Landesarchiv Thüringen

Aktuelle Informationen

Einschränkung der Benutzung durch Bauarbeiten

Bis zum 28. Oktober 2018 ist eine Aktenbenutzung am Standort Meiningen nicht möglich, da der Lesesaal wegen Bauarbeiten gesperrt werden muss.
Für Benutzerinnen und Benutzer, die sich bereits für einen früheren Termin angemeldet hatten, wird die Benutzung ermöglicht.
Für dringliche Akteneinsichtnahmen der Meininger Bestände wird die Außenstelle Suhl (Archivdepot Suhl) angeboten. Für Nachfragen und Terminabsprachen stehen Frau Spindler (03693446717) oder das Archivdepot Suhl (0368175730) zur Verfügung. Wir bitten Sie um Verständnis und um eine Anmeldung mindestens 2 bis 3 Tage vorher.
Die Benutzung der Akten in unserer Außenstelle in Suhl bleibt von dieser Regelung unberührt.
Weitere Schließtage in Meiningen sind möglich und werden an dieser Stelle rechtzeitig bekannt gegeben. Vielen Dank für Ihr Verständnis!

Tag des offenen Denkmals 1
Kinderführung durch die Magazinräume des Staatsarchivs

Einblicke in die Arbeit des Staatsarchivs Meiningen am 25. Tag des offenen Denkmals

Unter dem diesjährigen Thema "Entdecken, was uns verbindet" fand am 9. September 2018 der seit 1993 bestehende Tag des offenen Denkmals statt. Bundesweit beteiligten sich rund 8.000 Kulturdenkmäler mit Führungen, Ausstellungen und weiteren Aktionen. Unter den Angeboten fanden sich auch zahlreiche Beiträge aus Thüringen, speziell auch aus dem Landkreis Schmalkalden-Meiningen.

Wie schon im Jahr 2016 öffnete auch das Staatsarchiv Meiningen, untergebracht im Bibrabau des Schlosses Elisabethenburg, seine Türen von 13-17 Uhr für interessierte Besucherinnen und Besucher. Neben der Möglichkeit, die sonst nicht für Außenstehende zugänglichen historischen Räumlichkeiten zu besichtigen, lud eine Archivalienausstellung zur Beschäftigung mit den schriftlichen Kulturgütern aus dem Raum Südthüringen ein. Das Spektrum reichte von der Urkunde zur Verleihung des Hosenbandordens an Herzog Bernhard II. Erich Freund von Sachsen- Meiningen über die Messebücher der Firma Cuno und Otto Dressel aus Sonneberg (Puppen) bis hin zu Archivalien des VEB Simson Suhl. Globale Verbindungen konnten in den Verzeichnissen unter anderem über in- und ausländische Patente der Firma Wilhelm Kober Suhl und über die Reiseberichte des Adolf Schaubach (1830-1866), Professor am Gymnasium Bernhardinum Meiningen, nachvollzogen werden.

Exemplarisch konnten die Besucherinnen und Besucher exklusive Einblicke in die historisch bedeutenden Bestände des Archivs, welches ca. 13.000 lfm Akten, 10.000 Urkunden, 33.000 Karten und Pläne und mehr als 38.000 Bibliothekseinheiten verwahrt, erlangen. Die Ausstellung des Staatsarchivs Meiningen wurde durch Archivalien des Stadtarchivs Meiningen ergänzt – beide Einrichtungen kooperierten im Zuge des Tages des offenen Denkmals. Neben der Ausstellung wurde auch eine Hörstation zum Leben des jüdischen Rechtsanwalts und früheren Vorsitzenden der jüdischen Gemeinde Jacob Simon (1865-1943) aus Meiningen angeboten.

Circa 200 Besucherinnen und Besucher nutzten die Möglichkeit, am Tag des offenen Denkmals das Staatsarchiv Meiningen zu besuchen. Auf besonders gute Resonanz stießen die vier angebotenen einstündigen Archivführungen, welche die Teilnehmerinnen und Teilnehmer durch die Räumlichkeiten lenkten. Ein besonderes Highlight war die für 14.30 Uhr anberaumte Kinderführung, die acht Kinder mit auf Entdeckungsreise durch das Archiv nahm. Von mittelalterlichen Urkunden bis hin zur modernen Akte konnten die Kinder so Eindrücke der Archivbestände des Staatsarchivs Meiningen sammeln. Zusammenfassend gestaltete sich der Tag des offenen Denkmals im Staatsarchiv Meiningen als sehr gute Möglichkeit, auf Bestände, Historie und Räumlichkeiten des Archivs aufmerksam zu machen und galt ganz besonders als herzliche Einladung, sich mit den Beständen zu beschäftigen.

Tag des offenen Denkmals
Ausstellung von verschiedenen Archivalien
Tag des offenen Denkmals 3
Ausstellung von Plakaten im Lesesaal des Staatsarchivs

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LandolfScherzer
Viola Baser und Landolf Scherzer (v.l.n.r.) bei der Prüfung des modifizierten Vertragsentwurfes

Weitere Unterlagen vom Schriftsteller Landolf Scherzer durch das Staatsarchiv Meiningen übernommen

