11.10.2017
Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft

Medieninformation

2,4 Mio. € für Grundschule Ronneburg

Sanierung der staatlichen Schule im Rahmen des Schulinvestitionsprogramms über 150 Mio. Euro

„Die Schulbauförderung ist eine Herzensangelegenheit für diese Landesregierung. Um den über viele Jahre entstandenen Investitionsstau an den Schulen langsam aufzulösen, bedarf es mehrjähriger und kontinuierlicher Anstrengungen“, sagte heute in Ronneburg der Staatssekretär im Infrastrukturministerium, Dr. Klaus Sühl, bei der Übergabe eines Zuwendungsbescheids über knapp 2,4 Millionen Euro zur Sanierung der staatlichen Grundschule an die Greizer Landrätin Martina Schweinsburg.

„Mit dem 2015 gestarteten Schulinvestitionsprogramm über 150 Millionen Euro haben wir Schwung in die Sanierung der Thüringer Schulen gebracht“, so Sühl weiter. „Aufgrund des erheblichen Investitionsbedarfs an den Schulgebäuden im Freistaat setze ich mich für die Fortführung unseres zunächst auf fünf Jahre angelegten Programms auch in der kommenden Legislaturperiode ein.“

„Gute Schulen brauchen zeitgemäße und attraktive Rahmenbedingungen. Hierfür benötigen wir neben qualifizierten Lehrern und guten pädagogischen Konzepten auch moderne Schulgebäude“, sagte der Staatssekretär. „Insbesondere der barrierefreie Umbau unserer Schulen ist dringend notwendig, wenn künftig noch viel mehr Kinder und Jugendliche inklusiv beschult werden.“

Hintergrund: In die Sanierung der staatlichen Grundschule Ronneburg werden jetzt insgesamt rund 3,7 Millionen Euro investiert. Am Schulgebäude wurden seit etwa 25 Jahren keine investiven Maßnahmen mehr durchgeführt. Die Sanierung setzt nun ein überarbeitetes brandschutztechnisches und energetisches Konzept um. Die Rettungswege werden hierzu neu geordnet. Die Fassaden werden komplett saniert, die obersten Geschossdecken gedämmt und die Keller des 1954 errichteten Schulgebäudes trockengelegt. Außerdem ist vorgesehen, Sanitäranlagen entsprechend heutiger Standards einzubauen. Durch die Herstellung der Barrierefreiheit im gesamten Gebäude kann künftig die integrative Beschulung im nördlichen Bereich des Landkreises Greiz sichergestellt werden. Der Freistaat fördert die Investition des Schulträgers mit einer Zuwendung von 2,398 Millionen Euro.

Derzeit werden an der Grundschule 164 Schülerinnen und Schüler in acht Klassen unterrichtet. Die Schulnetzplanung des Kreises erwartet für den Schulstandort bis zum Schuljahr 2023/24 einen Anstieg der Schülerzahlen. Die Nachhaltigkeit der Investition ist somit gesichert.

Die Auswahl der geförderten Objekte im Schulbauinvestitionsprogramm erfolgt auf Grundlage der Schulbauförderrichtlinie. Mit ihr werden die Fördermittel zielgenau und nachhaltig eingesetzt. So müssen die Antragsteller nachweisen, dass auch im demografischen Wandel die Schulen bei Neubauten 25 Jahre und bei Sanierungen für die kommenden 15 Jahre ausgelastet sein werden. Ferner sollen die Schulen durch die Sanierung barrierefrei werden, um eine inklusive Beschulung zu ermöglichen. Gefördert werden Sanierung, Umbau, Erweiterung und Neubau von Schulgebäuden und Schulsporthallen.


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