INTERREG

Europäische Territoriale Zusammenarbeit (ETZ) im Rahmen der Strukturfonds 2007 - 2013

Die Europäische Territoriale Zusammenarbeit ist Bestandteil der Kohäsions- und Strukturpolitik der EU (Art. 158 EGV). Sie dient dem wirtschaftlichen und sozialen Zusammenhalt („der Kohäsion“) der Gemeinschaft und ist auf die Förderung insbesondere von Wachstum und Beschäftigung der weniger entwickelten Regionen ausgerichtet. Die Programme werden aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) finanziert.
Die Förderung erfolgt in drei Förderbereichen, (sog. „Ziele“):

1. Konvergenz („Ziel 1“): Förderung von Regionen mit einem BIP/Kopf unter 75% des EU-Durchschnitts und der Übergangsregionen,
2. Regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung („Ziel 2“): Förderung aller übrigen Regionen der Gemeinschaft und
3. Europäische Territoriale Zusammenarbeit - ETZ - („Ziel 3“): Förderung der Zusammenarbeit der Regionen.

Die Europäische Territoriale Zusammenarbeit wird in drei Ausrichtungen umgesetzt:
• Ausrichtung A: die grenzübergreifende Zusammenarbeit (von zumeist zwei Mitgliedstaaten im Grenzgebiet),
• Ausrichtung B: die transnationale Zusammenarbeit (Regionen in staatenübergreifenden Kooperationsräumen) und
• Ausrichtung C: die interregionale (EU-weite) Zusammenarbeit.

Das Ziel der Europäischen Territorialen Zusammenarbeit besteht in einer harmonischen, ausgewogenen und nachhaltigen Entwicklung der Gemeinschaft. Sie stellt damit die Fortführung der bisherigen Gemeinschaftsinitiative INTERREG zur Stärkung der Zusammenarbeit zwischen den lokalen und regionalen Akteuren in der Europäischen Union dar. In der Folge wird die Europäische Territoriale Zusammenarbeit auch als INTERREG IV B bezeichnet.

Ansprechpartner für INTERREG IV B in Thüringen ist das TMBLV, Abteilung „Städte- und Wohnungsbau, Raumordnung und Landesplanung“,  Referat Raumordnungspolitik und Landesplanung und für INTERREG IV A und C die Thüringer Staatskanzlei.

Transnationale Zusammenarbeit – INTERREG IV-B

Die transnationale Zusammenarbeit fördert die territoriale Entwicklung der Regionen in größeren EU-Räumen. Durch die Finanzierung von Netzwerken und Aktionen, die eine integrierte territoriale Entwicklung begünstigen, soll die transnationale Zusammenarbeit verstärkt und weiterentwickelt werden. Der integrative Raumentwicklungsansatz stellt dabei ein entscheidendes Merkmal der transnationalen Zusammenarbeit dar.

INTERREG IV B-Projekte werden in 13 staatenübergreifenden Kooperationsräumen durchgeführt, die sich über ganz Europa und die Überseegebiete erstrecken. Thüringen ist am Kooperationsraum Central Europe (Mitteleuropa) beteiligt, der dem nördlichen Teil des CADSES – Raums der Gemeinschaftsinitiative INTERREG III–B (Förderperiode 2000 bis 2006) entspricht.

Die Hauptziele des Programms wurden als direkte Antwort auf die neuen Lissabon- (Wachstum, Wettbewerbsfähigkeit, Beschäftigung) und Göteborg-Agenden (Nachhaltigkeit) formuliert. Die Lissabon-Agenda, die Europa zur wettbewerbsfähigsten Wirtschaftregion führen soll, fordert eine Mobilisierung des Wachstumspotenzials in allen Regionen, um das geografische Gleichgewicht der wirtschaftlichen Entwicklung zu verbessern. Vor diesem Hintergrund wurden im Operationellen Programm für Central Europe (Mitteleuropa) 2007 – 2013 als allgemeine Programmziele die Stärkung der territorialen Kohäsion, die Förderung der internen Integration und die Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit Mitteleuropas festgelegt.
Die Hauptziele des Programms und der strategische Ansatz werden mit Hilfe von vier inhaltlich-orientierten Prioritäten verfolgt. Jeder Projektantrag sowie jedes Projekt muss sich thematisch in einem der vier Prioritäten wieder finden. Es wird damit den spezifischen räumlichen Bedürfnissen des Mitteleuropäischen Kooperationsraums gerecht.

Priorität 1 – Förderung von Innovation in Mitteleuropa
Priorität 2 – Verbesserung der Erreichbarkeit von und innerhalb Mitteleuropas
Priorität 3 – verantwortungsbewusste Nutzung unserer Umwelt
Priorität 4 – Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit und Anziehungskraft von Städten und Regionen

Im Laufe der Förderperiode finden mehrere öffentliche Aufforderungen (Calls) statt, auf welche Projektanträge eingereicht, durch das Gemeinsame Technische Sekretariat (JTS) in Wien entgegengenommen beurteilt sowie dem Begleitausschuss (Vertreter der Mitgliedsstaaten) zur Entscheidung vorgelegt werden. Die ersten drei Calls wurden 2008, 2009 und 2010 bereits durchgeführt.

Ansprechpartner
CENTRAL EUROPE Programme

Joint Technical Secretariat
Kirchberggasse33-35/11
A-1070 Vienna
Phone: +43 (0) 1 8908 088 2411
Fax: +43 (0) 1 8908 088 2499
Email: info{at}central2013{punkt}eu
Internet: http://www.central2013.eu

CENTRAL Contact Point Deutschland
Weberplatz 1
01217 Dresden
Dr. Bernd Diehl, Markus Egermann
Tel. + 49 (0)351 46 79 277, + 49 (0)351 46 79 216
Fax + 49 (0)351 46 79 212
E-Mail: b.diehl{at}ioer{punkt}de, m.egermann{at}ioer{punkt}de
Internet : http://www.central2013.de/

Thüringer Ministerium für Bau, Landesentwicklung und Verkehr, Serviceagentur Demografischer Wandel und EU-Projekte
Kai Philipps
Werner-Seelenbinder-Straße 8
99096 Erfurt
Tel.: 0361 3791510
Fax: 0361 3791399
E-Mail:kai.philipps{at}tmblv.thueringen{punkt}de

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