07.12.2017
Thüringer Staatskanzlei

Medieninformation 228/2017

Ministerpräsident Bodo Ramelow verleiht Ehrenbriefe an verdiente Thüringerinnen und Thüringer

Ministerpräsident Bodo Ramelow verleiht am kommenden Samstag, 9.Dezember, den Ehrenbrief des Freistaats Thüringen. Geehrt werden 17 Thüringerinnen und Thüringer, die sich seit langem auf ganz unterschiedlichen Gebieten – im sozialen, politischen oder gesellschaftlichen Bereich – für den Freistaat engagieren. Mit dem Ehrenbrief des Freistaats wird eine Ehrennadel überreicht.

Der Ehrenbrief wurde erstmals im Jahr 2005 gestiftet „zur Ehrung von Personen, die sich um die Gestaltung unserer Gesellschaft im Freistaat Thüringen verdient gemacht haben“. Weitere Informationen: http://www.thueringen.de/th1/tsk/orden/ehrenbrief/erlass/index.aspx

Die Vertreterinnen und Vertreter der Medien sind zu der Veranstaltung sehr herzlich eingeladen. Bei Interesse an Fotos von den Geehrten wenden Sie sich bitte an Bernd Edelmann (bernd.edelmann{at}tsk.thueringen{punkt}de bzw. 0361-57 3211410).

Termin: Samstag, 9. Dezember 2017, 13 Uhr
Ort: Barocksaal der Thüringer Staatskanzlei, Regierungsstraße 73, Erfurt

Monika Bieniek aus Hörselberg-Hainich ist Gründungsmitglied des im Jahr 2001 gegründeten Basketballvereins Eisenach Tigers. Seitdem leitet sie als ehrenamtliche Vorsitzende den Verein mit viel Geschick. Vor allem auf die Kinder- und Jugendarbeit legt Monika Bieniek großen Wert. Durch ihr Engagement entstand die Kooperationsmaßnahme Kita-Schule-SV mit der 3. Grundschule in Eisenach, bei der Trainer in den Schulen Basketballunterricht anbieten. So wird das Bewegungsangebot der Schule erweitert, und die Schüler werden für den Vereinssport begeistert. Das Projekt „Mütter trainieren Basketball“ geht ebenso auf Monika Bienieks Idee zurück. Sie ist Trainerin der U10-Mannschaft und trainiert seit 2015 zusätzlich die U12-Mannschaft. Für ihr ehrenamtliches Engagement qualifizierte sich Monika Bieniek stets weiter. Sie absolvierte erfolgreich die Vereinsmanager-C-Ausbildung und die Lizenzausbildung zum Übungsleiter C mit dem Profil Kinder und Jugendliche. Ihre ehrenamtlichen Aufgaben im Verein, sei es die Führung des Vereins oder die Trainertätigkeit, erfüllt die gelernte Bürokauffrau mit sehr viel Einsatzbereitschaft, Herzblut und Zielstrebigkeit. Der Verein und der Basketballsport sind neben Familie und Beruf ein großer Bestandteil in ihrem Leben. Dies alles zu koordinieren und die zusätzliche herausfordernde und zeitintensive Aufgabe der ehrenamtlichen Führung eines Vereins anzunehmen, ist hoch anzuerkennen. Innerhalb des Sportsystems wirkt Monika Bieniek stets solidarisch und unterstützend mit. Sie ist eine kompetente Ansprechpartnerin für viele Belange, ob vereinsintern oder z.B. bei der Unterstützung beim Eisenacher Kindertag oder Sportschnuppertag.                                         

