24.08.2017
Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie

Medieninformation

125 Jahre Museum für Ur- und Frühgeschichte Thüringens im Poseckschen Haus in Weimar

Am 28. und 29. August 2017 begeht das Museum sein 125-jähriges Jubiläum. Das interessierte Publikum ist herzlich zu Sonderführungen und einem öffentlichen Festvortrag am 29.8. um 19.00 Uhr, eingeladen.  An beiden Tagen ist das Museum durchgehend geöffnet und heißt alle Gäste bei freiem Eintritt herzlich willkommen. 


Die Anfänge vor 125 Jahren
Vor 125 Jahren wurden mit der Eröffnung des „Naturwissenschaftlichen Museums Weimar“ im so genannten Poseckschen Haus die Grundlagen für das jetzige Museum für Ur- und Frühgeschichte Thüringens gelegt.  Angefangen hatte es damit, dass engagierte Weimarer ihre umfangreichen Sammlungen der Öffentlichkeit zugänglich machen wollten. Das ursprünglich 1889 am Herderplatz eingerichtete Museum erlangte schnell so große Beliebtheit, dass die Bestände bereits drei Jahre später in das Posecksche Stadtpalais umziehen mussten.  Die Funde des frühen Neandertalers aus Ehringsdorf, seiner Werkzeuge und seiner Jagdbeute brachten dem seit 1903 städtischen Museum überregionale Bekanntheit. Großes Aufsehen erregten auch die kostbaren Funde aus den 1913 entdeckten germanischen Fürstengräbern von Haßleben. Nach dem zweiten Weltkrieg entwickelte sich das Museum zu einem archäologischen Forschungsinstitut von internationalem Rang, das seit 1953 als Museum für Ur- und Frühgeschichte für ganz Thüringen zuständig ist.  


Die Bedeutung der Sammlung
Heute umfasst die Sammlung ca. 300.000 Inventareinheiten mit mehreren Millionen Objekten aus dem gesamten Land.  Darunter solche von internationaler Bedeutung wie die altsteinzeitlichen Funde von Bilzingsleben, die Funde vom größten Gräberfeld der frühen Jungsteinzeit bei Wandersleben oder aus den bronzezeitlichen Kulthöhlen bei Bad Frankenhausen. Fundstücke einer der nördlichsten keltischen Stadtanlagen auf der Steinsburg bei Römhild, aus dem bisher einzigen römischen Marschlager östlich des Wesergebietes in Hachelbich, aus den reichen Gräberfeldern des Thüringer Königreiches von Kaltenwestheim, Gispersleben und Weimar oder den  in der Alten Synagoge Erfurt präsentierten Erfurter Schatz zählen ebenfalls dazu.


Die Dauerausstellung
Bei der Gestaltung der Dauerausstellung legte man bereits in den 1950er Jahren großen Wert auf Anschaulichkeit. Diese Tradition führte 1999 auch die Neugestaltung des heute zum Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie gehörenden Museums fort, das jährlich ca. 20.000 Besucher anzieht. Auf etwa 800 m² Ausstellungsfläche wird derzeit die frühe Landesgeschichte Thüringens mit ungefähr 3.000 Originalfunden, Modellen, detailgetreuen Zeichnungen und lebensgroßen Rekonstruktionen präsentiert. 

 

Ansprechpartner:
Dr. Diethard Walter
Leiter des Fachbereiches Archäologisches Landesmuseum
Tel. 03643 – 818 344
diethard.walter{at}tlda.thueringen{punkt}de
http://alt-thueringen.de

 

Museumsgebäude Hof Mit Schriftzug_ Übersicht unsere Veranstaltungen 125 Jahre Museum (4.9 MB)
Hier finden Sie alle Veranstaltungen und weitere Informationen in der Übersicht. PDF-Dokument ist nicht barrierefrei.


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Museum Eingang
Das Museum für Ur- und Frühgeschichte residiert seit 125 Jahren im Poseckschen Haus

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