19.12.2017
Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft

Medieninformation

Städtedreieck am Saalebogen erhält schnelle Autobahnanbindung an A 71

Bundesstraße 90 n wird für den Verkehr freigegeben

„Für diesen schnellen Anschluss an das deutsche Autobahnnetz hat die Region um das Städtedreieck im Saalebogen lange gekämpft. Nun ist es in gemeinsamer Anstrengung von Land und Bund gelungen, die letzte Lücke zu schließen und den wichtigen Thüringer Industriestandort rund um Rudolstadt, Saalfeld und Bad Blankenburg besser an die bundesweiten Verkehrsadern anzubinden“, sagte heute Birgit Keller, Ministerin für Infrastruktur und Landwirtschaft des Freistaats Thüringen, auf der neuen Ilmtalbrücke bei Traßdorf im Ilmkreis. Die Ministerin und Gerhard Rühmkorf, Unterabteilungsleiter im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, gaben heute die Bundesstraße 90 n zwischen der Anschlussstelle Stadtilm (A 71) und Nahwinden für den Verkehr frei.

Die Verkehrsfreigabe für das von der Projektmanagementgesellschaft DEGES verantwortete Vorhaben erfolgte nach gut vierjähriger Bauzeit rund ein halbes Jahr früher als geplant. „Der Wirtschaftsraum und die Menschen in der Region werden von der neuen Strecke erheblich profitieren“, betonte Ministerin Keller. Auch die Lebensqualität in den Ortschaften steigt: Durch die Entlastung der Ortsdurchfahrten von Griesheim, Stadtilm, Marlishausen und Nahwinden reduzieren sich Staus, Lärm und Abgase.

Die B 90 n ist knapp 14 Kilometer lang. 2013 wurde mit dem Bau der ersten Brückenbauwerke begonnen. Die Bundesstraße ist zweistreifig, verfügt allerdings in Steigungsstrecken über einen Zusatzfahrstreifen, um das Überholen von Lkw zu ermöglichen. Die Verkehrsbelegung auf der B 90 n wird auf bis zu 15.500 Kraftfahrzeuge pro Tag prognostiziert. Die vom Bund getragenen Gesamtkosten belaufen sich auf rund 52,5 Millionen Euro.

Mit der Verkehrsfreigabe wird die bisherige Strecke, die Landesstraße 1048 zwischen Stadtilm und dem Abzweig nach Döllstedt, für den Verkehr gesperrt und zu einem Wirtschaftsweg zurückgebaut. Die Serpentinenstraße über den „Hund“ stellte bislang insbesondere für Lkw ein erhebliches Hindernis dar und galt als Unfallschwerpunkt.

Hintergrund:
Der Ausbau des Straßenzuges zwischen Rudolstadt und der A 71 zur schnellen Anbindung des Städtedreiecks am Saalebogen an die Autobahn begann in Regie der Straßenbauverwaltung des Landes 2002 mit dem Neubau der Ortsumfahrung Eichfeld. 2007 schloss sich der Bau der Ortsumfahrung Schaala mit dem 1,145 km langen Tunnel Pörzberg an. Die enge Ortsdurchfahrt von Schaala konnte seinerzeit aufgrund der geringen Fahrbahnbreite nur wechselseitig in jeweils einer Fahrtrichtung passiert werden. Vor der Ampelanlage bildeten sich dabei bis zur Verkehrsfreigabe des Tunnels im Jahr 2010 häufig längere Verkehrsstaus. Die Kosten für den Neubau der Ortsumfahrungen Eichfeld und Schaala betrugen 66,5 Mio. Euro, davon wurden 8,3 Mio. Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) finanziert.

Westlich anschließend an die Ortsumfahrung Eichfeld wurde die Landes-straße L 1048 in drei Abschnitten bis Nahwinden ausgebaut. Baustart für den ersten Bauabschnitt von Eichfeld bis Lichstedt war im März 2009. Der letzte Bauabschnitt zwischen Nahwinden und dem Abzweig Sundremda wurde im Dezember 2013 für den Verkehr freigegeben. Die Gesamtstrecke dieser Straßenabschnitte ist 9,4 Kilometer lang. Die Kosten betrugen insgesamt 23 Millionen Euro. Aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) wurden hiervon 14,4 Millionen Euro finanziert. Die Straße wurde auf eine Fahrbahnbreite von acht Metern ausgebaut. An einer Steigung wurde auf einer Länge von 3,6 Kilometern ein Zusatzfahrstreifen errichtet.

Nach dem durch das Land realisierten Aus- und Neubau der L 1048 bis Nahwinden hat nun der Bund durch den Bau der ‚B 90 neu‘ die letzte fehlende Lücke bis zur A 71 geschlossen.

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