01.12.2017
Thüringer Staatskanzlei

Medieninformation 227/2017

Ministerpräsident Bodo Ramelow überreicht Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland

Am kommenden Montag, 4. Dezember 2017, überreicht Ministerpräsident Bodo Ramelow im Auftrag des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier vier Thüringerinnen und Thüringern, die sich durch ihr außerordentliches Engagement verdient gemacht haben, den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland. Geehrt werden mit dem Verdienstkreuz am Bande Ralf Lindemann aus Heilbad Heiligenstadt und Dr. Peter Traut aus Straufhain sowie mit der Verdienstmedaille Doris Gehrhardt aus Crawinkel und Volkmar Manß aus Reinstädt.

Ralf Lindemann aus Heilbad Heiligenstadt wird für sein vielfältiges Engagement, sehbehinderten Menschen eine selbstbestimmte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen, mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland geehrt. Ralf Lindemann gehört zu jenen aktiven Menschen, die in Nordthüringen sehbehinderten und blinden Menschen viele Brücken in die Gesellschaft bauen. Seit über 30 Jahren leitet er den Blinden- und Sehbehindertenverband Eichsfeld. Lindemann selbst berät und betreut blinde und sehbehinderte Menschen in allen Fragen des täglichen Lebens, deren Bedürfnisse er aus eigener Erfahrung kennt. Zudem engagiert sich Ralf Lindemann in zwei weiteren Projekten: zum einen ein touristisches Angebot, das speziell auf die Bedürfnisse Sehbehinderter ausgerichtete Stadtführungen, taktile Ansichtskarten, Speisekarten in Brailleschrift und persönliche Begleitung beinhaltet, zum anderen die Förderung des Wissenserwerbs und die Persönlichkeitsbildung von Kindern und Jugendlichen. Vor einigen Jahre initiierte er ein Schulprojekt, das Schülerinnen und Schüler über das tägliche Leben von Menschen mit Behinderung informiert.

Für seine Verdienste um die Wirtschaft in Südthüringen wird Dr. Peter Traut aus Straufhain mit dem Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Als geschäftsführender Gesellschafter leitet er die OMROS Anlagen und Verfahrenstechnik GmbH in Hildburghausen mit großem Erfolg.
Daneben bekleidet er das Ehrenamt des Präsidenten der IHK Südthüringen.
Dr. Peter Traut prägt die Wirtschaft Südthüringens maßgeblich - sowohl als Unternehmer als auch als Manager der unternehmerischen Selbstverwaltung. Darüber hinaus bringt er sich in vielen Gremien, Stiftungen und Vereine ein, die das wirtschaftliche, wissenschaftliche und kulturelle Potenzial des Freistaats stärken. Mit Energie, Tatendrang und Ideenreichtum kümmert sich Dr. Peter Traut darum, die Ausbildungssituation in Südthüringen weiter zu verbessern und einen lebendigen Dialog und dauerhaften Erfahrungsaustausch zwischen Schulen und Unternehmen herzustellen.
In Zusammenarbeit mit der IHK Südthüringen und dem Forum Thüringer Wald e. V. initiierte er viele Aktionen, die dem Fachkräftemangel in der Region entgegenwirken. Dr. Peter Trauts Engagement weitet sich auch auf sein Wirken als Vorstandsmitglied des Deutschen Industrie- und Handelskammertages aus. Auch in der Stiftung für Technologie, Innovation und Forschung Thüringen brachte er als Mitglied des Kuratoriums Themen wie die Verbesserung des Transfers wissenschaftlicher Erkenntnisse in Produkte und von technologieorientierten Existenzgründungen voran und ist in weiteren Gremien – wie zum Beispiel als Vorstandsmitglied des Trägervereins des Deutschen Burgenmuseums oder als Stiftungsmitglied für Technologie, Innovation und Forschung Thüringen – aktiv.