Christian Dietze aus Altenburg ist seit 2002 ein engagierter Helfer im Technischen Hilfswerk Ortsverband Altenburg. Schon bald übernimmt er die Funktionen des Jugendbetreuers und Ortsjugendleiters. Darüber hinaus ist er IT-Systemadministrator im Ortsverband und Bereichsausbilder für Sprechfunk und Digitalfunk. Christian Dietze ist ein zuverlässiger, aktiver Jugendbetreuer. Er führt die 17-köpfige Jugendgruppe mit viel persönlichem und zeitlichem Aufwand. Neben der spielerischen Ausbildung der Kinder und Jugendlichen kommt auch der Spaß nicht zu kurz. Unter seiner Führung nimmt die Jugendgruppe regelmäßig an THW-Landesjugendlagern bzw. am Bundesjugendlager teil. Beim Landeswettkampf in Thüringen 2015 errang er mit seiner Jugendgruppe einen 2. Platz. Christian Dietze ist die Zusammenarbeit mit den Jugendfeuerwehren des Landkreises wichtig, das Kreisjugendfeuerwehrlager in Pahna wird regelmäßig besucht. Er motiviert die Jugendlichen dazu, das THW-Leistungszeichen abzulegen. Dank seiner Ausbildung können sie so nahtlos in den Erwachsenenbereich eingearbeitet werden. Christian Dietze hat in seinem THW-Leben viele Einsätze absolviert. Darunter auch der Kampf gegen das Hochwasser gemeinsam mit den Einsatzkräften des Landkreises Altenburg im Jahr 2013. Bei der Ehrung der Helferinnen und Helfer im Einsatz gegen das Hochwasser im Oktober 2013 durch Frau Ministerpräsidentin a.D. Christine Lieberknecht war Christian Dietze mit dabei. Durch sein vorbildliches Engagement trägt er ganz maßgeblich zur positiven Außenwirkung sowie zur Festigung des inneren Zusammenhaltes der Bundesanstalt THW und des Ortsverbandes Thüringen bei.

Helmut Döhler aus Nahetal-Waldau ist seit seinem 17. Lebensjahr aktiv in der Bergwacht Schleusingerneundorf tätig. 1970 übernahm er die Ortsgruppenleitung der Bergwacht, die er bis heute innehat. Unter seiner Leitung unterstützte die Bergwacht die Gemeinde Schleusingerneundorf als bekannten Luftkurort, insbesondere bei der Begleitung von Urlaubern in der Wintersaison. Dazu gehörte das manuelle Spuren der Wege im Ortsbereich bis Frauenwald bei Dunkelheit unter widrigen Bedingungen, sowie die Durchführung von Wanderungen und die Beratung der Urlauber. Ganzjährig unterstützte und organisierte Helmut Döhler die Absicherung von Veranstaltungen wie z.B. die Weiterbildungsmaßnahme auf Kreisebene bei Meisterschaften und die Rettung von Verunfallten im Thüringer Wald. Bereits zu DDR-Zeiten bewarb Helmut Döhler vor Urlaubern die Schönheit des Thüringer Waldes und versuchte stets, die Grundsätze des Naturschutzes an Interessierte weiterzugeben. Helmut Döhlers Lebenswerk – sein Mitwirken in der Bergwacht – sichert weiterhin den Bestand der Bergwacht Schleusingerneundorf. Bis heute engagiert sich Helmut Döhler für Senioren und Schüler. Im Rahmen der Gemeinschaftsarbeit unterstützt er regelmäßig den Seniorentag in der Tagespflege „Herbstrose“ in Schleusingen und wirkt aktiv am Schülertag der Schleusinger Schulen mit. In der Zeit von 1958 bis 1992 war Helmut Döhler in der Gemeinde Schleusingerneundorf in der Freiwilligen Feuerwehr tätig. Helmut Döhler setzt sich stets für das Menschenwohl und den Naturschutz ein. Dafür stellt er eigene Interessen in den Hintergrund und spendet seine Freizeit größtmöglich der Gemeinschaft.               

