01.08.2014
Thüringer Ministerium für Bau Landesentwicklung und Verkehr

Medieninformation 201/2014

Carius: Bewegung im Bundesstraßen-Bau

Bund stimmt zwei Projekten im Bereich der B 90 n und B 62 zu

„Das ist ein guter Tag für Thüringen. Denn der Bund hat für zwei wichtige Baubeginne im Bereich der Bundesstraße 90 n zwischen Traßdorf und Nahwinden und im Zuge der B 62 (Ortsumgehung Bad Salzungen) grünes Licht gegeben. Beide Maßnahmen stehen im Bundeshaushalt. Damit gibt es kein Zurück mehr. Der Ausbau wird auch die Wirtschaftskraft in den betroffenen Regionen stärken.“ Das erklärte heute (Freitag) Verkehrsminister Christian Carius anlässlich der Zustimmung der Bundesregierung zu zwei Baubeginnen von Bundesfernstraßenmaßnahmen in Thüringen. In dem Schreiben des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BVI) an den Minister heißt es unter anderem: „Nach Verkündung des Haushaltsgesetzes 2014 am 18. Juli 2014 und auf Grundlage der vom Bundeskabinett am 02. Juli 2014 beschlossenen Finanzplanung bis 2018 teile ich Ihnen mit, dass nunmehr mit folgenden Baumaßnahmen begonnen werden kann: B 62, Bad Salzungen 4. Bauabschnitt, Ortsumgehung (OU) Leimbach und B 90 n, A 71 – B 87.“

„Das ist ein wichtiges Etappenziel zum tatsächlichen Baubeginn“, so Carius weiter. „Jetzt gilt es, die Finanzierung der beiden Projekte durch den Bund zügig zu fixieren, damit wir die Ausschreibung vornehmen können.“ Er betonte zudem, sich auch weiterhin in Berlin für die Umsetzung aller notwendigen Straßenbau-Vorhaben einzusetzen. Dazu zählen u. a. die OU Großengottern, die OU Höngeda, die OU Rothenstein, die OU Mackenrode oder die OU Kallmerode, um nur einige wenige zu nennen.

Der neue Bundesverkehrswegeplan des Bundes hat eine Laufzeit bis 2030. Für diese langfristige Planungsperiode hat Thüringen insgesamt 85 Straßenbauprojekte beim Bund angemeldet.

Details zu den beiden Baumaßnahmen

B 90 n

Nach erfolgter Freigabe des Bundesverkehrshaushalts am 18. Juli 2014 soll eine weitere Baumaßnahme im Zuge der B 90 n begonnen werden. Bei dem Gesamtprojekt handelt es sich um den zweistreifigen Neubau einer Bundesstraße zwischen Traßdorf und Nahwinden auf einer Länge von 13,8 Kilometern. Nachdem bereits im August 2013 der 1. Spatenstich für ein Überführungsbauwerk erfolgt ist, konnten noch weitere vier Bauwerke im selben Jahr beauftragt werden. Sie befinden sich ebenso wie die im Sommer 2014 vorgezogene Umweltmaßnahme in der Ilmaue noch im Bau. Zurzeit wird die Vergabe der ca. zehn Millionen teuren Ilmtalbrücke vorbereitet, die im Frühjahr des nächsten Jahres begonnen werden soll. Die Ilmtalbrücke mit einer Länge von 630 Metern ist die weitaus größte von insgesamt 13 Brücken der B 90 n. Als letzter Schritt wird dann der Streckenbau gestartet.

Das Gesamtprojekt umfasst ein Bauvolumen von ca. 45,5 Millionen Euro und soll zusammen mit den vom Straßenbauamt Mittelthüringen bereits fertiggestellten Ausbauabschnitten eine leistungsfähige Verbindung zwischen dem Wirtschaftsraum Saalfeld/Rudolstadt/Bad Blankenburg an die A 71 und die Landeshauptstadt Erfurt schaffen.

B 62

Die B 62 verknüpft als überregionale bedeutsame Straßenverbindung in Südthüringen die Bundesländer Hessen und Thüringen.
Seit der Wiedervereinigung hat die B 62 einen überproportionalen Verkehrsanstieg zu verzeichnen. Die Baumaßnahme B 62, vierter Bauabschnitt (BA), verläuft als Fortführung der bereits fertiggestellten ersten drei Bauabschnitte in westliche Richtung. Die neue Trasse der B 62 stärkt durch die bequemere und schnellere Bewältigung des höheren Verkehrsaufkommens (Umfahrung der Ortschaft Leimbach) und durch die angepasste Gestaltung der Linienführung in Lage und Höhe bzw. der Knotenpunkte nach dem Ausbau die Mobilität in dieser Region.
Die Länge der Neubaustrecke beträgt insgesamt ca. 4,5 Kilometer. Im Zuge dieser Maßnahme sind sieben Brückenbauwerke geplant.
Die Gesamtkosten sind entsprechend mit 15,8 Millionen Euro veranschlagt, darin sind 5,9 Millionen Euro für die Ingenieurbauwerke sowie 0,5 Millionen Euro für den Grunderwerb enthalten.
Weiterer geplanter Ablauf:
Vor Beginn der Streckenbauarbeiten erfolgt als vorgezogene Maßnahme der Bau der Leimbachtalbrücke (Bauwerkslänge ca. 200 m, Baukosten ca. 3,2 Millionen Euro). Nach Fertigstellung der Leimbachtalbrücke erfolgen der weitere Streckenbau sowie der Bau der anderen Brückenbauwerke.

Hintergrund

Thüringen hat aktuell zehn Bundesstraßen-Vorhaben mit Baurecht:
- B 62, Bad Salzungen 4. BA, OU Leimbach-Kaiserrode,
- B 88, OU Rothenstein,
- B88, OU Zeutsch,
- B 90 n, Traßdorf – Nahwinden, 2. BA von B 87 bis A 71
- B 90, A 9 bis Gefell
- B 243 OU Mackenrode
- B 247 OU Kallmerode
- B 247 OU Höngeda
- B 247 Ammern – Höngeda
- B 247 OU Großengottern / Schönstedt
 

(Stand: Juli 2014)

 

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