Gunstraumstudie Thüringer ICE-Knoten

1 Herr Staatssekretär Dr. Klaus Sühl Begrüßt Die Gäste Im Gut Gefüllten Rathausfestsaal
Staatssekretär Dr. Klaus Sühl begrüßt die Gäste am 5. Juni 2018 im gut gefüllten Erfurter Rathausfestsaal.

„Gunstraumstudie“ zeigt Potenziale auf

Verkehrsstaatssekretär Dr. Klaus Sühl: Thüringer ICE-Knoten bietet Chancen für das ganze Land

„Mit dem Thüringer ICE-Knoten in Erfurt ergeben sich vielfältige Chancen für die Landesentwicklung, die weit über die Grenzen der Landeshauptstadt Erfurt hinausgehen“, sagte heute Verkehrsstaatssekretär Dr. Klaus Sühl bei der Präsentation der „Gunstraumstudie“ im Festsaal des Erfurter Rathauses. „Die Gutachter unserer Studie sollten Entwicklungspotenziale herausarbeiten, die sich durch den ICE-Knoten in Thüringen ergeben, und Handlungskonzepte für die Kommunen erarbeiten. Neu dabei war, dass erstmals der Blick auf das ganze Land gerichtet wurde. Die Studie untersucht alle 40 ober- und mittelzentralen Städte Thüringens und zeigt, dass die sogenannten Gunsträume des ICE-Knotens von Jena bis nach Eisenach und von Sonneberg bis Nordhausen reichen und auch das gesamte Südwestthüringen umfassen. Im Osten des Freistaates profitieren Räume um Gera sowie Altenburg.“

Mit der Erstellung der Studie wurde Ende 2016 die Gruppe Architektur und Stadtplanung Dresden (GRAS) in Zusammenarbeit mit der FIRU mbH (Forschungs- und Informations-Gesellschaft für Fach- und Rechtsfragen der Raum- und Umweltplanung mbH) und dem Lehrstuhl für Verkehrsökologie der Technischen Universität Dresden beauftragt. Innerhalb eines Jahres haben die Planer alle zentralen Städte Thüringens auf die Erreichbarkeit der Regionen in Kombination mit einer soziökonomischen Analyse untersucht. Im Ergebnis wurden 21 Städte als „begünstigt“ und 19 Städte als „weniger begünstigt“ eingestuft. Für 12 der 21 begünstigten Städte wurden konkrete Handlungskonzepte erarbeitet, welche sich vor allem auf die Entwicklung von Flächen im Bahnhofsumfeld beziehen. So empfehlen die Gutachter, der strategischen Flächenbevorratung großer Potenzialflächen beispielsweise in Gotha, Gera und Sonneberg zunächst hohe Priorität einzuräumen, während hingegen in Sondershausen und Ilmenau konkrete Entwicklungskonzepte bereits weit vorangeschritten sind. Für alle 12 Städte gemeinsam gilt der Rat, einen Mobilitätsknoten aller Verkehrsträger am Bahnhof zu entwickeln oder zu verbessern. Dies ist beispielsweise in Jena, Eisenach, Arnstadt und Meiningen aktuell die Schwerpunktaufgabe. Weitere Handlungskonzepte enthält die Studie für Suhl, Nordhausen und Bad Langensalza.

Auch die Lage der 19 weniger begünstigten Städte wurde für die Studie analysiert und Hinweise zur Unterstützung einer künftigen, positiven Entwicklung aus verkehrs- sowie raumplanerischer Sicht erteilt. In diesen Hinweisen spielt zum Beispiel die Verbesserung der lokalen und regionalen Mobilität eine Rolle, die unter anderem durch die Vernetzung der verschiedenen Verkehrsmittel erreicht werden kann. Aus raumplanerischer Sicht wird darüber hinaus empfohlen, stärker auf eine interkommunale Zusammenarbeit zu setzen, gemeinsame Projekte zu entwickeln und über Funktionsteilungen zwischen den Städten nachzudenken.

„Nach der Präsentation der Ergebnisse geht es nun um die Umsetzung der in der Studie dargelegten Empfehlungen“, sagte Dr. Sühl nach der Vorstellung der Untersuchung durch die Gutachter. „Einige Städte haben damit schon begonnen. Die Stadt Sonneberg beispielsweise beabsichtigt, die bestehende Kooperation mit der bayerischen Gemeinde Neustadt bei Coburg zu intensivieren - u. a. im Bereich Mobilität. So soll Sonneberg zukünftig stärker vom ICE-Halt in Coburg profitieren können. Diese länderübergreifende Kooperation halte ich für sehr wichtig und förderwürdig. Ich möchte aber darüber hinaus alle Kommunen dazu anregen, die Chancen, die Ihnen in der Gunstraumstudie aufgezeigt werden, zu nutzen. Dabei steht das Infrastrukturministerium gern helfend zur Seite.“

Bild1 Grs Präsentation der Gunstraumstudie Thüringer ICE-Knoten
Studie, Vorträge, Fotos (TMIL, Ref.32)

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