Am 25.07.2018 ergänzte der deutschlandweit bekannte Schriftsteller Landolf Scherzer aus Suhl-Dietzhausen seinen schon in den Jahren 2000 und 2016 im Staatsarchiv Meiningen angelegten Vorlass um weitere wertvolle Aufzeichnungen. Der Vorlass von Landolf Scherzer umfasst wichtige Dokumente zum Œuvre des Schriftstellers, die einen differenzierten Blick in sein Werk erlauben: Manuskripte, Druckfahnen und unveröffentlichte Texte gehören ebenso dazu wie fotografische Reise-Dokumentationen und Recherche-Materialien zu unterschiedlichen Buch-Konzeptionen. Das Spektrum der Unterlagen reicht dabei von Scherzers erstem Buch „Südthüringer Panorama“ (1975) bis hin zu seinem aktuellen Buch „Buenos días, Kuba. Reise durch ein Land im Umbruch“ (2018). Darunter befinden sich auch unveröffentlichte Schriftstücke, Scherzers berufliche Korrespondenz und zahlreiche Rezensionen. Im Zuge der Abgabe am 25.07.2018 hatte Landolf Scherzer bereits einige Materialen sortiert, beschriftet und für das Staatsarchiv Meiningen zur Abholung vorbereitet. Der südthüringische Schriftsteller ergänzte seinen Vorlass unter anderem durch Unterlagen betreffend das Buch „Der Rote“ (2015) über den Thüringischen Ministerpräsidenten Bodo Ramelow, sein Engagement im Zuge des Hungerstreiks der Thüringer Philharmonie 1996 und Dokumente zur politischen Wende 1989. Notizbücher, verschiedene Manuskripte, korrigierte Exemplare, Druckfassungen und das handgeschriebene Manuskript seiner Reise-Reportage „Buenos días, Kuba. Reise durch ein Land im Umbruch“ (2018) übergab der Autor ebenfalls. Auch biografische Unterlagen, wie die schriftlichen Glückwünsche zu dem 1986 verliehenen Heinrich-Heine-Preis des Ministeriums für Kultur der DDR werden ab sofort im Staatsarchiv Meiningen als Depositum bewahrt, erschlossen und ein Findbuch für die Bestandsrecherche durch Frau Viola Baser, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Staatsarchiv Meiningen,  erarbeitet. Der Vorlass, der inzwischen circa 8,5 lfm umfasst, wird durch den Schriftsteller weiterhin ergänzt werden.


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Vertragsunterzeichnung
Unterzeichnung des Schenkungsvertrages, v.l. Chefredakteur Walter Hörmann, Dr. Norbert Moczarski

Übernahme des Pressearchivs der Tageszeitung Freies Wort in das Staatsarchiv Meiningen

Nach längerer Vorbereitungszeit übernahm am 3. Juli 2018 das Staatsarchiv  Meiningen den größten Teil des analogen Pressearchivs der in Südthüringen auflagenstärksten Tageszeitung „Freies Wort“. Darunter über 20 Hängeregistraturschränke mit über einer Million Fotos aus den Jahren 1960 -2005 und verfilmte Ausgaben der Zeitung auf Mikrofiches. Hintergrund der Übergabe an das Staatsarchiv Meiningen ist das Konzept der Zeitung, nur noch digitale Daten zu sichern. Eine Digitalisierung der Unmassen an Fotos kam von vornherein nicht infrage. Allerdings bat sich die Sportabteilung der Redaktion aus, die archivierten Sportfotos noch nicht zu übergeben. Die Übereignung fand an einem Tag statt und beinhaltete zwei LKW-Ladungen in die Außenstelle Suhl des Staatsarchivs Meiningen. Am späten Nachmittag des 3. Juli 2018 unterzeichneten der Chefredakteur des Freien Wortes, Walter Hörmann, und der Leiter der Abteilung Meiningen des Landesarchivs Thüringen, Dr. Norbert Moczarski, den Übernahmevertrag in Form einer Schenkung. Darin sind die zu beachtenden Urheberrechte und Nutzungsrechte geregelt. Unter Beachtung dieser Rechte stehen die Unterlagen für jedermann zur Benutzung zur Verfügung.

AufstellungSchränke
Im Archivdepot Suhl aufgestellte Hängeregistraturschränke mit den Unterlagen und Fotos

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Nachlassübernahme
Auf dem Foto Petra Esch-Pohl, Ronny Renner und Andrea Jacob, die Kuratorin der Ausstellung

Nachlass Louis Rennert (1880-1944) an das Staatsarchiv Meiningen übergeben

Anlässlich der Eröffnung der Ausstellung „Zeitenwende“ (Der Sturz der Monarchie im Herzogtum Sachsen-Meiningen 1918) am 20.05.2018 übergab die Enkelin von Louis Rennert, Petra Esch-Pohl, aus Frankfurt am Main dem Staatsarchiv Meiningen den Nachlass ihres Großvaters. Louis Rennert wurde in Lauchröden (heute Wartburgkreis) geboren und engagierte sich frühzeitig für die Ziele der SPD. Gemeinsam mit Heinrich Eckardt aus Bad Salzungen gab er die sozialdemokratische Zeitung „Werra-Wacht“ heraus. Er war Mitglied des Landtages von Sachsen-Meiningen von 1919-1923 und von 1920 bis 1932 dann Mitglied des Thüringer Landtages. Von 1922 – 1924 (Amtsenthebung durch die Reichsexekutive) war er der Kreisdirektor (Landrat) im Kreis Meiningen. Seine spätere Tätigkeit als Bürgermeister von Rauenstein endete abrupt mit der nationalsozialistischen Machtergreifung. Im Zuge der Aktion „Gitter“ nach dem Attentat auf Hitler wurde er 1944 zeitweilig im KZ Buchenwald interniert. Kurz nach der Entlassung starb er an den Folgen der Haft.

