Dokumente

Weitere Schenkung von dem bekannten Schriftsteller Landolf Scherzer erhalten

Am 24.08.2016 übergab der mittlerweile deutschlandweit bekannte Schriftsteller Landolf Scherzer (75) https://de.wikipedia.org/wiki/Landolf_Scherzer dem Staatsarchiv Meiningen in Form eines Depositums Teil 2 seines umfangreichen Vorlasses im Umfang von 40 Archivkartons. Darunter seine Urmanuskripte zu den frühen Büchern, die er bei der Übergabe des 1. Teils im Jahr 2000 noch zurückgehalten hatte und auch seine zahlreichen Vorarbeiten zu seinem letzten Buch „Der Rote“ über den thüringischen Ministerpräsidenten Bodo Ramelow aus dem Jahr 2015. Weiterhin dabei, einige nicht veröffentlichte Bücher, darunter „Der Pakt" über die Bauhaus-Uni Weimar, welches wegen Differenzen mit dem damaligen Rektor nicht erschienen ist. Landolf Scherzer hatte wochenlang eine Vorordnung der Materialien vorgenommen. Der Vorlass umfasst jetzt 6,8 lfm. Teil 3 mit persönlichen Dokumenten will er zu einem späteren Zeitpunkt übergeben.

Die Übergabe fand in entspannter Atmosphäre in seinem Arbeitshaus im Dietzhäuser Seßlestal - sozusagen im Grünen - statt. Der Bitte, beim nächsten Historischen Buchhof anlässlich des Tages der offenen Tür 2017 im Archivdepot Suhl einen eigenen Buchstand zu besetzen und ggf. eine Lesung durchzuführen will er voraussichtlich nachkommen.

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Landolf Scherzer (li.) mit Ralf Hübner (Staatsarchiv Meiningen) beim Abtransport der Unterlagen

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Kooperationsvertrag
v.l.n.r.: Dr. Hartmut Göbel (2. Vorsitzender Förderverein Fahrzeugmuseum), Stefan Biermann, Dr. Bernhard Post, Dr. Norbert Moczarski, Joachim Scheibe (1. Vorsitzender Förderverein Fahrzeugmuseum), Eckhard Griebel (Vorstandsmitglied Förderverein Fahrzeugmuseum), Ronny Renner (Fahrzeughistoriker)
Kooperationsvertrag zwischen dem Fahrzeugmuseum Suhl und dem Landesarchiv Thüringen - Staatsarchiv Meiningen unterzeichnet

Am 3. August 2016 wurde im Fahrzeugmuseum Suhl ein Kooperationsvertrag zwischen dem Landesarchiv Thüringen – Staatsarchiv Meiningen und dem Förderverein Fahrzeugmuseum Suhl e.V. über gegenseitige Hilfen bei der Aufarbeitung der Geschichte der Suhler Fahrzeugindustrie unterzeichnet. An dem Treffen nahmen auch der neu berufene Leiter des Landesarchivs Thüringen, Dr. Bernhard Post, und der zuständige Referatsleiter in der Thüringer Staatskanzlei, Stefan Biermann, teil. In Zukunft wird das Fahrzeugmuseum intensiver als bisher auf die Archivbestände zur Suhler Fahrzeugindustrie zurückgreifen. Im Gegenzug erhalten die Archivare vom Fahrzeugmuseum fachliche Unterstützung bei der Erschließung fahrzeugtechnischer Unterlagen. Das Staatsarchiv Meiningen bewahrt in seiner Suhler Außenstelle fast 400 lfdm Akten zur Suhler Fahrzeugindustrie auf. Dazu gehören auch über 20.000 Fotos, Alben, Konstruktionszeichnungen etc. Darunter Entwicklungsunterlagen der in der DDR und auch heute noch beliebten Motorräder und Mokicks wie AWO 425, SR-2, Schwalbe und S 51.

Information über Zentrale Bestände zur Geschichte der Suhler Fahrzeugindustrie (132.1 kB)
PDF-Dokument ist nicht barrierefrei.


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Ewald Dähn, 1980

 

Nachlass des berühmten Suhler Fahrzeug-Konstrukteurs  Ewald Dähn für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht

Ende Juni 2016 konnte der im Herbst 2015 übernommene private Nachlass von Ewald Dähn aus Suhl - Mitkonstrukteur von AWO und Schwalbe - per Online-Findbuch der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Der Nachlass beinhaltet u.a. eine umfangreiche Fotosammlung aber auch persönliche Dokumente und ist sowohl technikgeschichtlich als auch regionalgeschichtlich von großem Interesse.

Wer war Ewald Dähn?

