13.02.2018
Thüringer Staatskanzlei

Medieninformation 35/2018

Freistaat investiert in Notfallplanung und Krisenmanagement im Kulturbereich

Wie heute im Kabinett der Landesregierung behandelt, unterstützt diese die Schaffung von Notfallverbünden und die Anschaffung von Notfallcontainern und einem Spezialfahrzeug für die Feuerwehren.

Der Brand der Herzogin Anna Amalia Bibliothek, von Schloss Ehrenstein in Ohrdruf sowie das Hochwasser 2013 in Thüringen zeigen, dass die Bewahrung und Sicherung des Kulturguts nur im Zusammenwirken der kulturellen Einrichtungen möglich ist. Das Kabinett befürwortete heute daher den Zusammenschluss kultureller Einrichtungen mit den Gebietskörperschaften zu Notfallverbünden, um Vereinbarungen zur gegenseitigen Unterstützung in Notfällen zu schließen. Der Freistaat Thüringen wird insbesondere den Feuerwehren die dafür notwendige Ausstattung finanzieren.

Zur Unterstützung dieser Notfallverbünde und, um in Notfällen über technische Mittel zur Abwehr von Gefahren zu verfügen, investiert der Freistaat in ein Feuerwehrsonderfahrzeug und in vier Sätze mit jeweils neun Notfallcontainern, die in den Regionen West-Eisenach, Süd-Meiningen, Ost-Altenburg, Nord-Nordhausen geplant sind und – wie bereits für die Region Mitte-Weimar geschehen – bei den städtischen Feuerwehren angesiedelt werden. Die Notfallcontainer werden sämtlichen Kultureinrichtungen in den entsprechenden Regionen zur Verfügung stehen.

Die Kosten für die Notfallcontainer in Höhe von etwa 25.000 Euro pro Satz werden als Kulturgutschutzmaßnahme aus dem Kulturhaushalt der Staatskanzlei zu einhundert Prozent gefördert.
Die Finanzierung des Sonderfahrzeuges bei der Feuerwehr in Weimar, das im Schadensfall durch z.B. Feuer oder Wasser Notfallcontainer an den Schadensort bringt und geborgenes Kulturgut verlädt oder transportiert, erfolgt ebenso durch den Freistaat. Die Kosten für den LKW mit Spezialaufbau, der zusätzlich über eine Kühlung für den sachgerechten Transport z.B. nasser Bücher verfügt, liegen bei rund 100.000 Euro.
Die Stadt Weimar, die den Notfallverbund seit mehreren Jahren erfolgreich ausgebaut hat und beherbergt, soll das Kompetenzzentrum Kulturgutschutz für die Notfallverbünde werden.
Zur Absicherung und Unterstützung werden die Thüringer Staatskanzlei und das Thüringer Ministerium für Inneres und Kommunales darüber hinaus mit dem Gemeinde- und Städtebund Thüringen, dem Thüringischen Landkreistag sowie dem Thüringer Kulturrat eine Vereinbarung treffen, in der die Beteiligten ihre Unterstützung an der Notfallplanung im Kulturbereich zusichern.

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