Doris Gerhardt aus Crawinkel erhält für ihr kulturelles Engagement und ihr jahrzehntelanges Wirken für die Bewahrung und Dokumentation der Ortsgeschichte in ihrer Heimatstadt die Verdienstmedaille der Bundesrepublik Deutschland. Seit vielen Jahrzehnten engagiert sie sich für das kulturelle Leben in Crawinkel und trägt entscheidend zur Erforschung der Ortsgeschichte bei. Doris Gerhardt setzt sich für den Erhalt historischer Zusammenhänge und für die Vergegenwärtigung der eigenen Herkunft und ihrer Bedeutung ein. Aus diesem Grund widmet sie jede freie Minute ehrenamtlichen Projekten und insbesondere dem Museum in der Alten Mühle. Als das Gebäude zu verfallen drohte, war sie die treibende Kraft im Ort, die sich für dessen Erhalt einsetzte und neue Nutzungsformen suchte und gemeinsam mit anderen Bürgerinnen und Bürgern den Förderverein „Alte Mühle“ gründete. Ein lebendiges Zentrum der Gemeinde entstand, das heute  die Räumlichkeiten des Bürgermeisters, ein Seniorenzentrum und ein Jugendklub, ein Sitzungs- und Versammlungsraum sowie das Mühlenmuseum beherbergt. Für dieses Museum trug Frau Gehrhardt eine außerordentlich große Fülle an Anschauungsobjekten zusammen, die die Ortsgeschichte aufschlussreich und informativ belegen.
Insbesondere die Einrichtung des deutschlandweit einzigen Mühlsteinhauermuseums, das die Tradition dieses alten und für Crawinkel typischen Handwerks zeigt, ist ihrem Engagement zu verdanken.

Volkmar Manß – Bürgermeister aus Reinstädt – erhält für sein vielfältiges Engagement in seiner Heimatgemeinde die Verdienstmedaille der Bundesrepublik Deutschland. Über viele Jahre haben die Reinstädter Bürgerinnen und Bürger ein lebenswertes Umfeld und ein Netzwerk der sozialen Nähe geschaffen, das als Vorbild für viele andere Gemeinden – nicht nur in Thüringen – gelten kann. Mit unermüdlichem Einsatz leistete Volkmar Manß Bleibendes für die Gemeinde, um den ländlichen Raum als attraktiven Lebensstandort zu stärken. Volkmar Manß gebührt der große Verdienst, das ehemalige und vom Abriss bedrohte Zeiss-Werk in Jena-Nord in ein Vereinshaus aus der Taufe gehoben zu haben und bis zum heutigen Tag maßgeblich zu leiten. Der Aufbau des Vereinshauses „Zum Schönberg“ erwies sich für den Zusammenhalt der Gemeinde als außerordentlich weitsichtiges Projekt, denn das Haus hat sich seither zu einem richtigen Kulturzentrum und Besuchermagnet entwickelt. Es beherbergt die ortsansässigen Vereine wie die Freiwillige Feuerwehr, den Männergesangverein, die Blasmusikanten, die Jagdgenossenschaft sowie den Jugendklub.
Seit 2010 ist Volkmar Manß gewählter Bürgermeister seiner Heimatgemeinde und setzt sich ein, um die dörfliche Gemeinschaft zu stärken und Reinstädt für junge Familien und Gäste attraktiv zu machen. Agrargenossenschaft und kleine Unternehmen sorgen für Beschäftigung, der sanfte Tourismus für Gäste. Der Reinstädter Landmarkt ist zu einem echten Besuchermagnet geworden. Auch zahlreiche Kulturveranstaltungen in der Kemenate, dem Vereinshaus und der Kirche, bringen Menschen aus nah und fern in Reinstädt zusammen. Volkmar Manß leistet Heimatpflege im besten Sinne, die ausgeprägtes Traditionsbewusstsein und aufgeklärte Weltoffenheit verbindet.

Termin: Montag, 4. Dezember 2017, 14 Uhr
Ort: Erfurt, Regierungsstraße 73, Barocksaal der Thüringer Staatskanzlei

Die Vertreterinnen und Vertreter der Medien sind herzlich eingeladen.

Bei Interesse an Fotos von der Veranstaltung wenden Sie sich bitte an
Bernd Edelmann (bernd.edelmann{at}tsk.thueringen{punkt}de bzw. 0361/3792410).

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