Walther Kurt Ewald Dähn wurde am 12. März 1915 in Mäbendorf  bei Suhl geboren. Sein Vater fiel noch vor seiner Geburt im Ersten Weltkrieg. Er besuchte ab der 5. Klasse die Mittelschule und legte 1931 die Mittlere Reife ab. Danach fand er unter schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen eine Lehrstelle in der Motorenfertigung der Firma Simson & Co. Suhl. Nach Abschluss der Gesellenprüfung ging er als Volontier zu den Junkers-Werken nach Dessau. 1940 heiratete Ewald Dähn und begann danach an der Fliegertechnischen Schule in Jüterbog ein Ingenieursstudium in der Fachrichtung Flugzeugbau. Als Angehöriger des Bodenpersonals diente er im Zweiten Weltkrieg bei der Luftwaffe. Dähn war vom 1. Mai 1945 bis zum 14. Februar 1946 in amerikanischer Gefangenschaft und danach noch bis zum 12. April 1946 im Medizinischen Depot Weinheim angestellt. Er kehrte anschließend in seinen Geburtsort Mäbendorf zurück und wurde - zunächst noch als technischer Zeichner eingestuft -  am 12. Juni 1946 wieder in der SAG Simson & Co. eingestellt. Wenig später war Ewald Dähn in den Bereichen Getriebe und Kardan an der Konstruktion des Motorrades AWO 425 beteiligt und wurde ab 1951 wieder offiziell als Konstrukteur beschäftigt. Ab 1955 lenkte er die neu geschaffene Sportabteilung des VEB Simson Suhl. Im April 1960 übernahm er die Leitung der Abteilung Forschung und Entwicklung von Friedrich Gonnermann und wirkte zunächst an der Weiterentwicklung der Simson-Kleinkrafträder mit. Dähn war später als Hauptkonstrukteur für die Entwicklung von Fahrzeugen wie der Simson "Schwalbe" und der Simson "S 50" verantwortlich. Noch während seiner Berufstätigkeit engagierte er sich in der Kommission Betriebsgeschichte des VEB Fajas Suhl und sammelte historisches Fachwissen zur Fahrzeugproduktion in Suhl. Auch nachdem er 1980 in den Ruhestand wechselte, beschäftigte ihn diese Aufgabe weiterhin. Er publizierte sein Fachwissen in zahlreichen Büchern. Zusätzlich war er als Chronist von Mäbendorf aktiv und veröffentlichte außerdem mit Hans Nothnagel das Buch "Juden in Suhl". Die Stadt Suhl würdigte seine Verdienste an seinem 80. Geburtstag mit dem Eintrag in das Ehrenbuch der Stadt. Ewald Dähn verstarb am 28. Dezember 2012 im Alter von 97 Jahren.

Sein Nachlass wurde nach längeren Verhandlungen  von seiner Tochter Hannelore Stiebritz, Suhl-Mäbendorf,  im Herbst 2015 an das Staatsarchiv Meiningen übergeben. Von November 2015 bis Dezember 2015 wurde der Nachlass von Ronny Renner B.A., zeitweiliger wissenschaftlicher Mitarbeiter des Landesarchivs Thüringen, Staatsarchiv Meiningen, mittels des Archivinformationssystems Augias erschlossen.

Zum Online-Findbuch
im Archivportal Thüringen

EwaldDaehn
Ewald Dähn bei der Verabschiedung in den Ruhestand anlässlich seines 65. Geburtstages 1980
MopedsausSuhl
Mopeds aus Suhler Produktion (hinten und Mitte "Schwalbe", vorn eine "S 50")

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Freihandscanner
Scanner zur Selbstbedienung
Neuer Service in der Benutzung

Seit 21.06.2016 ist es für die Nutzer unserer Einrichtung möglich, eigenhändig Scans von Akten anzufertigen. Aus datenschutzrechtlichen Gründen gilt dies nur für Akten bis 1920.

Für die Anfertigung der Scans steht im Lesesaal ein moderner Buch-Scanner zur Verfügung. Nach ggf. einer kurzen Einweisung durch den Benutzerdienst können Digitalisate hergestellt und diese dann auf einem mitzubringenden USB-Stick gespeichert werden.

Gemäß der Thüringer Verwaltungskostenordnung wird pro Scan eine Gebühr von 1,50 € erhoben. Weitere Zusatzgebühren entfallen und ebenso die Wartezeit, wenn Akten zur Reproduktion in die Fotostelle nach Weimar geschickt werden.


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Besuch von Mitgliedern des Landtages im Staatsarchiv Meiningen

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Bibliothek im Zugangsraum

Anlässlich des Besuches der kulturpolitischen Sprecherin und stellv. Fraktionsvorsitzenden der Linken im Thüringer Landtag, Katja Mitteldorf, und Steffen Harzer, ebenfalls MdL der Linken, im Staatsarchiv Meiningen am 4. Februar 2016 wurde das Findbuch „SED-Bezirksleitung Suhl 1952-1989“ im Archivportal Thüringen freigeschaltet. Der interessierte Nutzer hat nun die Möglichkeit, online Informationen über den Inhalt von fast 6.000 Akteneinheiten der SED-Bezirksleitung Suhl aus den Jahren 1952-1989 abzurufen. Diese reichen von der Bildung des Bezirkes Suhl 1952 bis zur Abberufung von Hans Albrecht als 1. Sekretär im November 1989.

Das Online-Findbuch ersetzt allerdings nicht das Studium der Akten selbst, die im Meininger Schloss liegen, sondern gibt nur Hinweise auf den Inhalt dieser Akten. So kann man jetzt bereits am eigenen PC oder Tablet die Akten aussuchen. Die Einsichtnahme in Meiningen ist in der Regel kostenlos. Eine fernmündliche Anmeldung über 03693/44670 bzw. per e-Mail über meiningen{at}staatsarchive.thueringen{punkt}de wäre wünschenswert.

Das Archivportal Thüringen ist über die Homepage des Staatsarchivs Meiningen per Mausklick ansteuerbar http://www.thueringen.de/staatsarchive/meiningen. Den Archivbestand SED-Bezirksleitung Suhl kann man dann in der Rubrik „Nichtstaatliches Archivgut (Bestände und Sammlungen)“ problemlos finden und mit einem Klick auf das Buchsymbol öffnen.

oder hier zum Online-Findbuch
im Archivportal Thüringen

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Ein Blick in das Magazin im Erdgeschoss

Festschrift für Johannes Mötsch zum 65. Geburtstag erschienen
"Thüringische und Rheinische Forschungen. Bonn - Koblenz - Weimar - Meiningen"


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Museum Kloster Veßra
Hennebergisches Museum Kloster Veßra


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