Seit 2007 engagiert sich Dr. Hans-Eberhard Frank aus Erfurt ehrenamtlich für die Kita „Haus der bunten Träume“ in Erfurt. Seit 10 Jahren besucht er die Kita ein bis zwei Mal pro Woche. Auf Dr. Frank ist Verlass, das beweist er immer wieder aufs Neue. Die Kita und er gehören fest zusammen und bilden seit Jahren eine unzertrennliche Einheit. Alle Kinder und auch Eltern kennen und schätzen ihn. Als ehemaliger Kinderliteraturlehrer der pädagogischen Fachschule für Kindergärtnerinnen in Gotha hat Dr. Frank ein großes Fachwissen, das er in sein Engagement einbringt. Er informiert sich stets über aktuelle Angebote auf dem Büchermarkt, wählt pädagogisch wertvolle Kinderliteratur aus, liest den Kindern vor und kommt mit ihnen ins Gespräch. So unterstützt er in großem Maße das Sprachverständnis und die Sprachentwicklung der Kinder. Stets hoch motiviert und interessiert nimmt Hans-Eberhard Frank am Kita-Leben teil. Er gibt Ratschläge, tröstet und lacht mit den Kindern. Aufgrund seines fundierten Fachwissens und seiner Erfahrungen ist er eine große Bereicherung für die Kleinen, aber auch für die Eltern und Erzieherinnen. Dadurch genießt Dr. Frank im gesamten Haus große Anerkennung und Respekt.                                      

Rainer Hämmerling aus Saalfeld/Saale war schon vor der Wende im Naturschutz aktiv, ist seit über 25 Jahren Vorsitzender des NABU Saalfeld-Rudolstadt und ist in Sachen Naturschutz zu einer moralischen Instanz geworden. Besonders Fledermäuse, bedrohte Pflanzen- und Insektenarten sowie Lurche und Kriechtiere liegen in seinem Fokus. Ein weiterer Schwerpunkt seiner Arbeit ist das Verfassen von Stellungnahmen zu zahlreichen Bauvorhaben aller Art und der Erwerb von für den Naturschutz wertvollen Flächen. Unter seiner Regie sind Schutzgebiete mit einer Gesamtfläche von 44,86 ha entstanden. Darunter die Kiesgrube bei Etzelbach, das Teichgrundstück im Brandiskirchenbachtal, die Stollenflächen auf dem Bocksberg, um nur eine Auswahl zu nennen. Rainer Hämmerling gab ebenso die Initialzündung für die Arbeiten am Grenzstreifen bei Lichtenhain und Gräfental. Er betreut die Wurmbergwiese bei Deesbach und das NABU-Gebiet auf dem "Roten Berg" bei Saalfeld. Rainer Hämmerling hat sich immer wieder für die Pflege von Flächen eingesetzt, z.B. die Orchideenwiese bei Schadertal oder das erst vor 2 Jahren erworbene NABU-Schutzgebiet Stockberg bei Remda. Er konnte verhindern, dass Einflugöffnungen im Großtagebau Kamsdorf, die Quartiere für Fledermäuse sind, wieder verschüttet werden. Er berät und unterstützt viele Bürgerinitiativen z.B. die BI Remda gegen die Erweiterung einer bestehenden und den Neubau einer zweiten Schweinezuchtanlage, eine BI gegen Windkraftanlagen in einem Vogelzugkorridor oder die BI Schweinbach gegen das geplante Pumpspeicherkraftwerk im Schweinbachtal. Darüber hinaus arbeitet er seit Jahrzehnten im Naturschutzbeirat mit und ist vom Landrat bestellter Naturschutzbeauftragter. Trotz seiner schweren Erkrankung kämpft Rainer Hämmerling oftmals auch gegen behördlichen Widerstand für die Erhaltung der Natur.

Katharina Herzog aus Dornburg-Camburg war gerade 20 Jahre alt, als sie völlig überraschend von einer Netzhautablösung betroffen war. Netzhautablösung bedeutet einen plötzlichen Sehverlust, der sogar zur Erblindung des Auges führen kann. Danach geschah es immer wieder - zahllose Operationen, Schmerzen, eingeschränktes Sehvermögen folgten. Frau Herzog suchte Hilfe, fand aber nur wenig Informationen. Viele wichtige Aspekte werden in Kliniken und auch oft von Augenärzten nicht angesprochen. Die heute 41 Jahre alte Mutter zweier Kinder nahm ihr Schicksal in die eigene Hand. Katharina Herzog gründete eine Selbsthilfegruppe, die in Deutschland und weltweit einzige Anlaufstelle dieser Art. Ihr Internet-Forum „Netzhaut-Selbsthilfe.de“ hat rund 2000 regelmäßige Nutzer, auch Netzis genannt. Oft telefoniert sie mit den Betroffenen, spendet Trost, gibt Rat und Hilfe. Seit 2005 organisiert sie jährlich Wochenendseminare für Betroffene, sowie seit diesem Jahr Regionaltreffen/Tagesseminare in Deutschland mit Fachvorträgen zum Krankheitsbild und Behandlungsmethoden und psychologischer Beratung. Die Teilnehmer reisen dazu aus dem gesamten Bundesgebiet an.                                                                                    

