25.01.2018
Thüringer Staatskanzlei

Medieninformation 17/2018

Ministerin Heike Taubert überreicht Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat Christoph Hochstein, Dr. Kuno Schmidt, Käthe Scheler-Eckstein und Walter Preis den Bundesverdienstorden verliehen. Die Thüringer Finanzministerin Heike Taubert wird – in Vertretung von Ministerpräsident Bodo Ramelow – die hohe Auszeichnung am kommenden Montag (29. Januar 2018, 14 Uhr) im Barocksaal der Thüringer Staatskanzlei überreichen.

2018-01-29 Tfm Bvo - Jk
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat Christoph Hochstein, Dr. Kuno Schmidt, Käthe Scheler-Eckstein und Walter Preis den Bundesverdienstorden verliehen. Die Thüringer Finanzministerin Heike Taubert hat die Auszeichnungen heute in der Thüringer Staatskanzlei überreicht. Die Aufnahme zeigt v.l.n.r.: Christoph Hochstein aus Leinefelde, Dr. Kuno Schmidt aus Suhl, Käthe Scheler-Eckstein aus Mengersgereuth-Hämmern, Walter Preis aus Gernrode und die Thüringer Finanzministerin und Stellvertretende Ministerpräsidentin, Heike Taubert

Christoph Hochstein aus Leinefelde erhält das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland für seinen viele Jahrzehnte währenden Einsatz für die Gleichstellung von benachteiligten Menschen und Menschen mit Behinderungen.

Seit der Wiedervereinigung hat er sowohl in seinem Beruf als Fachanwalt für Sozialrecht als auch im Ehrenamt viele Themen aktiv vorangebracht: den Anspruch von Menschen mit Behinderungen auf ein erfülltes und selbstbestimmtes Leben, auf Teilhabe an Sport, Kultur, Bildung und Arbeit.

Christoph Hochstein war aktiv an der Gründung des Landesverbandes Thüringen des Verbandes der Kriegsbeschädigten, Kriegshinterbliebenen und Sozialrentner Deutschland (VdK) im Jahr 1990 beteiligt. Der Sozialverband setzt sich für Frauen und Männer ein, die von Behinderung, chronischer Krankheit und Altersbeschwerden betroffen sind und die oft unter schwierigen Umständen ihren Alltag gestalten müssen. Innerhalb des VdK Hessen Thüringen war Christoph Hochstein über zwei Jahrzehnte Vorsitzender des Schiedsgerichtes.

Die Gründung des Verbandes der Behinderten, der Deutschen Angestellten Gewerkschaft, der Tafel des Landkreises Eichsfeld und der Diakonie im Eichsfeld hat Christoph Hochstein ebenfalls eng begleitet. Dies war ihm ein Herzensanliegen, denn er wusste, dass es fester Strukturen bedarf, um Verantwortung für andere zu übernehmen, um soziale Betreuung und körperliche Unterstützung leisten zu können.

 

Das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland erhält der Präsident der Stiftung Thüringer Sporthilfe, Dr. Kuno Schmidt aus Suhl.

Dr. Schmidt kam zunächst über sein ehrenamtliches Engagement für den Handballverein Suhl in den Thüringer Sport. In seiner Funktion als Vereinsvorsitzender wurde ihm bald bewusst, dass die Förderung junger Nachwuchstalente in Thüringen solider aufgestellt werden musste. Gemeinsam mit Rolf Beilschmidt, Klaus Fiedler und Horst Bechthum gründete er daher den Förderverein Thüringer Sporthilfe, der 1997 in eine Stiftung umgewandelt wurde. Seither steht Dr. Schmidt an der Spitze der Stiftung.

Aufgabe der Stiftung ist es seither, junge Sportlerinnen und Sportler in den olympischen und paraolympischen Disziplinen zu unterstützen, Olympioniken gezielt zu fördern sowie Trainerinnen und Trainer im Nachwuchsbereich zu stärken. Seit ihrer Gründung konnte die Stiftung in 4.000 Fällen junge Talente mit einem Volumen von knapp 3 Mio. Euro fördern, so die Biathletin Andrea Henkel, der Nordische Kombinierer Ronny Ackermann, die Radsportlerin Kristina Vogel oder der Speerwerfer Thomas Röhler. Aktuell werden rund 180 Nachwuchsathletinnen und -athleten gefördert: unsere Olympiahoffnungen der kommenden Jahre.

