Archäologie auf dem Flugfeld nahe Kölleda

Grabungsbefund Flugfeld Kölleda
Grabungsbefund Flugfeld Kölleda

Das vor den Toren der Stadt Kölleda liegende Industriegebiet „Kiebitzhöhe“ wird erweitert. Luftbilder, eine geophysikalische Untersuchung und Begehungen erbrachten trotz starker Veränderungen des Gebietes durch Nutzung als Luftzeugamt mit Flugplatz während des 2. Weltkrieges Anhaltspunkte für ungestörte archäologische Befunde.

Daraufhin erfolgte im Oktober 2012 eine erste Sondage des Platzes. Sie bestand aus drei parallel verlaufenden, ca. 600 m langen, Suchschnitten. Diese archäologischen Voruntersuchungen brachten, sekundär verlagerte, Scherben der Aunjetitzer Kultur zu Tage. Die Keramik war ein Indiz für ein in der Nähe befindliches frühbronzezeitliches Siedlungsareal hier im weiteren Umfeld des Leubinger Fürstengrabes.

Die im Juni 2013 begonnene Rettungsgrabung bestätigte diese Annahme. Unmittelbar an die Vorjahressondagen anschließend, wurde ein ca. 3 ha großes Areal untersucht. Neben den erwarteten Siedlungshinterlassenschaften der Aunjetizter Kultur konnten auch Befunde aus dem Endneolithikum, der Völkerwanderungszeit und dem frühen Mittelalter dokumentiert werden. Darunter einige Gräber. Besonders erwähnenswert sind  eine urgeschichtliche Rinderbestattung und  ein reich ausgestattetes Frauengrab der Schnurkeramischen Kultur. Der Toten waren, neben einer aus Amphore und Becher bestehenden Gefäßausstattung und zwei Silexklingen, auch durchlochte „Tierzähne“ beigegeben. Bei diesen handelt es sich überwiegend um aus Knochen geschnitzte Imitate. Sie lagen im Hinterhauptbereich der Toten und gehörten möglicherweise zu einer Kapuze, Haube oder einem Haarnetz.

 

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