Bärbel Köllen aus Bad Frankenhausen gehört seit 1992 zu den Gründungsmitgliedern des Fördervereins Oberkirche Bad Frankenhausen e.V.. Im Jahr 2001 übernahm sie den Vorsitz des Fördervereins, dessen rund 130 Mitglieder in ganz Deutschland verteilt leben. Als Vorsitzende bringt sich Bärbel Köllen mit viel Engagement, unter Rückstellung ihrer persönlichen Belange, für die Arbeit im Förderverein auf bewundernswerte Art und Weise ein. Darüber hinaus entwickelte sie eine innere Bindung mit den Zielen des Fördervereins, den Erhalt des Oberkirchturms, die ihresgleichen sucht. Dabei hat sie in einer breiten Bevölkerung, auch über die Stadt Bad Frankenhausen hinaus, das Gefühl der Verpflichtung gegenüber dem, was unsere Vorfahren geschaffen haben, bewusst gemacht und medienwirksam verbreitet und angeregt. Dieser von ihr erbrachte persönliche Einsatz kann nicht hoch genug eingeschätzt und gewürdigt werden. Dabei hat sie nicht nur ein persönliches Interesse an den Zielen des Fördervereins erkennen lassen, sondern hat auf ihre Art bei vielen Menschen, Spendern, Institutionen und Entscheidungsträgern des öffentlichen Lebens das Interesse geweckt, sich den Verpflichtungen, die uns unsere Vorfahren moralisch auferlegt haben, zu stellen und diese Ziele auch in der heutigen Zeit umzusetzen.                                                               

Dr. Beate Krause aus Jena ist sehr eng mit dem Rudersport verbunden. Mit ihrer Arbeit im Jenaer Kanu- und Ruderverein hat sie „Ankerpunkte" für sportliche, aber vor allem auch für Angebote der Jugendarbeit in Thüringen aufgebaut. Neben den Angeboten, die direkt mit dem Sport verknüpft sind, setzt sie sich besonders in der Nachwuchsförderung für das Ehrenamt ein, um junge Menschen dafür gewinnen zu können. Junge Menschen sollen sich ausprobieren können und Verantwortung übernehmen. Seit 1996 ist Dr. Beate Krause als Übungsleiterin und Trainerin in ihrem Verein und darüber hinaus auch für den Ruderverband tätig. Die steigenden Mitgliederzahlen im Verein verdeutlichen ihre hervorragende Arbeit. Um diesen Herausforderungen gerecht zu werden, wurden zusätzliche Trainingszeiten organisiert, neue Übungsleiter gewonnen und ausgebildet. Dr. Beate Krause lebt den Rudersport, auch mit ihrer gesamten Familie. Von 2006 bis 2015 war sie Jugendwartin der Thüringer Ruderjugend im Thüringer Ruderverband e.V. In ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit hat sich die Ruderjugend zu einer Mannschaft entwickelt. Sie vertrat die Interessen der jungen Menschen aktiv im Vorstand des Thüringer Ruderverbandes e.V. und machte sich für deren Umsetzung stark. Sie war von Anfang an eine verlässliche Partnerin zwischen der Verbandssportjugend und der Thüringer Sportjugend. Unter ihrer Federführung gelang es, Jugend- und Sportveranstaltungen durchzuführen, an denen Kinder und Jugendliche aus allen Thüringer Rudervereinen teilnehmen konnten. 2015 wurde Dr. Krause zur Präsidentin des Thüringer Ruderverbandes gewählt. Damit ist sie die einzige Frau im Präsidium.                                                                                      