Der Nachlass wurde von Frau Esch-Pohl als Schenkung deklariert und dem Vertreter des Staatsarchivs Meiningen, Herrn Ronny Renner, übergeben. Er wird nach Abschluss der Ausstellung am 29.07.2018 durch weitere Dokumente ergänzt.


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Akte Staatsanwaltschaft Coburg

Onlinestellung von älteren Justizbeständen im Staatsarchiv Meiningen

 

Seit mehreren Jahren werden Sachsen-Meiningische Justizbestände im Staatsarchiv Meiningen neu bearbeitet und abschließend online gestellt und stehen damit einer breiteren Öffentlichkeit zur Recherche zur Verfügung.
Dazu gehörten die Amtsgerichte Camburg, Kranichfeld und Wasungen.

Jüngst wurden auch die Bestände Oberlandesgericht Hildburghausen und Gemeinschaftliches Landgericht Meiningen sowie Staatsanwaltschaft Coburg am Oberlandesgericht Meiningen als Onlinefindbücher im Archivportal Thüringen veröffentlicht.

Das Oberlandesgericht /Appellationsgericht Hildburghausen war seit der Trennung von Verwaltung und Justiz im Herzogtum Sachsen-Meiningen oberstes Gericht bzw. Berufungsinstanz. Es fand sein Ende mit der Neugliederung der Justiz im Deutschen Reich im Jahre 1878, als die länderübergreifenden Landgerichte in Meiningen und Rudolstadt gegründet wurden. Leider ist die Überlieferung des Landgerichtes Meiningen mitsamt der dort angesiedelten Staatsanwaltschaft durch einen Bombentreffer im Februar 1945 fast vollständig vernichtet worden, so dass hier nur ganz wenige Akten vorliegen.

Der Bestand Oberlandesgericht Hildburghausen wird in den kommenden Jahren durch Einarbeitung von Akten aus anderen Beständen noch weiteren Zuwachs erhalten. Er enthält auch Akten der Vorgängerbehörden in Meiningen und Hildburghausen.


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Jahrbuch des Hennebergisch-Fränkischen Geschichtsvereins 2017

Ende letzten Jahres ist der neueste Band aus der Reihe der Jahrbücher des Hennebergisch-Fränkischen Geschichtsvereins erschienen.

Die Ausgabe Nr. 32 vereint wie immer Beiträge von verschiedenen Autoren: u.a. von Volker Wahl über Ulrich Heß, von Achim Fuchs über Ortschaften, Höfe und Wüstungen des Altkreises Meiningen, von Johannes Mötsch über Graf Heinrich XI. von Henneberg-Schleusingen, von Katharina Witter zur jüdischen Geschichte von Themar und von Alfred Erck und Hannelore Schneider über Carl August von Weimar und Georg I. von Sachsen-Meiningen. Ebenso ist die Hennebergische Bibliographie 2016 zusammengestellt.

Wie üblich ist der Band zum Preis von 30 Euro (für Mitglieder des Vereins 15 Euro) im Hennebergischen Museum Kloster Veßra erhältlich. Auch im Staatsarchiv Meiningen kann er erworben werden.
 


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Gebäudegewerkschaftshaussuhl
Das Haus der Gewerkschaften in Suhl kurz vor seiner Fertigstellung im Jahr 1965 Quelle: Landesarchiv Thüringen – Staatsarchiv Meiningen, FDGB-Bezirksvorstand Suhl, o.S.

Neues Findbuch online: Bezirksvorstand Suhl des FDGB

Nach längerer Vorbereitungszeit konnte das Staatsarchiv Meiningen am 8.12.2017 das Findbuch zum Bestand Bezirksvorstand Suhl des FDGB in das Archivportal Thüringen hochladen und damit einen weiteren Bestand zur Aufarbeitung der Geschichte der DDR bzw. Thüringens öffentlich machen. Der Archivbestand umfasst 142 lfm (6320 Akteneinheiten) sowie fast 9.000 Fotos. Im Gegensatz zu den Akten wurden die Fotos noch nicht erschlossen, da fast alle Fotos ohne Legende sind und die Erstellung einer solchen langwierige Recherchen nach sich ziehen wird. Die Akten wurden bereits vor mehreren Jahren unter fachlicher Anleitung des Staatsarchivs von Zeitkräften erschlossen. Eine erste Systematisierung des Bestandes erfolgte 2006 im Zusammenhang mit der Mitwirkung am Portalsprojekt “Archivgut der SED und des FDGB“ des Bundesarchivs. Im 2. Halbjahr 2017 wurden alle Verzeichnungsangaben nochmals geprüft und endgültig systematisiert. Der Bestand enthält v.a. Niederschriften der Delegiertenkonferenzen, Vorstandssitzungen und Unterlagen der Bezirksvorstände der einzelnen Gewerkschaften (z.B. IG Metall). Weiterhin Materialien zur Internationalen-, Jugend-, Frauen- und Kulturarbeit sowie zur Sozialpolitik, zur Sozialversicherung und zum Feriendienst. Überliefert sind auch Akten zum Arbeitsschutz und zum Finanzwesen der Gewerkschaft. Die Akten zur sogenannten „Westarbeit“ dokumentieren die sich zögerlich entwickelnde deutsch-deutsche Zusammenarbeit mit dem DGB und anderen Gewerkschaften. Das Onlinefindbuch ist unter folgender Adresse abrufbar:

http://www.archive-in-thueringen.de/bestand/view/id/24427/tektonik/3159


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Fotografieren von Archivalien

Das selbständige und kostenlose Fotografieren von Archivalien im Lesesaal des Staatsarchivs ist ab sofort möglich. Detaillierte Auskünfte hierzu gibt die Benutzeraufsicht vor Ort.

