07.09.2018
Thüringer Staatskanzlei

Medieninformation 201/2018

Ministerpräsident Bodo Ramelow überreicht Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland

Ursula Danz, Bärbel Kritzmann und Dr. Herbert Becherer werden am kommenden Dienstag (11. September 2018, um 14 Uhr) mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Im Namen von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wird Ministerpräsident Bodo Ramelow die Ehrung in der Thüringer Staatskanzlei vornehmen. Er sagt vorab: „Sie werden geehrt, weil Ihr ehrenamtliches Engagement herausragt und weil Sie anderen ein Vorbild sind! Weil Sie Thüringer Brauchtum pflegen und Traditionen an junge Menschen weitergeben. Weil Sie sich auch in Ihrer Freizeit für das Thüringer Handwerk und die duale Berufsausbildung im Friseurhandwerk einsetzen. Weil Sie mit Ihrem Fachwissen und Ihrer steuerrechtlichen Expertise ein verlässlicher Ansprechpartner der Finanzverwaltung und Finanzgerichtsbarkeit sind. Allen Auszuzeichnenden ist eines gemein: Sie handeln zum Wohle unseres Landes und machen damit Thüringen zu einem Land, in dem wir gerne leben.“

Termin: Dienstag, 11. September 2018, 14 Uhr
Ort: Barocksaal der Thüringer Staatskanzlei, Regierungsstraße 73, 99084 Erfurt

Die Vertreterinnen und Vertreter der Medien sind zu der Veranstaltung sehr herzlich eingeladen. Bei Interesse an Fotos wenden Sie sich bitte an Bernd Edelmann (bernd.edelmann{at}tsk.thueringen{punkt}de bzw. 0361-57 3211410).

In den Laudationes auf die Ausgezeichneten heißt es u. a.:

Ursula Danz aus der Gemeinde Drei Gleichen wird mit der Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland geehrt. Seit 19 Jahren arbeitet sie als ehrenamtliche Geschäftsführerin des Deutschen Trachtenverbandes, dem größten Bundesverband der Heimat- und Trachtenvereine in Deutschland, der mit zwölf Landesverbänden gleichzeitig auch der größte Partner der Traditionspflege in Europa ist. Ursula Danz koordiniert in ihrer Freizeit die gesamten Termine des Bundesverbandes, insbesondere die des Bundesvorstands. So erledigt sie den gesamten Schriftverkehr, die Kontakte in den sozialen Medien, die Öffentlichkeitsarbeit, zu der auch die Internetpräsentation gehört.

In der Vergangenheit hat Ursula Danz 15 Deutsche Trachtentage vorbereitet, durchgeführt und nachbereitet, wofür sämtliche Aktionen des Bundesverbandes gebündelt werden mussten. Sie war vom Saarland bis nach Schleswig-Holstein unterwegs, um Großveranstaltungen mit mehreren Tausend Menschen auf die Beine zu stellen.

Ein weiterer Höhepunkt in ihrem Vereinsleben – auf den Ursula Danz besonderes Augenmerk legt - ist die Teilnahme deutscher Trachtenträger beim Sommerfest des Bundespräsidenten. Zudem arbeitet sie auch für die Jury zur Vergabe des Prädikates „Tracht des Jahres“ und bereitet die Festakte zur Verleihung der bundesweit höchsten Auszeichnung in der Heimat- und Trachtenpflege – der LUISE – vor. Außerdem ist Ursula Danz Mitglied im Landesvorstand des Thüringer Landestrachtenverbandes und arbeitet dort ehrenamtlich als Kassenprüferin und Revisorin. Die Wertschätzung gegenüber Ursula Danz und ihrer Arbeit ist groß, und auch der langjährigen Präsident des Deutschen Trachtenverbandes und Vorsitzende des Thüringer Trachtenverbandes, Knut Kreuch, weiß, dass er seine Funktionen im Verband nicht zuletzt durch die kontinuierliche und engagierte Unterstützung durch Ursula Danz so erfolgreich wahrnehmen kann.

Ursula Danz hat sich in ganz herausragender Art und Weise hohe Verdienste erworben, indem sie die Bereiche der Heimatpflege und Volkskunde koordiniert, die Geschäftsstelle in Thüringen aufbaute und in vorbildlicher Art und Weise leitet. Durch sie ist Thüringen Mittelpunkt breitenkultureller Arbeit in Deutschland. Mit der Verleihung der Verdienstmedaille an Ursula Danz wird ihr großes Engagement in der Heimat- und Brauchtumspflege gewürdigt.

 

Bärbel Kritzmann aus Luisenthal erhält das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Die Trägerin der „Goldene Handwerksnadel“ bekleidet seit 20 Jahren das Ehrenamt der Vizepräsidentin in der Vollversammlung der Handwerkskammer Erfurt und ist damit die dienstälteste Arbeitnehmervizepräsidentin der Handwerksorganisation Deutschlands. Bereits kurz nachdem sie 1996 als Arbeitnehmervertreterin in die Vollversammlung der Handwerkskammer Erfurt gewählt wurden, wurde Bärbel Kritzmann das hohe Amt der Vizepräsidentin anvertraut. Dass sie im Jahr 2011 zum dritten Mal wiedergewählt wurde, ist Ausdruck der Wertschätzung und ein Vertrauensbeweis. Seit den 1990er Jahren, als vieles neu geordnet und erarbeitet werden musste, gilt Bärbel Kritzmann als eine zuverlässige Ansprechpartnerin. Eine Frau mit Einsatzbereitschaft, mit Tatkraft und mit strategischem Weitblick.