Jürgen Pfeffer aus Elxleben leistet seit den 1990er Jahren sehr aktiv in mehreren Gremien, besonders der Behinderten- und Seniorenpolitik, ehrenamtliche Arbeit. Seit 2000 nimmt er auf diesem Gebiet auch führende Funktionen wahr und vertritt mit konstruktiver und kritischer Vorgehensweise den Thüringer Seniorenverband BRH im Landeshauptvorstand des Thüringer Beamtenbundes. Seit 2016 ist er der amtierende Landesvorsitzende des Thüringer Seniorenverbandes BRH. Besonders hervorzuheben ist sein ungebrochenes und konsequentes Engagement für behinderte Menschen des Freistaats und deren Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Seit 2000 ist Jürgen Pfeffer Vorsitzender des Landesverbandes für Menschen mit Behinderungen in Thüringen. Hier ist er mit einem hohen persönlichen Einsatz ständig mittels vieler Gespräche mit Regierung und Politik aktiv, um sich für die Gewährung der Rechte dieser Menschen einzusetzen. Jürgen Pfeffer ist Sprecher des "Außerparlamentarischen Bündnisses für die Umsetzung der UN – Behindertenrechtskonvention im Freistaat Thüringen". Hier versteht er es, diesem gesellschaftlich notwendigen Prozess in enger Zusammenarbeit mit den Fraktionen des Thüringer Landtages eine positive Entwicklung zu ermöglichen. Jürgen Pfeffer verstand und versteht es, sich bei vielen Kontakten mit Vertretern der Thüringer Landesregierung, den Fraktionen des Thüringer Landtages und anderen Thüringer Gremien als wertvoller und kritischer Gesprächspartner zu erweisen.                                                                

Wolfgang Philipp aus Apolda engagiert sich seit etwa 20 Jahren ehrenamtlich im Landesverband Thüringen im Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. Er ist Volksbund-Mitglied, großzügiger Spender und jährlicher Spendensammler für den Volksbund. Durch den Tod seines Vaters, der als Soldat der Wehrmacht in Frankreich eingesetzt war, dann dort in französischer Kriegsgefangenschaft verstarb und auf der Kriegsgräberstätte nahe Berneuil/Frankreich zugebettet wurde, ist er dem Anliegen des Volksbundes emotional und moralisch eng verbunden. In seiner Heimatstadt Apolda hat Wolfgang Philipp durch jährliche Spendensammlungen bei der Haus- und Straßensammlung des Volksbundes allein in den vergangenen 15 Jahren etwa 11.000 Euro an Spenden für die Kriegsgräberfürsorge gesammelt. Dabei informiert er die Bürgerinnen und Bürger über seine Arbeit und wirbt für das Anliegen des Volksbundes „Versöhnung über den Gräbern — Arbeit für den Frieden". Auch als Vorstandsmitglied der Seniorenunion Weimarer Land engagiert er sich für das Gemeinwohl und unterstützt trotz seines mittlerweile hohen Alters diesen Verband regelmäßig bei der Organisation von Gemeinschaftsveranstaltungen. Durch seine ehrenamtliche Tätigkeit hat Wolfgang Philipp dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge in Thüringen eine breitere Öffentlichkeit verschafft, im Bewusstsein vieler Menschen das Gedenken an die Schrecken und Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft erhalten, zur „Versöhnung über den Gräbern" beigetragen und somit einen wichtigen Beitrag zur Friedenssicherung geleistet.                                                                

Eva-Maria Ramisch aus Waltershausen ist seit 50 Jahren bei der Freiwilligen Feuerwehr Waltershausen aktiv. Seit 1991 ist sie aktives Vorstandsmitglied im Feuerwehrverein. 1995 hat sie die Aufgabe der Kassenverwalterin übernommen. Ein hohes Amt mit sehr viel Verantwortung. Eva-Maria Ramisch hat für den Verein alle Finanzgeschäfte übernommen, die Kasse verwaltet, Bankgeschäfte erledigt, sowie Förderungen beantragt und abgerechnet. Darüber hinaus ist sie im Feuerwehrverein für die Alter- und Ehrenabteilung verantwortlich. Sie organisiert wöchentliche Treffen der Mitglieder und zeichnet sich dann auch für die Versorgung verantwortlich. Eva-Maria Ramisch übt ihr Amt stets vorbildhaft und gewissenhaft aus. Für den Verein opfert sie einen Großteil ihrer Freizeit. Entgegen der weitverbreiteten Meinung, in den meisten Städten Deutschlands gebe es eine Berufsfeuerwehr, wird der abwehrende Brandschutz und die allgemeine Hilfe in Deutschland hauptsächlich durch freiwillige Kräfte sichergestellt. Auch in Waltershausen ist die Freiwillige Feuerwehr unverzichtbar. Wenn es brennt oder sich ein Unfall ereignet, rücken die Kameraden aus. Bei Tag und bei Nacht. Eva-Maria Ramisch ist für die freiwillige Feuerwehr Waltershausen ein wichtiges Mitglied, das in hervorragender Art und Weise das Vereinsleben prägt.

