13.04.2018
Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie

Medieninformation

Tagung in Trostadt vergrößert Wissen um Henneberger Klöster

Etwa 80 Teilnehmer kamen am 12. April in der Klosterkirche Trostadt, Lkr. Hildburghausen, zur Tagung „Die Grafschaft Henneberg und ihre Klöster“ zusammen, die vom Thüringischen Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie (TLDA) gemeinsam mit dem Hennebergisch-Fränkischen Geschichtsverein e. V. veranstaltet wurde.

Die Tagung in der historischen Klosterkirche wollte das fast vergessene romanische Frauenkloster von Trostadt in den Mittelpunkt rücken und zu weiterer Forschung einladen. Das Prämonstratenserkloster wurde 1131 von den Grafen von Henneberg im benachbarten Veßra als Doppelkloster gegründet. Der Frauenkonvent wurde Ende des 12. Jh. nach Trostadt verlegt und das Kloster 1182 geweiht. Im Jahr 1525  erfolgte die Niederlegung im Zuge des Bauernkrieges.

Das Tagungsprogramm begann mit den Begrüßungen durch Dr. Ines Spazier, Gebietsreferentin des TLDA und Organisatorin der Tagung, Frau Dr. Uta Bretschneider, Direktorin des benachbarten Klosters Veßra, Herrn Dr. Johannes Mötsch, Vorsitzender des Hennebergisch-Fränkischen Geschichtsvereins e. V., gefolgt von fünf Fachvorträgen zu romanischen Klöstern des Henneberger und mitteldeutschen Gebietes.

So lieferte Dr. Johannes Mötsch (Meiningen) einen geschichtlichen Überblick über die Henneberger und ihre Klöster zwischen dem 11. Jh. und dem Erlöschen der Erblinie 1583. Dr. Reinhard Schmitt (Halle) gab eine Zusammenschau zur bauhistorischen Klosterforschung in Mitteldeutschland in den letzten vierzig Jahren, darunter die Klöster Goseck, Huysburg, Ilsenburg, Göllingen, Erfurt Peterskirche, Memleben und Herrenbreitungen. Dr. Ines Spazier (Weimar) stellte das im 9. Jh. gegründete Benediktinerinnenkloster Rohr, Lkr. Schmalkalden-Meiningen, und die dortigen bauhistorischen und archäologischen Untersuchungen vor, Michael Römhild (Hildburghausen) sprach anschließend über das heute leider nur mehr in Resten erhaltene Benediktinerkloster St. Michael in Veilsdorf, Lkr. Hildburghausen. Dr. Thomas Nitz (Erfurt) widmete sich als letzter Referent ganz dem Kloster Trostadt und seiner ersten bauhistorischen Erforschung, die noch viele Fragen aufwirft.

Im Anschluss an die Vorträge konnte bei strahlendem Sonnenschein die gut erhaltene romanische bis frühneuzeitliche Anlage des Trostädter Klosters unter fachlicher Führung von Dr. Thomas Nitz eingehend besichtigt und ausführlich diskutiert werden, darunter die Klosterkirche, die Klausur und die Klostermühle.

Für das leibliche Wohl der Tagungsteilnehmer war ebenfalls gesorgt dank dem großzügigen Einsatz durch die Sponsoren der Agrargenossenschaft Werratal e. G., Herrn T. Müller, Privatbrauerei Metzler GmbH & Co. KG Dingsleben, die Forellenzucht Trostadt, HerrnTrautenhahn sowie Frau D. Hackel aus Reurieth.

Ihnen wie auch Katrin und Jens Wiener, in deren Privatbesitz sich das Kloster Trostadt heute befindet, sei für die umfassende Unterstützung dieser erfolgreichen Tagung aufs Herzlichste gedankt!

 

Tagung Kloster Trostadt Vortrag Römhild
Michael Römhild während seines Vortrages in der gut gefüllten ehemaligen Klosterkirche Trostadt (Foto: F. Schönfeld, TLDA, Weimar)
Tagung Kloster Trostadt Führung Nitz
Führung über das Klostergelände mit Dr. Thomas Nitz (gelber Pullover) (Foto: F. Schönfeld, TLDA, Weimar)

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