Besuch in Suhl
Am 28.09.2017 besuchten zehn leitende Mitarbeiter unter Führung von Polizeidirektor Wolfgang Nicolai das Archivdepot Suhl

 

Südthüringens Poizei im Archivdepot Suhl

Am 28.09.2017 besuchten zehn leitende Mitarbeiter der Landespolizeiinspektion Suhl unter Führung von Polizeidirektor Wolfgang Nicolai das Archivdepot Suhl. Anlass des länger geplanten Besuches war die Onlinestellung des Findbuches Bezirksbehörde der Deutschen Volkspolizei Suhl (BDVP) im Mai dieses Jahres. Das Interesse der Suhler Polizeiführung galt also dem DDR-Bestand und natürlich auch der Außenstelle Suhl des Staatsarchivs Meiningen als historisches und aktuelles Gesamtobjekt. So schlossen sich der einstündigen Führung durch das Objekt durch die Suhler Mitarbeiterinnen Sabine Keßler und Ina Methe anregende Gespräche über Inhalt und Benutzungsmöglichkeiten des Bestandes BDVP Suhl an. Zudem kündigte Polizeidirektor Nicolai an, dass er beabsichtigt, weitere Führungskräfte der Landespolizeiinspektion zu  Archivführungen in Suhl anzumelden.


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Tagderoffenentür5
Über 1000 Besucher zum Tag der offenen Tür im Archivdepot Suhl

Am Sonntag, den 10.09.2017 öffneten sich im Archivdepot Suhl, der Außenstelle des Staatsarchivs Meiningen, die Tore zum 13. Tag der offenen Tür und zum 8. Historischen Buchhof. Über 1.000 Besucher ließen es sich nicht nehmen, an diesem Tag des offenen Denkmals das alte Amtsgerichtsgefängnis bzw. die ehemalige Untersuchungshaftanstalt der Bezirksverwaltung Suhl des MfS zu besichtigen oder den zahlreichen Veranstaltungen beizuwohnen. Fester Bestandteil seit 2003 ist der Historische Buchhof, eine Art kleine Buchmesse von verschiedenen Verlagen und Einrichtungen mit vorwiegend historischer Literatur. Die Aussteller kamen trotz des härter werdenden Internetgeschäftes aus verschiedenen Orten Thüringens und Sachsen–Anhalt und bereuten diesen Weg nicht. Darunter auch erstmals der weit über die Grenzen Thüringens bekannte Schriftsteller Landolf Scherzer, der einen eigenen Buchstand betrieb und zudem am Nachmittag eine temperamentvolle Lesung im Lichthof des Gebäudes durchführte. Erstmals gab es auch einen gemeinsamen Buchstand des Landesarchivs Thüringen. Das Konzept des Staatsarchivs, Geschichte und Archiv in Anbetracht des Gebäudes zusammenzuführen, wurde mit weiteren Veranstaltungen und Ausstellungen an diesem Tag realisiert. Die zentrale Veranstaltung war ein historischer Rückblick auf die Bildung der Bezirke im Jahr 1952. Dazu hatte man sich mit Dr. Oliver Werner, Uni Hannover, einen der kompetentesten Historiker zur Erforschung der Geschichte der DDR-Bezirke eingeladen. Neben einem Vortrag zur Geschichte des Bezirkes Suhl präsentierte das Staatsarchiv Meiningen zu diesem Thema den ersten Abschnitt der Onlinestellung des Findbuches zum Bezirkstag/Rat des Bezirkes Suhl. Seit 10.09.2016 kann nun dieses nun unter nachfolgender Adresse eingesehen werden

http://www.archive-in-thueringen.de/bestand/view/id/23381

Ein Renner im wahrsten Sinne des Wortes war die Ausstellung des Fahrzeughistorikers Ronny Renner, der momentan wissenschaftlicher Mitarbeiter im Archivdepot Suhl ist. Seine Tafelausstellung  „Mobilität im Wandel“ ist ein gelungener Streifzug durch die Geschichte der Suhler Fahrzeugindustrie. Die Ausstellung wurde noch durch Originalprodukte, wie eine AWO 425 Sport - das beliebteste Motorrad der frühen DDR - attraktiv ergänzt.

Insgesamt war der Tag der offenen Tür eine erfolgreiche Veranstaltung, auch wenn die Form der Veranstaltung - vieles zu bieten - die Mitarbeiter des Staatsarchivs und zahlreiche Helfer an den Rand der Belastbarkeit gebracht hat.

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Frau Siemann am Buchstand des Landesarchivs Thüringen als Teil des Historischen Buchhofes
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Frau Baumann (li.) und Frau Kessler (re.) bei Ihrem Vortrag zur Online-Stellung des Findbuches Bezirkstag/Rat des Bezirkes Suhl
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Der Schriftsteller Landolf Scherzer bei seiner Lesung im Lichthof des Gebäudes
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Im Hof warfen die Besucher einen Blick auf das Angebot der Verlage

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Wintersportverein Plakat

 

Akten zur Wintersportgeschichte Thüringens im Staatsarchiv Meiningen gesichert

 

Gemäß einem Angebot des Präsidenten des Wintersportvereins Oberhof 05 e.V., MdL Steffen Harzer, übernahm das Staatsarchiv Meiningen am 19.09.2017 in Oberhof den ersten archivwürdigen Teil aus der Altregistratur des 1990 gegründeten Wintersportvereins Oberhof 05 e.V. Zum einen handelte es sich um ca. 1,2 lfm Akten des 1989/1990 aufgelösten Armeesportsportklubs (ASK) Oberhof und zum anderen um ca. 7,0 lfm Akten des bis heute existierenden Wintersportvereins (WSV) Oberhof 05 e.V.

