Thüringer Kulturforum

Kulturforum300

„Jahrhundertelang geprägt von kleinen Fürstentümern, die eine reiche und zum Teil einzigartige Residenzlandschaft mit rund 30 000 Denkmalen, 173 Schlösser und Burgen, den Stätten wie das Klassische Weimar, die Wartburg, aber auch die dichteste Theater- und Orchesterlandschaft hinterlassen haben, gehört Thüringen zu den herausragenden Kulturlandschaften Deutschlands. Im 18. und 19. Jahrhundert entwickelte sich Thüringen zu einem Zentrum deutscher Kultur. Große Denker und Geistesgrößen des 18. und 19. Jahrhunderts wie Hegel, Fichte, Schelling, Goethe und Schiller sind untrennbar mit Jena und Weimar verbunden. Die kulturellen Aufbrüche im 19. und 20. Jahrhundert bis hin zum Bauhaus, aber auch Barbareien des 20. Jahrhunderts, all dies prägt bis heute Thüringen.
Die vielfältige Kulturlandschaft Thüringens beruht sowohl auf dem reichhaltigen Erbe der Residenzkultur als auch auf einer in der DDR gewachsenen und geförderten Kulturlandschaft, die sich nach der friedlichen Revolution vollkommen neuen Herausforderungen gegenübersah. Thüringen hat sich dazu bekannt, die Kultur als gemeinsame Aufgabe der gesellschaftlichen Akteure, der kommunalen Gebietskörperschaften und des Landes zu beschreiben  und hat die wesentlichen Zielsetzungen zur Sicherung des kulturellen Erbes und der kulturellen Vielfalt sowie zur Stärkung der zeitgenössischen Kunst und Kultur in einem Leitbild zusammengefasst. Das Leitbild wurde erstmals auf Basis eines breiten Dialogs mit allen kulturellen Akteuren erarbeitet. Es fand seinen Auftakt mit dem 1. Thüringer Kulturforum am 21.05.2010. Mit dem Kulturforum wurde ein Format geboren, in dem Vertreter aus Politik und Kultur zu verschiedenen Themen in einen Austausch treten und die Aufgaben für die Gestaltung einer effizienten und bürgernahen Kulturpolitik diskutieren. Es entspricht dem Gedanken, breit angelegte partizipative Prozesse mit allen Kulturschaffenden und –verantwortlichen anzustoßen, durchzuführen und erfolgreich abzuschließen.   

Eine Luftaufnahme der Veste Heldburg bei strahlenden Sonnenschein.
Foto: Nürnberger Versicherung (Förderer des Deutschen Burgenmuseums)

Seit 2010 fanden 4 weitere Kulturforen zu unterschiedlichen Themen statt. Zuletzt wurden am 17.04.2015 auf dem 5. Thüringer Kulturforum in Arnstadt die Ergebnisse des Prozesses der Erarbeitung der Kulturentwicklungskonzeptionen in den zwei Thüringer Modellregionen im Norden und im Süden vorgestellt. In verschiedenen Workshops konnten sich die Teilnehmer aktiv in die Diskussionen einbringen. 
Als Modellregionen haben die Landkreise Kyffhäuser und Nordhausen im Norden und die Landkreise Hildburghausen und Sonneberg sowohl  in der Erarbeitungs- als auch in der Umsetzungsphase eng zusammengearbeitet. Viele Standorte, darunter die Veste Heldburg, die heute das Deutsche Burgenmuseum beherbergt, oder das Kyffhäuser-Denkmal, das zum einen Wahrzeichen des Kyffhäuserkreises ist und zum anderen auch das Logo des neu gegründeten Tourismusverbandes Südharz –Kyffhäuser e.V. prägt, sind inzwischen kulturelle Visitenkarten für Thüringen geworden und sollen noch weiter entwickelt werden.  Das Land hat dafür Mittel für jeweils eine Stelle für die Kulturkoordinierung und Sachmittel für Begleitprojekte zur Verfügung gestellt. Noch läuft die Umsetzungsphase. Auf dem 6. Thüringer Kulturforum am 30.05.2018 sollen aber nun erste Ergebnisse der sogenannten KEK-Prozesse vorgestellt werden. In den Prozessen wurden und werden neue Wege aufgezeigt, den demografischen Wandel im Kulturbereich als Gestaltungs- und Transformationsauftrag zu verstehen und zu nutzen. In den vielen Gesprächen wurde deutlich, dass es sowohl gelungene Beispiele für eine gute Zusammenarbeit zwischen Institutionen und Vereinen gibt, aber auch Defizite wegen fehlender Kenntnis der Strukturen und Akteure untereinander, die auszugleichen sind. Dafür gilt es auch hier, vorhandene Strukturen besser zu nutzen bzw. neue Knotenpunkte für Kommunikation, Koordination und Kooperation zu schaffen. Das Ehrenamt und damit das Vereinswesen sind durch Qualifizierung und Kooperationsentwicklung zu stärken. Lotsen oder Local Heroes in den Regionen  können als Impulsgeber für die Koordinierung der kulturellen Aktivitäten wirken. Das sind die Themen, zu denen wir am 30.05.2018 zusammenkommen und mit den Teilnehmern in einen offenen Austausch treten wollen.“

Ein heller Museumsraum, in der Mitte drei ausgestopfte Rehe.
Foto: Elisabeth Otto

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Prof.benjamin-immanuel Hoff 003.jpg

Einladung zum 6. Kulturforum

Sehr geehrte Damen und Herren!