Dr. Kuno Schmidt ist es zu verdanken, dass die Stiftung Thüringer Sporthilfe im Laufe der Jahre ihre finanzielle Basis immer weiter verbreitern konnte, zum Beispiel durch die Gewinnung von Kuratoren und Sponsoren. Durch die Förderung wurde vielen jungen Menschen der Weg in die Weltspitze erleichtert.

 

Walter Preis aus Gernrode wird mit der Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Er steht für das soziale Miteinander in Gernrode und trägt mit vielfältigen Initiativen zur Lebensqualität im Eichsfeld bei.

Für Walter Preis haben der Erhalt historischer Zusammenhänge und die Vergegenwärtigung der eigenen Herkunft große Bedeutung. Akribisch erforscht er die lokale Geschichte, um in Vergessenheit geratene Ereignisse zu beleuchten. Als Ortschronist fasste er seine Forschungen zur Ortsgeschichte in dem Buch „Gernrode – Ein Eichsfeld-Dorf an der Wipper“ zusammen, das im Jahr 2015 erschien und großen Anklang unter den Gemeindemitgliedern und der interessierten Öffentlichkeit fand.

Doch geht sein ehrenamtliches Engagement über die Arbeit als Ortschronist hinaus. Im Jahr 2000 gründete Walter Preis eine Wandergruppe, die es sich zum Ziel gesetzt hat, die vielfältige und interessante Natur im Eichsfeld zu erhalten und für den sanften Tourismus besser zu erschließen. Als Vorsitzender organisierte er zum Beispiel den „Eichsfelder Wandertag“ im Jahr 2015. Es ist auch diesem Engagement zu verdanken, dass sich Thüringen seinen Gästen aus nah und fern als gut organisiertes Wanderland präsentieren kann.

Außerdem ist Walter Preis in der Kirchgemeinde und im Gemeinderat aktiv, er betätigt sich als Beobachter für den Deutschen Wetterdienst und ist Vorstandsmitglied des örtlichen Sportvereins. Für die Verbraucherzentrale und als Energieberater stellt er sein Fachwissen als Ingenieur unentgeltlich zur Verfügung.

 

Käthe Scheler-Eckstein aus Mengersgereuth-Hämmern erhält die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.

Über viele Jahrzehnte hat sie sich in ihrer Heimatgemeinde für die Bewahrung des regionalen Brauchtums eingesetzt. Insbesondere der jungen Generation vermittelte sie die Freude an überlieferten Traditionen, an Trachten und Tänzen, Liedern und Mundartdichtung. Durch sie konnten viele Kinder und Jugendliche die Erfahrung machen, dass sich eine lebendige Brauchtumspflege und ein modernes Lebensgefühl nicht ausschließen, sondern gut zueinander passen.

Käthe Scheler-Eckstein ist ein aktives Mitglied des Kirmes- und Trachtenvereins 1990 Mengersgereuth-Hämmern. Hier gründete sie vor mehr als 20 Jahren eine Kindertanzgruppe, um Mädchen und Jungen für den Trachtentanz und die Kirchweihtradition zu begeistern.

Trachten aus dem thüringisch-fränkischen Raum gilt die besondere Aufmerksamkeit von Käthe Scheler-Eckstein. Dabei beschränkt sie sich nicht auf das Sammeln und Auswerten von alten Trachten, von Schnittmustern, Fotodokumenten und altem Handwerkszeug. Sie will die Tracht weiterentwickeln und an die Anforderungen unserer Lebenswirklichkeit anpassen. Als ehrenamtliche Heimatpflegerin spannt sie somit den Bogen von der Vergangenheit in die Zukunft, vom Bewahren zum Verändern. Käthe Scheler-Eckstein trägt dazu bei, dass Volks- und Breitenkultur keine rückwärtsgewandte, sondern eine schöpferische, in die Zukunft weisende Tätigkeit ist.

 

Termin: Montag, 29. Januar 2018, 14 Uhr
Ort: Barocksaal, Thüringer Staatskanzlei, Regierungsstraße 73, 99084 Erfurt

Die Vertreter der Medien sind herzlich eingeladen. Bei Interesse an Fotos von der Veranstaltung wenden Sie sich bitte an Bernd Edelmann (bernd.edelmann{at}tsk.thueringen{punkt}de bzw. 0361/573211410).

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