Beide Vereine haben bis zum heutigen Tage deutsche Wintersportgeschichte geschrieben und zwar im Spitzensport und auch im Breitensport. Davon geben die übernommenen Akten ein beredtes Zeugnis ab. Allerdings wird davon ausgegangen, dass die Überlieferung des ASK Oberhof bei weitem nicht vollständig ist. Bemühungen des Staatsarchivs Meiningen, bereits in den 1990er Jahren eine weitaus größere Überlieferung zu sichern, sind damals gescheitert. Bis heute ist ungeklärt, was mit der Hauptüberlieferung geschehen ist. Es wird vermutet, dass die Akten das Schicksal der in Oberhof gescheiterten und in alle Winde zerstreuten Wintersportausstellung geteilt haben. Dagegen zeichnen die Akten des Wintersportvereins Oberhof 05 ein fast lückenloses Bild von der Gründung des Vereins bis etwa 2002. Darunter Unterlagen zur Vorbereitung und Durchführung der internationalen Wettkämpfe, wie Biathlon-Weltcups, Bob-Weltcups, Skisprung- und Skilanglaufwettbewerbe der FIS. Darüber hinaus war der WSV jahrelang für die Organisation des international bekannten Rennsteiglaufes zuständig. Über die Organisation, Vorbereitung und Durchführung dieses Massenevents geben die Akten Auskunft.

Beide Bestände werden ab November 2017 intensiv mit Augias 8.3. erschlossen. Das Findhilfsmittel dazu wird dann Anfang 2018 online gestellt.


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Einfahrabteilung mir AWO-Motorrädern
1953 Einfahrabteilung des VEB Simson Suhl mit Werksangehörigen anlässlich der Produktion der 25000sten AWO 425
Sammlung Betriebsgeschichte der Suhler Fahrzeug- und Jagdwaffenindustrie im Netz

Nach monatelanger Vorbereitung konnte das Staatsarchiv Meiningen das Findbuch zur Sammlung Betriebsgeschichte der Suhler Fahrzeug- und Jagdwaffenindustrie in das Archivportal Thüringen hochladen und somit für die Öffentlichkeit freigeben. Die noch weitgehend unbekannte Sammlung im Umfang von 18,00 lfm stellt unbestreitbar ein Juwel in Bezug auf die Überlieferung zur Geschichte der Suhler Fahrzeugindustrie der letzten 100 Jahre dar. Mit ihren über 30.000 Fotos, Dias und Negativen ist die Sammlung fast eine Betriebsgeschichte und Stadtgeschichte für sich. Auf den Fotos ist eine nicht überschaubare Zahl von Werksangehörigen innerhalb und außerhalb der Produktion abgelichtet, also die Urgroßväter, Großväter und Väter vieler in Suhl und Umgebung lebender Familien sind reichhaltig dokumentiert. Daneben kann man sich auch zahlreiche politische Prominente aus dem In- und Ausland anschauen, die das Kombinat bzw. seine Vorgänger, Simson und ETW, besucht haben. Des Weiteren beinhaltet die Sammlung einmalige Dokumente oder Kopien solcher zurückgehend bis in das 19. Jahrhundert, aber auch aus neuerer Zeit - so zum Beispiel über das Wirken der international bekannten Simson-Motorsportabteilung und über die Entstehung zahlreicher Fahrzeugentwicklungen von der AWO bis zum S 52. Erschlossen wurde die Sammlung vom Jenaer Fahrzeugexperten Ronny Renner, der als wissenschaftlicher Historiker derzeit im Staatsarchiv Meiningen tätig ist. Das nun fertiggestellte Findbuch mit fast 1200 Sammlungspositionen kann von jedermann im Netz eingesehen, auch nach Namen kann dort recherchiert werden. Eine Einsichtnahme in die Originaldokumente bzw. Fotos kann im Archivdepot Suhl, der Außenstelle des Staatsarchivs Meiningen, in der Neundorfer-Str.10 erfolgen.

Link zum Findbuch


 

Am 08.06.2017 hatten wir Schülerinnen und Schüler aus dem hiesigen Gymnasium zu Gast.
Sie besichtigten das Staatsarchiv und recherchierten im Rahmen eines im September geplanten Schulaustausches mit Norwegen zum Thema "Deutschland und Norwegen im Kalten Krieg" in Zeitungen und Akten. Das Projekt läuft weiter...


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AkteBlattBDVP
originale Begründung einer Zwangsaussiedlung einer Familie aus dem 5-km-Sperrgebiet am 03.10.1961. Der Ort wurde 1978 komplett abgerissen.