Seit zwei Jahrzehnten ist Bärbel Kritzmann neben Ihrem Beruf für Auszubildende, Umschüler, Kollegen, Arbeitnehmer, aber auch für die Arbeitgeberseite da. Im Kammerbezirk genießt sie dafür hohes Ansehen und Wertschätzung. So hat sie als Vorsitzende des Arbeitskreises Handwerksbeitrag der Handwerkskammer Erfurt mit Fachwissen, Erfahrung und diplomatischem Geschick manchem in Not geratenen Handwerker geholfen.

In der Gewerkschaft ver.di ist sie seit 2001 Präsidiumsmitglied und Mitglied der Tarifkommission der Friseure der Länder Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Darüber hinaus ist Bärbel Kritzmann seit 2009 Mitglied des Berufsausbildungsausschusses der Handwerkskammer Erfurt – eine Funktion, in der sie klar Position bezogen hat für das Modell der dualen Berufsausbildung in Verbindung mit dem Meisterbrief.

In der Arbeitsgemeinschaft der Arbeitnehmer-Vizepräsidenten der Handwerkskammern vertritt Bärbel Kritzmann die Interessen aller Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Wirtschaftsbereich Handwerk. So erläutert sie rechtliche Rahmenbedingungen der Handwerksordnung, sie informiert über Weiterbildungsmöglichkeiten und setzt sich für bessere Aus- und Weiterbildungsbedingungen und ausreichende Ausbildungsplatzkapazitäten ein. Für die Summe all ihrer Verdienste und das hohe ehrenamtliche Engagement, mit dem sie sich in den zurückliegenden 20 Jahren für das Handwerk und die im Handwerk Beschäftigten im Kammerbezirk Erfurt eingesetzt hat, wird ihr das Verdienstkreuz am Bande verliehen.

 

Dr. Herbert Becherer aus Goldbach erhält das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Er arbeitet nicht nur selbst als Steuerberater, sondern engagiert sich seit über 20 Jahren ehrenamtlich in Gremien rund um das Steuerrecht. Sein fachliches Wissen, seine langjährige Erfahrung und sein „Steuer-Know-how“ bringt er seit vielen Jahren in den Berufsstand der Steuerberaterinnen und Steuerberater, derzeit als Präsident der Steuerberaterkammer Thüringen ein.

Zunächst von 1996 bis 2001 als Präsident des Steuerberaterverbandes Thüringen, vertritt Dr. Herbert Becherer nunmehr seit dem Jahr 2001 als Präsident der Steuerberaterkammer Thüringen die Interessen von mehr als 1.200 Angehörigen des steuerberatenden Berufs im Freistaat Thüringen: von Steuerberatern, Steuerbevollmächtigten und Steuerberatungsgesellschaften. Ihm war und ist es dabei wichtig, zukünftige Tätigkeitsfelder aufzuzeigen und Berufsangehörige auf die Herausforderungen im beruflichen Alltag vorzubereiten. Verbunden mit der Funktion als Präsident ist neben der rechtlichen Vertretung des Berufsstandes nach außen stets die Aufgabe, als Ansprechpartner der Finanzverwaltung und Finanzgerichtsbarkeit den Dialog zwischen den Parteien der Steuerrechtspflege zu führen.

Darüber hinaus hat sich Dr. Herbert Becherer in der Zeit von 2003 bis 2015 als Mitglied des Präsidiums der Bundessteuerberaterkammer auch auf Bundesebene eingebracht und wirkte als Vertreter der Bundessteuerberaterkammer von 2005 bis 2015 als deren Vizepräsident.

Als Vizepräsident der Confédération Fiscale Européenne vertrat Dr. Herbert Becherer die Interessen des deutschen steuerberatenden Berufes auf europäischer Ebene. Zudem war er maßgeblich an der Entstehung der neuen europäischen Organisation der Steuerexperten European Tax Adviser Federation mit Sitz in Brüssel, beteiligt.

Herr Dr. Herbert Becherer trägt als Präsident der Steuerberaterkammer Thüringen dafür Sorge, dass sich der Berufsstand den sich wechselnden Rahmenbedingungen stellt und eine Modernisierung erfährt. Als Kammer-Präsident hat er stets die Anstrengungen des Freistaats Thüringen hin zum effizienten Steuervollzug in Zeiten fortschreitender Digitalisierung unterstützt.

Dr. Herbert Becherer hat den Dialog zwischen den Freien Berufen, der Finanzgerichtsbarkeit und den politischen Verantwortlichen belebt und stets gefördert. Die Vielzahl seiner Ämter, vor allem aber die Kontinuität seines langjährigen Einsatzes spricht für das herausragende ehrenamtliche Engagement. Als Dank und Anerkennung erhält Dr. Herbert Becherer das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.

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