07.09.2018
Thüringer Staatskanzlei

Medieninformation 202/2018

Thüringen und der Tag der offenen Denkmale

Am kommenden Sonntag, den 9. September 2018, laden wieder rund 600 Denkmale in Thüringen zu einem Besuch anlässlich des Tags des offenen Denkmals ein. In diesem Jahr steht der Denkmaltag unter dem Motto „Entdecken, was uns verbindet“.

„Der Tag des offenen Denkmals bietet  auch in diesem Jahr beste Gelegenheit die Spuren der Vergangenheit in der Gegenwart immer wieder neu zu entdecken“, so Kulturstaatssekretärin Dr. Babette Winter (SPD), die am Sonntag insgesamt vier Stationen im Freistaat besucht. Zugleich würdigt Winter das große gemeinschaftliche Engagement von Betreibern und ‎Denkmaleigentümern in Thüringen. Bürgerinnen und Bürger würden eine große Leistung vollbringen, um das historische Erbe zu bewahren.

Am Tag des offenen Denkmals besucht Staatssekretärin Dr. Babette Winter am Sonntag, den 9. September, folgende industriegeschichtlich bedeutende Thüringer Orte und eröffnet anschließend das 5. Bürgerfestes des Geschichtsverbundes Thüringen:

10:00 Uhr Besuch des Kulturpalastes Unterwellenborn, ein Kulturdenkmal nach dem Thüringer Denkmalschutzgesetz.

In den vergangenen Jahren organisierte der Förderverein „Kulturpalast Unterwellenborn e. V.“ etliche kulturelle Veranstaltungen – unter anderem das Europäische Friedenskonzert.

Ort: Heinrich-Heine-Straße 30, 07333 Unterwellenborn

12: 00 Uhr Besuch des Revierhaus, Schacht 04, Maschinenhaus und Besucherbergwerk in Kamsdorf

Das Ensemble um das ehemalige Revierhaus dokumentiert durch seinen Standort und die verschiedenen Baulichkeiten in ihrer unterschiedlichen Entstehungsgeschichte, Gestalt und Nutzung die Entwicklung und Wandlung des Kamsdorfer Bergbaus in den letzten Jahrhunderten. Der 1994 gegründete Kamsdorfer Verein zur Pflege der Bergbautradition e. V. hat das Ziel, die regionalen Bergbautraditionen zu pflegen und zu erhalten. Er unterstützt somit die Erhaltung wertvollen Kulturgutes für die Gemeinde und die Region.

Ort: Grubensteig , 07334 Kamsdorf

13:30 Uhr Besuch der Historischen Porzellanmanufaktur in Lippelsdorf

Die Historische Manufaktur gilt als eine der typischen Thüringer Porzellanstätten unweit des Rennsteigs und war Anfang des 20. Jahrhunderts Standort von fünf Manufakturen. In Lippelsdorf findet parallel zur Thüringer Kulturgeschichte die moderne Fertigung traditioneller kleinformatigen Figuren statt, die weltweit Beachtung finden.

Mit Unterstützung des Thüringer Landesamtes für Denkmalschutz und Archäologie (TLDA) wurde das Ensemble der alten Werkstätten bis 2002 saniert und restauriert. 2005 wurde der Manufaktur der Thüringer Denkmalschutzpreis für die restaurierte Porzellanmanufaktur verliehen.

Das Schaudenkmal der Firma Wagner & Apel in Lippelsdorf gehört zu den letzten Zeugnissen der einst in der Mittelgebirgslandschaft des Thüringer Waldes weit verbreiteten und traditionsreichen Porzellanindustrie. Mit der überlieferten technischen Ausstattung sind Produktionsprozesse und –bedingungen der Porzellanherstellung in den Grundzügen anschaulich vermittelt.

Ort: Lippelsdorf 54, 98743 Gräfenthal

15:30 Uhr Grußwort der Staatssekretärin zur Eröffnung des 5. Bürgerfestes des Geschichtsverbundes Thüringen

Als diesjähriger thematischer Leitfaden wurde mit Blick auf das Jubiläum des Epochenjahres 1968 das Motto „Von Wunsch und Wirklichkeit: 1968 in der DDR“ gewählt. Gezeigt werden soll, wie sich die Veränderung 1968 in die ostdeutschen Köpfe

eingrub und bis 1989 fortwirkte. Eckpunkte des Programms sind DEFA-Kurzfilme der 1960er Jahre und eine Podiumsdiskussion zu „Dubcek, Dutschke, Flower-Power: 1968 und die Sehsucht nach Verändernung in Ost- und Westdeutschland“. Atraktiv

ergänzt wird die Veranstaltung mit Führungen durch die Gedenk- und Bildungssätte Andreasstrasse, einem Kinderprogramm und ein WELTmusik Konzert am Abend. Das fünfte Bürgerfest des Thüringer Geschichtsverbundes würdigt mit seiner

Themenstellung nicht zuletzt auch den Bürgermut der Protagonisten der ostmitteleuropäischen Zivilgesellschaft.

Ort: Andreasstraße 37a, 99084 Erfurt

Hintergrund:

In Thüringen wird seit 1993 der Tag des offenen Denkmals begangen. Der Tag will Bewusstsein für die erbaute Geschichte Thüringens schaffen, die Bürger für den Erhalt des Kulturguts sensibilisieren und die Identifikation mit der Heimatregion fördern.

Im Freistaat gibt es mehr als 30.000 Baudenkmale und 3.000 Bodendenkmale. Hiervon sind ca. 27.000 Profandenkmale, 2.000 Kirchen, 7 Synagogen, 1.600 historische Orgeln, 82 Burgen, 173 Schlösser, Residenzen sowie 330 Edelhöfe und Adelssitze.


Weitere Informationen zum Denkmaltag finden Sie unter: www.tag-des-offenen-denkmals.de.

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