06.11.2017
Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft

Medieninformation

Staatssekretär Sühl und Wirtschaftsminister Tiefensee beim Branchentalk des Thüringer Ernährungsnetzwerkes

Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee und Staatssekretär Dr. Klaus Sühl treffen heute rund 30 Mitglieder des Thüringer Ernährungsnetzwerkes (TH-ERN), um sich über den Stand und die Ziele der Branche auszutauschen.

„Die Ernährungsbranche ist für den Freistaat von großer Bedeutung. Wir wollen sie weiter stärken, denn sie sichert wichtige Arbeitsplätze. Allein in der Ökobranche arbeiten im Freistaat bereits 223 Unternehmen. Wir fördern zudem unter anderem die Vermarktung regionaler Produkte, die Grünen Berufe und mit 43 Mio. Euro bis zum Jahr 2021 den Ökolandbau“, sagt Staatssekretär Sühl.

Aus Sicht von Wirtschaftsminister Tiefensee gehört die Branche – mit knapp 20.000 Beschäftigten und 4,3 Milliarden Euro Umsatz immerhin einer der drei wichtigsten Wirtschaftszweige im Land – zu den Zugpferden des Wirtschaftsstandorts Thüringen, müsse sich aber gerade deshalb neuen Herausforderungen stellen. „Vor allem sollten die Chancen der Digitalisierung auch in der Ernährungswirtschaft konsequenter genutzt werden“, sagte Tiefensee. Dies gelte mit Blick auf die Produktionsprozesse ebenso wie bei Vertrieb und Vermarktung. Das Wirtschaftsministerium unterstütze dies gezielt mit neuen Förderangeboten und dem Ausbau der Breitbandinfrastruktur. Auch die Geschäftsstelle des TH-ERN wird vom Land bis Ende 2018 mit 400.000 Euro gefördert.

„Die Qualität der Thüringer Lebensmittel ist gut. Das Thüringer Qualitätszeichen gibt nicht nur Auskunft über die regionale Herkunft, sondern auch über erfüllte Güte- und Prüfbestimmungen sowie Kontrollen. Das schafft Vertrauen bei den Verbrauchern“, so Sühl weiter.

Die Produzenten setzen jedoch nicht nur auf Bewährtes, so Sühl. Die Branche kennt die Bedeutung von Innovationen, denn nur so kann sie sich im Wettbewerb behaupten. Auch das Land sei hier aktiv, etwa mit dem agrarpolitischen EU-Förderprogramm ELER zur Entwicklung neuer Produkte und Verfahren. In den vergangenen zwei Jahren wurden darin 43 Projekte initiiert, davon 12 in der Ernährungsbranche. Unterstützt wurde unter anderem die Entwicklung von Trinkjoghurts für Schwangere und Stillende und ein Projekt zur Entwicklung von Fleischersatzprodukten aus einheimischen Eiweißpflanzen.

Eine Herausforderung sei allerdings die Kleinteiligkeit der Branche in Thüringen, so Minister Tiefensee. Die durchschnittliche Betriebsgröße bleibt mit 156 Beschäftigten unter dem Durchschnitt der deutschen Ernährungsindustrie. Lediglich 15 Thüringer Betriebe erreichen eine Beschäftigtenzahl von mehr als 250 Mitarbeitern. Daraus resultiert auch das im Vergleich zum Thüringer Industriedurchschnitt um fast ein Drittel geringere Entgelt in der Ernährungsbranche, das bei 22.460 Euro liegt (Industrie gesamt: 32.160 Euro).

Ziel sei es deshalb, die aus den geringen Betriebsgrößen resultierenden Wettbewerbsnachteile zu kompensieren, so der Wirtschaftsminister. Dafür stünden Instrumente zur Investitionsförderung, aber auch zur Innovationsförderung und zur Verbesserung der Kooperation innerhalb der Branche bereit. So ist die Ernährungsindustrie Teil des Handlungsschwerpunkts „Gesundes Leben und Gesundheitswirtschaft“ innerhalb der Thüringer Innovationsstrategie. „In diesem Rahmen wollen wir gezielt Projekte fördern, die einer gesunden und sicheren Ernährung dienen“, sagte Tiefensee.

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