Organisation des Landesarchivs Thüringen - Staatsarchiv Meiningen

Schlossbibrabaumeiningen
Schloß Elisabethenburg in Meiningen. Der Nordflügel des Schlossensembles, der sogenannte „Bibrabau“, wurde 1511 als Hauptbau der Würzburger Burg unter Regie des Bischofs Lorenz von Bibra errichtet und ist somit der älteste Bauteil des Schlosses. Er wurde im Jahr 1861 im Stil der Renaissance umgebaut und ist heute der Sitz des Staatsarchives Meiningen. Foto: StA MGN.

Schloss Elisabethenburg

Das Schloss Elisabethenburg war bis 1918 das Residenzschloss der Herzöge von Sachsen-Meiningen. Der Bau geht zurück auf eine vermutlich noch vor dem Jahr 1000 angelegte Stadtburg. Diese war im Jahr 1008 von Heinrich II. dem Hochstift Würzburg übergeben worden. 1542 gelangten Burg und Stadt Meiningen dann in den Besitz der Grafen von Henneberg und nach deren Aussterben 1583 an die ernestinische Linie des sächsischen Herrscherhauses. Da sich dieses mit anderen Herrscherhäusern, die ebenfalls Ansprüche auf das hennebergische Erbe erhoben, nicht auf eine Teilung der Grafschaft einigen konnten, wurde zunächst eine gemeinschaftliche Hennebergische Regierung gebildet, bis 1660 die Teilung der Grafschaft Henneberg und somit die Auflösung der hennebergischen Regierung beschlossen wurde.

Von 1682-1692 ließ Bernhard I., der erste Herzog von Sachsen-Meiningen, auf dem Gelände der Meininger Stadtburg das Residenzschloss Elisabethenburg erbauen. Namensgebend war Herzogin Elisabeth Eleonore aus dem Hause Braunschweig-Wolfenbüttel.

Nach dem Untergang des Herzogtums Sachsen-Meiningen am Ende des Ersten Weltkrieges wurde im Jahr 1923 hier das Staatsarchiv Meiningen eingerichtet. Dieses verwahrt die Überlieferung der Grafen von Henneberg, die Überlieferung des durch Erbteilung unter den Ernestinern 1680/81 neu entstandenen Herzogtums Sachsen-Meiningen einschließlich der 1826 hinzugekommenen Landesteile, die Überlieferung der Behörden des 1920 gegründeten Landes Thüringen aus den südwestlichen Regionen sowie des DDR-Bezirkes Suhl und des Südwestraumes des Freistaates Thüringen.

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Historische Postkarte mit Ansicht Bibrabau Meiningen
Archivdepotinsuhl
Ansicht des ehemaligen Suhler Gefängnisses. Der 1859 im Stil des Historismus errichtete Baukörper wurde während der Nutzung durch die DDR-Geheimpolizei mit Mauererhöhungen, Bogenlampen und einigen kleineren Anbauen überformt. Die Dachhaut stammt aus der derzeitigen Nutzung. Foto: Sören Holland-Nell, StA MGN.

 

Archivdepot Suhl

Die DDR-Geheimpolizei, das „Ministerium für Staatssicherheit“, nutzte von Anfang der 1950er Jahre bis 1989 den Gefängnisbau in der Neundorfer Straße 10 – 12 als „Untersuchungshaftanstalt“ für den Bezirk Suhl. Zuvor diente der 1859 fertiggestellte Zweckbau als Kreis- bzw. Amtsgerichtsgefängnis, Haftort für die nationalsozialistische Gestapo sowie für die sowjetische Besatzungsmacht. An die Opfer dieser Gewaltherrschaften erinnern u.a. ein sogenannter „Stolperstein“ vor der Eingangspforte sowie eine Tafel im Hofbereich des Geländes.

Seit dem Zusammenbruch der SED-Herrschaft und der Auflösung des Ministeriums für Staatssicherheit wurde das Gebäude provisorisch als Archivdepot zuerst der Stasiunterlagenbehörde und seit 1993 des Staatsarchivs Meiningen genutzt. Hier werden insbesondere Unterlagen aufgelöster DDR-Behörden und liquidierter Betriebe der DDR-Staatswirtschaft verwahrt. Immer mittwochs und donnerstags von 8.00 - 15.30 Uhr kann vor Ort eine Einsichtnahme in das dort verwahrte Archivgut erfolgen. Es ist jedoch vorab eine Anmeldung und Genehmigung erforderlich. Benutzungsanträge können schriftlich oder elektronisch an das Staatsarchiv Meiningen (Postfach 100654, 98606 Meiningen, E-Mail: meiningen{at}la.thueringen{punkt}de) gerichtet werden.

Stolpersteinsuhl
Stolperstein für den NS-Gegner August Löhnert, der wegen seiner Zugehörigkeit zu einer kommunistischen Widerstandsgruppe verhaftet und im Suhler Gefängnis zu Tode gebracht worden ist. Foto: Sören Holland-Nell, StA MGN.

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Über die Organisation des Landesarchivs Thüringen finden Sie Informationen auf der Startseite des Landesarchivs Thüringen unter der Rubrik Zuständigkeit und Organisation.

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