05.11.2018
Thüringer Staatskanzlei

Medieninformation 236/2018

Aufarbeitung von Christendiskriminierung in der DDR: Land weiterhin zu Unterstützung bereit

Die Thüringer Staatskanzlei und das Thüringer Wissenschaftsministerium haben ihre Unterstützung für ein Forschungsprojekt zur Diskriminierung von Christen in der DDR bekräftigt. „Das Land steht dazu, dass eine solche Aufarbeitung stattfinden muss“, sagte Kulturstaatssekretärin Dr. Babette Winter. Medienberichte, denen zufolge das Projekt „geplatzt“ sei, könnten deshalb nicht bestätigt werden, betonte Thüringens Wissenschaftsstaatssekretär Markus Hoppe. Allerdings war der Förderantrag in der „Thüringer Programmkommission“ – einem Gremium von renommierten Wissenschaftlern – aufgrund erheblicher fachlicher Kritik im ersten Anlauf nicht förderfähig. Jetzt seien die Antragsteller am Zug, so Hoppe.

Die Thüringer Programmkommission, die unter dem Vorsitz des Wissenschaftsstaatssekretärs einmal jährlich tagt, ist das zentrale Thüringer Gremium zur Begutachtung und Entscheidung von Förderanträgen im Forschungs- und Wissenschaftsbereich. In ihr sind Natur- und Geisteswissenschaftler von Hochschulen und Forschungseinrichtungen aus allen Teilen Deutschlands vertreten. Ihren Förderentscheidungen liegt ein streng wissenschaftsgeleitetes, kompetitives Verfahren zugrunde. So werden zu jedem Förderantrag im Vorfeld der Kommissionssitzung jeweils zwei wissenschaftliche Gutachten von externen Fachvertreterinnen und -vertretern eingeholt.

Der vorliegende Antrag der Universität Erfurt mit dem Titel „Bildungswege von Christinnen und Christen in der DDR nach dem Mauerbau – Staatliche Repression und biografische Folgen“ und einem Antragsvolumen von rund 660.000 Euro war auf der Grundlage der beiden Fachgutachten nicht förderfähig, so dass die Programmkommission bei ihrer Sitzung im September 2018 keine positive Förderentscheidung treffen konnte.

Angesichts der Bedeutung des Themas habe das Land aber nunmehr die Möglichkeit eröffnet, in der nächsten Förderrunde im April 2019 einen neuen, substantiell überarbeiteten Förderantrag zu stellen, sagte Hoppe. Hinweise dafür würden die beiden Gutachten geben. Zudem sei das Land aufgrund der besonderen Thematik ausnahmsweise bereit, für die vorbereitenden Aktivitäten eine Anschubfinanzierung über das Strategie- und Innovationsbudget des Landes bereitzustellen.

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