Karin Schmidt aus Hildburghausen ist seit 1964 Mitglied des Blinden- und Sehbehindertenverbandes Thüringen e. V.. Von Anfang an engagiert sich Karin Schmidt aktiv für die Belange blinder und sehbehinderter Menschen. In der ehemaligen Kreisorganisation Hildburghausen arbeitete sie im Kreisvorstand mit. Sie suchte dann maßgebend nach einer Lösung, als der Kreisvorstand altersbedingt nicht mehr arbeitsfähig war. Mit der Vereinigung der Kreisorganisationen Suhl und Hildburghausen zur jetzigen Kreisorganisation Suhl/Hildburghausen war es für sie selbstverständlich, sich auch weiter um die soziale Betreuung der Mitglieder in Hildburghausen und Umgebung zu kümmern. Sie hält engen Kontakt zu jedem Einzelnen und versucht auch, obwohl selbst vollblind, möglichst viele Hausbesuche durchzuführen. Durch ihre offene und freundliche Art findet sie glücklicherweise auch immer wieder Begleitpersonen dafür. Auch die Arbeit der Kreisorganisation insgesamt belebt Frau Schmidt durch ihre Vorschläge und Ideen.

Hans-Dieter Schremsdörfer aus Weida hat sich über viele Jahre ehrenamtlich in außergewöhnlichem Maß für das Kleingartenwesen in Thüringen engagiert. Bereits seit 1975 ist er Mitglied im Kleingartenverein „Fortschritt“ in Weida und seit 1976 Vorsitzender des Vereins, dessen Mitgliederzahl 100 Mann beträgt. Dabei zeichnet er sich durch großes persönliches Engagement und hohe Fachkenntnis aus. Trotz vieler beruflicher Verpflichtungen hat er diesen Verein und diese Gartenanlage zu den Besten im Landkreis Gera entwickelt. Aufgrund seines hohen Einsatzes und persönlichen Engagements wurde er 1980 in den damaligen Kreisvorstand Gera–Land des VKSK berufen und gewählt. Seine langjährige hervorragende Arbeit war ausschlaggebend dafür, dass er nach der Wende im Jahr 1989 bei der Gründung des Regionalverbandes Gera – Land in den geschäftsführenden Vorstand gewählt wurde und ab 1995 die Funktion des 2. Vorsitzenden mit ehrenamtlichem Engagement ausübte. Seit 1993 ist er in der Schlichtungskommission des Landesverbandes Thüringen und hat seit 2010 den Vorsitz übernommen. Im Rahmen der Bundesgartenschau 2007 in Gera und Ronneburg verantwortete Hans-Dieter Schremsdörfer Vorbereitung und Betrieb eines Musterkleingartens sowie eines Informationspunktes auf dem Ausstellungsgelände. Diese Aufgaben hat er qualitativ mit hohem persönlichen Einsatz und Akribie erfüllt. Bei der Bundesgartenschau 2009 in Schwerin war Hans-Dieter Schremsdörfer ebenfalls in der Öffentlichkeitsarbeit tätig.