Findbuch der BdVP Suhl online

Nach fast zweijähriger Vorbereitungszeit erfolgte im Staatsarchiv Meiningen am 16. Mai 2017 die Onlinestellung des Findbuches Bezirksbehörde der Deutschen Volkspolizei Suhl, gebräuchliche Abkürzung BdVP Suhl, in das Archivportal Thüringen. Insgesamt gesehen, ist das Staatsarchiv Meiningen somit das erste Staatsarchiv in den ostdeutschen Bundesländern, das diese Bestandkategorie der Polizeiakten der DDR für das Netz frei gegeben hat.  Damit wird der Forschung zur Geschichte der DDR ein weiterer, aussagekräftiger Aktenbestand benutzerfreundlich zur Verfügung gestellt. Die fast 1.200 Akten wurden in den letzten Monaten zum großen Teil nochmals neu erschlossen, neu signiert, technisch bearbeitet und im Hauptstaatsarchiv Weimar sicherungsverfilmt. Der Bestand enthält u.a. schwerpunktmäßig Informationen über die Überwachung der kirchlichen Arbeit in den 1950er und 1960er Jahren, über Republikfluchten vor und nach 1961, über die Durchführung der Zwangsaussiedlungen an der innerdeutschen Grenze 1952 und 1961, den Einsatz ausländischer Arbeitskräfte nach 1970 und zeichnet mit seinen lückenlosen Tagesrapporten u.a. ein detailliertes Bild der Vorkommnisse in den letzten Monaten des Bestehens des kleinsten Bezirkes der DDR, der auf Grund seiner Lage und seiner Besonderheiten  vom Rest der DDR oft als „autonome Gebirgsrepublik“ verspottet wurde.

Der Bestand kann unter diesem Link aufgerufen werden


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Jahresarbeitstagung Stadtarchiv Ilmenau 2017
Frau Hoff und Frau Baumann während ihres Vortrages im Stadtarchiv Ilmenau

15. Jahresarbeitstagung des Staatsarchivs Meiningen mit den Kommunalarchiven Südwestthüringens

 

Am 26. April 2017 trafen sich auf Einladung des Staatsarchivs Meiningen und der Stadtverwaltung Ilmenau nun schon zum 15. Mal seit 2001 insgesamt 24 Archivarinnen und Archivare Südwestthüringens zum Informations- und Erfahrungsaustausch im neuen Stadtarchiv Ilmenau.

Das Staatsarchiv nahm erfreut zur Kenntnis, dass neben 18 Kommunalarchivarinnen und -archivaren auch Fachvertreter anderer Einrichtungen, bspw. der TU Ilmenau und dem BStU, Außenstelle Suhl Interesse an der Jahresarbeitstagung zeigten.

Ein Vortrag von Carolin Baumann (Staatsarchiv Meiningen) und Henrike Hoff (Stadtarchiv Leipzig) mit dem Titel „Allem Anfang wohnt ein Schauder inne - Elektronische Unterlagen ermitteln, übernehmen und erschließen“, bildete den thematischen Schwerpunkt der Zusammenkunft, dem sich eine rege Diskussion anschloss.

Bevor die Tagung mit einer Führung durch die neuen Räumlichkeiten des Stadtarchivs Ilmenau abgerundet wurde, tauschten sich die Kolleginnen und Kollegen über anstehende Probleme aus, informierten über Veränderungen und gaben Neuigkeiten bekannt.

Das Staatsarchiv Meiningen bedankt sich herzlich bei der Stadt Ilmenau, v.a. bei der Stadtarchivarin Frau Martina Arnold für die Ausrichtung der Veranstaltung und für den herzlichen Empfang.

Jahresarbeitstagung Stadtarchiv Ilmenau 2017 Fuehrung
Führung der Tagungsteilnehmer durch die Räumlichkeiten des Stadtarchivs Ilmenau durch dessen Leiterin Frau Arnold (Mitte)

Bestand Bezirkstag/ Rat des Bezirkes Suhl

Es erfolgt zur Zeit eine grundlegende Bearbeitung des Bestandes 4-61-001: Bezirkstag/ Rat des Bezirkes Suhl. Wir weisen darauf hin, dass dieser Bestand daher momentan nur eingeschränkt recherchierbar und benutzbar ist. Sollten Sie Fragen zu diesem Bestand haben, können Sie sich selbstverständlich an unseren Benutzerdienst oder an unsere Mitarbeiter wenden.

Jahrbuch des Hennebergisch-Fränkischen Geschichtsvereins 2016

Seit Anfang Herbst liegt mit Band 31 das aktuelle Jahrbuch des Hennebergisch-Fränkischen Geschichtsvereins vor. 

Aufsätze von elf Autoren befassen sich mit Themen wie der Geschichte von Ortsnamen, Orten oder Familiengeschichte ebenso, wie mit Biographien herausragender Persönlichkeiten der Gegend in längerer oder jüngerer Vergangenheit sowie der Geschichte von Einrichtungen. Auch die Hennebergische Bibliographie 2015 ist Bestandteil der Veröffentlichung sowie Rezensionen und natürlich Mitteliungen des Vereins.

Das Jahrbuch kann zum Preis von 30 Euro (15 Euro für Mitglieder des HFG) im Hennebergischen Museum Veßra und ebenfalls im Staatsarchiv Meiningen erworben werden.


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Veränderung der Öffnungszeiten

Das Staatsarchiv Meiningen hat seit dem 1. Oktober 2016 wie folgt geänderte Öffnungszeiten:

Mo, Mi, Do 8.00 - 16.00 Uhr

Di 8.00 - 18.00 Uhr

Freitag geschlossen

Die Öffnungszeiten des Archivdepots Suhl gelten wie vordem.


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Online-Katalog der Bibliothek des Staatsarchivs Meiningen

Die Bibliothek des Staatsarchivs Meiningen ist seit Ende August 2016 über einen Online-Katalog recherchierbar. Alle Bücher können während der Öffnungszeiten des Hauses hier eingesehen werden.


