13.09.2017
Thüringer Staatskanzlei

Medieninformation 159/2017

Mitte-Deutschland-Schiene wird ausgebaut -
Ramelow nach Gespräch mit Dobrindt: Thüringen wird zum Bahnknoten der Superlative

Auf den Ausbau der Mitte-Deutschland-Verbindung – ihre Finanzierung und den Zeitplan – haben sich heute Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow und Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt in Berlin verständigt.

„Mit dem heutigen Tag wird eine weitere Voraussetzung geschaffen, Erfurt und damit Thüringen zum Bahnknoten der Superlative zu entwickeln. Ich bedanke mich bei der Bundesregierung, dass sie noch vor der offiziellen Eröffnung der ICE-Strecke München-Erfurt-Berlin zusichert, dass die Mitte-Deutschland-Verbindung elektrifiziert wird. Das nutzt allen Bahnkunden und wird die Anbindung von Ostthüringen und Westsachsen an den Bahnknoten Erfurt deutlich verbessern. Ein guter Tag für die Zukunft Thüringens“, sagte Bodo Ramelow in Berlin zum Verhandlungsergebnis.

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt teilte dazu mit: „Die Planungen zur Elektrifizierung der Eisenbahnstrecke Weimar-Gera-Gößnitz durch die Deutsche Bahn können beginnen. Mit der Hochstufung des Projektes in den vordringlichen Bedarf haben wir die Grundlage dafür geschaffen. Der Bund wird zudem die Planungskosten finanzieren. Wir geben dem Projekt damit eine klare Realisierungsperspektive. Ziel ist es, zügig Baurecht zu erlangen, um diese wichtige Schienenverbindung effektiver und leistungsfähiger zu machen.“

Der Ausbau der Mitte-Deutschland-Schiene ist Voraussetzung dafür, dass auch Ostthüringen von dem ab Dezember 2017 in Betrieb gehenden ICE-Kreuz Erfurt, dem „Eisenbahnkonten der Superlative“, profitieren kann. Zudem werden die netztechnischen Voraussetzungen dafür geschaffen, dass das Land einen S-Bahn-ähnlichen Regionalverkehr innerhalb der Thüringer Städtekette bestellen kann. Bereits ab Dezember 2017 wird es Bahnverbindungen zwischen Erfurt und Weimar im 15-Minuten-Takt, zwischen Erfurt und Jena im 30-Minuten-Takt geben.
Darüber hinaus wird damit die bessere Anbindung Thüringens an Westsachsen, insbesondere an den Wirtschaftsraum um Zwickau und Chemnitz, programmiert: Das Projekt wirkt sich positiv auf die sächsische Region aus, die bislang ebenfalls unter ihrer schlechten Fernverkehrsanbindung leidet. Von Gera aus könnten sich sogar Fahrtzeitverkürzungen bis Dresden ergeben.

Die Thüringer Landesregierung sieht im Ausbau der Mitte-Deutschland-Verbindung einen weiteren wichtigen Schritt hin zur angestrebten Verlagerung von mehr Verkehr von der Straße auf die Schiene. Damit haben langjährige Verhandlungen zwischen dem Freistaat Thüringen und dem Bund ein alle Beteiligten positives Ergebnis erbracht.

Hinweis: Fotos finden Sie hier: https://www.magentacloud.de/share/3n3ce5nyvv. Bitte geben Sie als Quelle an: BMVI.

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Bild: BMVI

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