Ohne den ständigen Einsatz und das ehrenamtliche Engagement von Amira Shemeis aus Leipzig würde es einen wesentlichen Teil der Jugend-Sozialarbeit in Jena-Lobeda nicht geben. Amira Shemeis war 2007 die Gründerin und ist seitdem der Motor für das Sozialprojekt „Bewegungsküche". „Der Verein setzt da ein, wo Schule und Elternhaus an ihre Grenzen stoßen", heißt es auf der Homepage des Vereins. 30 Kinder und Jugendliche aus dem sozialen Brennpunkt-Gebiet nehmen regelmäßig an den Angeboten teil, dazu gibt es zusätzliche Seminare und Angebote in den Schulen. Damit erreicht der Verein etwa 80 Kinder und Jugendliche. Angesprochen werden in dem Projekt Kinder und Jugendliche aus schwierigen Verhältnissen. Ihnen wird geholfen, ihre Gefühle und Eindrücke der Vergangenheit und Gegenwart zu verarbeiten. Ihnen kann auch die Angst vor der Zukunft genommen werden. Das Angebot erstreckt sich vom Tanz über Gesang, Theater, Dj-ing bis hin zur Malerei. Der Verein organisiert Wochenendworkshops, Ferienaktionen, Ausflüge, Schul-Arbeitsgemeinschaften und Projekttage. Zahlreiche Auftritte geben den Kindern und Jugendlichen das Selbstvertrauen, das sie in ihrem täglichen Leben häufig nicht erfahren können. Amira Shemeis koordiniert mit den anderen Ehrenamtlern die gesamte Arbeit des Vereins, bereitet Auftritte vor, ist bei Projektwochen an Schulen mit dabei. Ohne ihr Engagement würden viele junge Menschen in Jena-Lobeda keine sinnvolle Freizeitbeschäftigung und feste Anlaufstelle haben. Durch ihre Persönlichkeit und ihre Art, auf den Einzelnen einzugehen, schafft sie eine familiäre Atmosphäre.

Günter Sommer aus Sonneberg ist immer emsig bestrebt, Höhepunkte des Vereinslebens sowie des Ortsteils Hönbach in Bildern festzuhalten und diese für die Nachwelt zu erhalten. Sein besonderer Verdienst ist die Aufarbeitung und Digitalisierung sowie die Fortführung der durch Herrn Stammberger erstellten Ortschronik. In akribischer Kleinarbeit und mit viel Engagement sammelte und digitalisierte Günter Sommer Fotos, altes Filmmaterial und Dokumente, die die Geschichte Hönbachs beschreiben. Hierbei suchte er auch in den Archiven der Stadt und des Landes nach Dokumenten und arbeitete mit Herrn Schwämmlein, Heimatpfleger des Landkreises Sonneberg, eng zusammen. In einer Film- und Bildpräsentation stellt er die These des ursprünglichen Standortes von Hönbach, damals Heynbuche genannt, auf und geht der Theorie nach, wie es zur Verlagerung des Ortes an den heutigen Standort kam. Er leitete eine Wanderung, in der er interessierten Bürgern den wahrscheinlich ursprünglichen Standort unseres Ortes zeigte und führte dabei an geschichtlich relevanten Standorten vorbei. Die Erstellung von Festschriften anlässlich des 100-jährigen Bestehens der Freiwilligen Feuerwehr von Hönbach, der Vereinsjubiläen des Vereins Ländliche Traditionen und des Männergesangsvereins 1865 sowie die Fortführung der Schulchronik von Hönbach gehören zu seinen Verdiensten. Anlässlich der Vorbereitung der Festwoche zur 700-Jahrfeier arbeitet Günter Sommer aktiv in einer Arbeitsgruppe mit und leitet die Arbeiten bei der Erstellung der Festschrift.                                                                          