Ich lade Sie am Mittwoch, dem 30. Mai 2018 zum 6. Thüringer Kulturforum in das Augustinerkloster Erfurt herzlich ein!

Wir wollen gemeinsam mit den Modellregionen der Landkreise Kyffhäuser und Nordhausen sowie  Hildburghausen und Sonneberg die bisherigen Ergebnisse vorstellen, die bei der Umsetzungsphase zu den Kulturentwicklungskonzeptionen erreicht wurden und noch im Werden sind. Außerdem wollen wir mit Ihnen über die Wege dahin ins Gespräch kommen.
Mehr als zwei intensive Jahre dauert der Prozess an. Es wurde viel hervorgebracht. Sei es ein neuer und erfolgreicher Tourismusverband im Norden oder ein museumspädagogisches Heft, in dem Fuchs und Hase in Südthüringen unterwegs sind. Aber es bleibt noch viel zu tun. Z.B. wollen wir einen Zweckverband Museen in Südthüringen gründen und einen Preis für Kulturkindergärten und –schulen ausloben. All das soll beispielhaft für die Herausforderungen im Kulturland Thüringen sein. Wir wollen mit Ihnen gemeinsam erörtern, welche Teilerfolge Sie mitnehmen können oder welche Erwartungen Sie für Ihre Region im Freistaat haben.

Seien Sie also herzlich willkommen und diskutieren Sie mit uns.

Ihr

Prof. Dr. Benjamin-Immanuel Hoff, Chef der Staatskanzlei und Minister für Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten

Veranstaltungsprogramm

ab 12:00 Registrierung der Teilnehmer

13:00 Einführung in die Thematik und Imagefilme aus den Regionen

13:15 Zwei Modellregionen, vier Jahre, fünf Thesen zur Kulturentwicklung in Thüringen abseits der Zentren
Prof. Dr. Hoff, Thüringer Minister für Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten und Chef der Staatskanzlei, sowie Dr. Patrick S. Föhl, Leiter des Netzwerk Kulturberatung, moderieren
die Impulse aus den Regionen

  • Netzwerke bilden die Basis für kulturelle Entwicklung der Regionen und gelingende Kulturarbeit und -politik in Thüringen
    Michael Donth, Kunsthof Friedrichsrode
     
  • Kooperation und Öffnung von kulturellen Institutionen führen zu Transformation von kulturellen Räumen und Orten
    Dr. Eberhard Kusber, Bibliotheksverband Thüringen
     
  • Alte und neue Geschichten müssen zeitgemäß erzählt werden - Kulturelle und kulturtouristische Entwicklung brauchen Knotenpunkte und Türöffner
    Matthias Deichstetter, Amtsleiter für Tourismus und Kultur /
     
  • Kulturelle Teilhabe und Bildung – Chance und Herausforderung
    Birgit Sprenger, Referentin in der Thüringer Staatskanzlei, Kulturabteilung
     
  • Lokale Helden beleben dezentrale Kulturorte und (re-)aktivieren kulturelle/künstlerische Projekte im ländlichen Raum
    Toni Köhler-Terz, Kulturkollektiv Goetheschule Lauscha e.V.

14:00 Lasst uns reden - Zu den Impulsvorträgen stehen Ihnen Themeninseln für eine
lockere Diskussionsrunde zur Verfügung.Gern können Sie Ihre Gedanken mit den Referenten und ihren Teams austauschen.
Es stehen für Sie bereit:

  • Prof. Dr. Benjamin-Immanuel Hoff, Minister für Kultur
    Dr. Patrick S. Föhl, Leiter des Netzwerk Kulturberatung
    Antje Jakob, Mitarbeiterin der Thüringer Staatskanzlei
     
  • Michael Donth, Kunsthof Friedrichsrode
    Jörg Dietrich, Kulturrat Thüringen e.V.
    Philipp Rothe, Thüringer Landgesellschaft
     
  • Dr. Eberhard Kusber, Bibliotheksverband Thüringen e.V.
    Elke Elbers, Deutsches Burgenmuseum
    Holger Nowak, Museumsverband Thüringen e.V.
     
  • Matthias Deichstetter, Amtsleiter für Tourismus und Kultur / Musikschule im Kyffhäuserkreis
    Alexandra Forner, Kulturkoordinatorin der Modellregion Nord
    Martina Degenhart, Jugendkunstschule Nordhausen
     
  • Birgit Sprenger, Referentin in der Thüringer Staatskanzlei, Kulturabteilung
    Katja Nicke, Landesvereinigung Kulturelle Jugendbildung
    Jörg Wagner, mobiler Museumspädagoge
     
  • Toni Köhler-Terz, Kulturkollektiv Goetheschule Lauscha e.V.
    Dr. Julia Ackerschott, Kulturkoordinatorin der Modellregion Süd
    Bettina Rößger, LAG Soziokultur

15:30 Kaffee-Pause
16:00 Musikalischer Beitrag
16:15 Abschließende Präsentation aus den Themeninseln
17:15 Zum Abschluss:Was nehmen Sie mit? Was wünschen Sie sich?

Anmeldeformular zum 6. Kulturforum in Erfurt
Sicherheitsabfrage:

* = Pflichtfeld

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Eine Luftaufnahme des Kyffhäuserdenkmals.
Foto: Martin Ludwig//Werbeagentur maniax-at-work

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