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Der Schriftsteller Landolf Scherzer (re.) mit Dr. Norbert Moczarski (Abteilungsleiter Staatsarchiv Meiningen) bei der Übergabe der Dokumente

Weitere Schenkung von dem bekannten Schriftsteller Landolf Scherzer erhalten

Am 24.08.2016 übergab der mittlerweile deutschlandweit bekannte Schriftsteller Landolf Scherzer (75) https://de.wikipedia.org/wiki/Landolf_Scherzer dem Staatsarchiv Meiningen in Form eines Depositums Teil 2 seines umfangreichen Vorlasses im Umfang von 40 Archivkartons. Darunter seine Urmanuskripte zu den frühen Büchern, die er bei der Übergabe des 1. Teils im Jahr 2000 noch zurückgehalten hatte und auch seine zahlreichen Vorarbeiten zu seinem letzten Buch „Der Rote“ über den thüringischen Ministerpräsidenten Bodo Ramelow aus dem Jahr 2015. Weiterhin dabei, einige nicht veröffentlichte Bücher, darunter „Der Pakt" über die Bauhaus-Uni Weimar, welches wegen Differenzen mit dem damaligen Rektor nicht erschienen ist. Landolf Scherzer hatte wochenlang eine Vorordnung der Materialien vorgenommen. Der Vorlass umfasst jetzt 6,8 lfm. Teil 3 mit persönlichen Dokumenten will er zu einem späteren Zeitpunkt übergeben.

Die Übergabe fand in entspannter Atmosphäre in seinem Arbeitshaus im Dietzhäuser Seßlestal - sozusagen im Grünen - statt. Der Bitte, beim nächsten Historischen Buchhof anlässlich des Tages der offenen Tür 2017 im Archivdepot Suhl einen eigenen Buchstand zu besetzen und ggf. eine Lesung durchzuführen will er voraussichtlich nachkommen.

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Landolf Scherzer (li.) mit Ralf Hübner (Staatsarchiv Meiningen) beim Abtransport der Unterlagen

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Kooperationsvertrag
v.l.n.r.: Dr. Hartmut Göbel (2. Vorsitzender Förderverein Fahrzeugmuseum), Stefan Biermann, Dr. Bernhard Post, Dr. Norbert Moczarski, Joachim Scheibe (1. Vorsitzender Förderverein Fahrzeugmuseum), Eckhard Griebel (Vorstandsmitglied Förderverein Fahrzeugmuseum), Ronny Renner (Fahrzeughistoriker)
Kooperationsvertrag zwischen dem Fahrzeugmuseum Suhl und dem Landesarchiv Thüringen - Staatsarchiv Meiningen unterzeichnet

Am 3. August 2016 wurde im Fahrzeugmuseum Suhl ein Kooperationsvertrag zwischen dem Landesarchiv Thüringen – Staatsarchiv Meiningen und dem Förderverein Fahrzeugmuseum Suhl e.V. über gegenseitige Hilfen bei der Aufarbeitung der Geschichte der Suhler Fahrzeugindustrie unterzeichnet. An dem Treffen nahmen auch der neu berufene Leiter des Landesarchivs Thüringen, Dr. Bernhard Post, und der zuständige Referatsleiter in der Thüringer Staatskanzlei, Stefan Biermann, teil. In Zukunft wird das Fahrzeugmuseum intensiver als bisher auf die Archivbestände zur Suhler Fahrzeugindustrie zurückgreifen. Im Gegenzug erhalten die Archivare vom Fahrzeugmuseum fachliche Unterstützung bei der Erschließung fahrzeugtechnischer Unterlagen. Das Staatsarchiv Meiningen bewahrt in seiner Suhler Außenstelle fast 400 lfdm Akten zur Suhler Fahrzeugindustrie auf. Dazu gehören auch über 20.000 Fotos, Alben, Konstruktionszeichnungen etc. Darunter Entwicklungsunterlagen der in der DDR und auch heute noch beliebten Motorräder und Mokicks wie AWO 425, SR-2, Schwalbe und S 51.

Information über Zentrale Bestände zur Geschichte der Suhler Fahrzeugindustrie (132.1 kB)
PDF-Dokument ist nicht barrierefrei.


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Ewald Dähn, 1980

 

Nachlass des berühmten Suhler Fahrzeug-Konstrukteurs  Ewald Dähn für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht

Ende Juni 2016 konnte der im Herbst 2015 übernommene private Nachlass von Ewald Dähn aus Suhl - Mitkonstrukteur von AWO und Schwalbe - per Online-Findbuch der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Der Nachlass beinhaltet u.a. eine umfangreiche Fotosammlung aber auch persönliche Dokumente und ist sowohl technikgeschichtlich als auch regionalgeschichtlich von großem Interesse.

Wer war Ewald Dähn?