Edda Waskow aus Katzhütte repräsentiert seit 1994 den AWO Kreisverband Saalfeld-Rudolstadt e.V. in ihrem Heimatort Katzhütte. Als Gründungsmitglied und Vorsitzende des Ortsvereins ist es ihrem aktiven Einsatz und ihrer Beharrlichkeit zu verdanken, dass die AWO Begegnungsstätte bis heute ein wertvoller Treffpunkt von Seniorinnen in Katzhütte ist. Anderen Menschen zu helfen und ihnen Freude zu bereiten, ist für die Kindergärtnerin im „Un-Ruhestand“ ein Lebensgrundsatz und Motor für ihr überdurchschnittliches ehrenamtliches Engagement. Ihre musikalische Begabung und ihre literarisches Interesse bringt sie besonders gern in die Arbeit in der Begegnungsstätte ein. So hat Edda Waskow eine Kabarettgruppe und einen kleinen Chor gegründet. Die aufgeführten Programme sind auch außerhalb von Katzhütte gefragt und aufgrund des intelligenten Humors stets ein Erfolg. Edda Waskow ist immer auf der Suche nach neuen Mitgliedern und eine verlässliche Partnerin bei jeder Veranstaltung in der Begegnungsstätte, im Ortsverein und im Rahmen von Feiern im Ort. Ihr Organisationstalent ist schlicht unschätzbar. Sie backt Kuchen, bereitet die Tische vor und versorgt gemeinsam mit dem aktiven Ortsverein mit großer Freude alle Besucher. Kranke Menschen liegen Edda Waskow ganz besonders am Herzen. Diese besucht sie zuhause und hilft, wenn es nötig ist. Überdies gratuliert sie allen Geburtstagskindern unter den AWO-Mitgliedern.                                                                                                                                      

Der Weiße Ring ist ein gemeinnütziger Verein zur Unterstützung von Kriminalitätsopfern und zur Verhütung von Straftaten. Eberhard Zopf aus Bad Sachsa wurde im Juli 2003 zum ehrenamtlichen Mitarbeiter der Außenstelle Nordhausen ernannt. Vorausgegangen war der Besuch verschiedener Seminare zur Qualifizierung und Vorbereitung auf die anspruchsvolle Aufgabe der Betreuung und Begleitung der Opfer von Gewalt und Kriminalität. Eberhard Zopf ist ein kompetenter Ansprechpartner für die Betroffenen, aber auch für die Polizei, das Frauenhaus, den Kinderschutz, die Interventionsstelle und die anderen Partner des Weißen Rings. Er besucht die hilfesuchenden Opfer im Landkreis, berät und betreut sie oftmals über einen langen Zeitraum, manchmal sogar mehrere Jahre. Zu den Hilfsmöglichkeiten des Weißen Rings gehört neben dem menschlichen Beistand, der Begleitung zu Behörden, Gerichten oder anderen Institutionen auch die Bereitstellung materieller Hilfen für Notlagen, die sich aufgrund einer Straftat ergeben. Eberhard Zopf ist ein vorzüglicher Zuhörer und wird insbesondere bei Frauen, die Opfer häuslicher Gewalt oder Familien, deren Kind Opfer von Missbrauch geworden ist, eingesetzt. Eberhard Zopf kann sehr schnell ein Vertrauensverhältnis zu den Betroffenen aufbauen und ihnen damit wieder Hoffnung und Zuversicht für ihre oftmals aussichtslosen Lebenssituationen geben. Besonders das Thema Prävention liegt ihm am Herzen. Regelmäßig besucht er Schulen und Kindereinrichtungen und engagiert sich an Projekttagen mit Vorträgen.

Ehrenbriefverleihung am 09.12.2017 Gruppe 1
v.l.n.r.: Ministerpräsident Bodo Ramelow, Rainer Hämmerling, Helmut Döhler, Christian Dietze, Monika Bieniek
Ehrenbriefverleihung am 09.12.2017 Gruppe 2
v.l.n.r.: Ministerpräsident Bodo Ramelow, Dr. Beate Krause, Bärbel Köllen, Katharina Herzog, Dr. Hans-Eberhard Frank
Ehrenbriefverleihung am 09.12.2017 Gruppe 3
v.l.n.r.: Ministerpräsident Bodo Ramelow, Eva-Maria Ramisch, Wolfgang Philipp, Jürgen Pfeffer
Ehrenbriefverleihung am 09.12.2017 Gruppe 4
v.l.n.r.: Ministerpräsident Bodo Ramelow, Amira Shemeis, Karin Schmidt
Ehrenbriefverleihung am 09.12.2017 Gruppe 5
v.l.n.r.: Ministerpräsident Bodo Ramelow, Eberhard Zopf, Edda Waskow, Günter Sommer

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