Flächenhaushaltspolitik

Die Flächenneuinanspruchnahme durch Siedlungs- und Verkehrsvorhaben zählt in Deutschland zu den vordringlichsten Umweltproblemen. Der Schutz der nicht vermehrbaren Ressource Boden stellt auch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten eine Aufgabe dar, der sich die Gesamtgesellschaft stellen muss. Die Folgen für die Umwelt sind vielschichtig, spiegeln sich jedoch am deutlichsten im Verlust fruchtbarer landwirtschaftlicher, naturnaher und unzerschnittener Flächenwieder.

Flächen können zwar im eigentlichen Sinne nicht verbraucht werden, die Art und Weise ihrer Nutzung hat jedoch Einfluss auf zukünftige Entwicklungsmöglichkeiten. Ziel einer nachhaltigen Entwicklung ist es, die Multifunktionalität der Böden zu erhalten, den Freiraum zu schützen und eine Flächenhaushaltspolitik zu betreiben, die auch künftigen Generationen ein möglichst breites Spektrum an Nutzungsmöglichkeiten offenhält.

Ziel der Bundesregierung ist es, die tägliche Neuinanspruchnahme von Flächen für Siedlungs- und Verkehrsprojekte von aktuell 87 Hektar auf 30 Hektar bis 2020 zu begrenzen. Thüringen orientiert sich mit seiner Nachhaltigkeitsstrategie an diesem Modell. Die Flächenbilanz zwischen Neuinanspruchnahme und Rückwidmung für natürliche und naturnahe Zwecke soll bis zu diesem Zeitpunkt in einem möglichst ausgeglichenen Verhältnis stehen.

Diagramm: Seit 2004 sinkt statistisch der Flächenverbrauch in Deutschland
Täglicher Flächenverbrauch in Deutschland, Quelle: Statistisches Bundesamt

Positionspapier 2013 "Nachhaltige Flächenpolitik" (5.8 MB)
PDF-Dokument ist barrierefrei.

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