Walther Kurt Ewald Dähn wurde am 12. März 1915 in Mäbendorf  bei Suhl geboren. Sein Vater fiel noch vor seiner Geburt im Ersten Weltkrieg. Er besuchte ab der 5. Klasse die Mittelschule und legte 1931 die Mittlere Reife ab. Danach fand er unter schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen eine Lehrstelle in der Motorenfertigung der Firma Simson & Co. Suhl. Nach Abschluss der Gesellenprüfung ging er als Volontier zu den Junkers-Werken nach Dessau. 1940 heiratete Ewald Dähn und begann danach an der Fliegertechnischen Schule in Jüterbog ein Ingenieursstudium in der Fachrichtung Flugzeugbau. Als Angehöriger des Bodenpersonals diente er im Zweiten Weltkrieg bei der Luftwaffe. Dähn war vom 1. Mai 1945 bis zum 14. Februar 1946 in amerikanischer Gefangenschaft und danach noch bis zum 12. April 1946 im Medizinischen Depot Weinheim angestellt. Er kehrte anschließend in seinen Geburtsort Mäbendorf zurück und wurde - zunächst noch als technischer Zeichner eingestuft -  am 12. Juni 1946 wieder in der SAG Simson & Co. eingestellt. Wenig später war Ewald Dähn in den Bereichen Getriebe und Kardan an der Konstruktion des Motorrades AWO 425 beteiligt und wurde ab 1951 wieder offiziell als Konstrukteur beschäftigt. Ab 1955 lenkte er die neu geschaffene Sportabteilung des VEB Simson Suhl. Im April 1960 übernahm er die Leitung der Abteilung Forschung und Entwicklung von Friedrich Gonnermann und wirkte zunächst an der Weiterentwicklung der Simson-Kleinkrafträder mit. Dähn war später als Hauptkonstrukteur für die Entwicklung von Fahrzeugen wie der Simson "Schwalbe" und der Simson "S 50" verantwortlich. Noch während seiner Berufstätigkeit engagierte er sich in der Kommission Betriebsgeschichte des VEB Fajas Suhl und sammelte historisches Fachwissen zur Fahrzeugproduktion in Suhl. Auch nachdem er 1980 in den Ruhestand wechselte, beschäftigte ihn diese Aufgabe weiterhin. Er publizierte sein Fachwissen in zahlreichen Büchern. Zusätzlich war er als Chronist von Mäbendorf aktiv und veröffentlichte außerdem mit Hans Nothnagel das Buch "Juden in Suhl". Die Stadt Suhl würdigte seine Verdienste an seinem 80. Geburtstag mit dem Eintrag in das Ehrenbuch der Stadt. Ewald Dähn verstarb am 28. Dezember 2012 im Alter von 97 Jahren.

Sein Nachlass wurde nach längeren Verhandlungen  von seiner Tochter Hannelore Stiebritz, Suhl-Mäbendorf,  im Herbst 2015 an das Staatsarchiv Meiningen übergeben. Von November 2015 bis Dezember 2015 wurde der Nachlass von Ronny Renner B.A., zeitweiliger wissenschaftlicher Mitarbeiter des Landesarchivs Thüringen, Staatsarchiv Meiningen, mittels des Archivinformationssystems Augias erschlossen.

Zum Online-Findbuch
im Archivportal Thüringen

EwaldDaehn
Ewald Dähn bei der Verabschiedung in den Ruhestand anlässlich seines 65. Geburtstages 1980
MopedsausSuhl
Mopeds aus Suhler Produktion (hinten und Mitte "Schwalbe", vorn eine "S 50")

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Freihandscanner
Scanner zur Selbstbedienung
Neuer Service in der Benutzung

Seit 21.06.2016 ist es für die Nutzer unserer Einrichtung möglich, eigenhändig Scans von Akten anzufertigen. Aus datenschutzrechtlichen Gründen gilt dies nur für Akten bis 1920.

Für die Anfertigung der Scans steht im Lesesaal ein moderner Buch-Scanner zur Verfügung. Nach ggf. einer kurzen Einweisung durch den Benutzerdienst können Digitalisate hergestellt und diese dann auf einem mitzubringenden USB-Stick gespeichert werden.

Gemäß der Thüringer Verwaltungskostenordnung wird pro Scan eine Gebühr von 1,50 € erhoben. Weitere Zusatzgebühren entfallen und ebenso die Wartezeit, wenn Akten zur Reproduktion in die Fotostelle nach Weimar geschickt werden.


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Besuch von Mitgliedern des Landtages im Staatsarchiv Meiningen

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Bibliothek im Zugangsraum

Anlässlich des Besuches der kulturpolitischen Sprecherin und stellv. Fraktionsvorsitzenden der Linken im Thüringer Landtag, Katja Mitteldorf, und Steffen Harzer, ebenfalls MdL der Linken, im Staatsarchiv Meiningen am 4. Februar 2016 wurde das Findbuch „SED-Bezirksleitung Suhl 1952-1989“ im Archivportal Thüringen freigeschaltet. Der interessierte Nutzer hat nun die Möglichkeit, online Informationen über den Inhalt von fast 6.000 Akteneinheiten der SED-Bezirksleitung Suhl aus den Jahren 1952-1989 abzurufen. Diese reichen von der Bildung des Bezirkes Suhl 1952 bis zur Abberufung von Hans Albrecht als 1. Sekretär im November 1989.

Das Online-Findbuch ersetzt allerdings nicht das Studium der Akten selbst, die im Meininger Schloss liegen, sondern gibt nur Hinweise auf den Inhalt dieser Akten. So kann man jetzt bereits am eigenen PC oder Tablet die Akten aussuchen. Die Einsichtnahme in Meiningen ist in der Regel kostenlos. Eine fernmündliche Anmeldung über 03693/44670 bzw. per e-Mail über meiningen{at}staatsarchive.thueringen{punkt}de wäre wünschenswert.

Das Archivportal Thüringen ist über die Homepage des Staatsarchivs Meiningen per Mausklick ansteuerbar http://www.thueringen.de/staatsarchive/meiningen. Den Archivbestand SED-Bezirksleitung Suhl kann man dann in der Rubrik „Nichtstaatliches Archivgut (Bestände und Sammlungen)“ problemlos finden und mit einem Klick auf das Buchsymbol öffnen.

oder hier zum Online-Findbuch
im Archivportal Thüringen

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Ein Blick in das Magazin im Erdgeschoss

Festschrift für Johannes Mötsch zum 65. Geburtstag erschienen
"Thüringische und Rheinische Forschungen. Bonn - Koblenz - Weimar - Meiningen"


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