03.04.2014 15:19 Uhr

Schienenpersonennahverkehr

Schiene4

"Der Schienenpersonennahverkehr (SPNV) ist das Rückgrat des öffentlichen Verkehrsnetzes. In den vergangenen Jahren ist die Bedeutung des Angebots kontinuierlich gestiegen. Außerdem wird es nach der Fertigstellung der Hochgeschwindigkeitstrasse in 2015 bzw. 2017 deutliche Veränderungen im Thüringer Nahverkehrsangebot geben. Deshalb wird der Nahverkehrsplan angepasst." Das erklärte am 25. März 2014 Minister Christian Carius, der gemeinsam mit dem Geschäftsführer der Nahverkehrsservicegesellschaft Thüringen (NVS), Arne Behrens, den 4. Nahverkehrsplan für den Freistaat in Erfurt vorstellte.

"Wir legen mit dieser Konzeption ein abgestimmtes Angebot vor", so Carius weiter, "das den Straßen- und Schienennahverkehr in allen Landesteilen sicherstellt." Der Leistungsumfang im Öffentlichen Nahverkehr werde beibehalten. Es sei nicht beabsichtigt, Eisenbahnstrecken aufzugeben oder in wesentlichem Umfang Leistungen abzubestellen. "Vielmehr wird mit dem neuen Nahverkehrsplan der Ausbau des SPNV fortgesetzt", bilanziert der Minister.

  4. Thüringer Nahverkehrsplan

Hauptbestandteile

  • In den nächsten Jahren wird der Leistungsumfang im SPNV um über 1 Million Zugkilometer (Zkm) auf dann zirka 22,4 Millionen Zkm steigen.
  • Der barrierefreie Ausbau von Verkehrsstationen wird gemeinsam mit den Eisenbahninfrastrukturunternehmen vorangetrieben. Bis 2017 werden rund 81 Prozent der Reisenden über einen barrierefreien Zugang zum SPNV verfügen.
  • Bis 2017 wird sich die Infrastrukturqualität im Eisenbahnnetz weiter verbessern. So wird die MDV in weiten Teilen zweigleisig ausgebaut, einschließlich des barrierefreien Ausbaus der Bahnhöfe Jena-West und Jena-Göschwitz. Die Strecke Erfurt - Nordhausen soll in den kommenden Jahren für höhere Geschwindigkeiten ertüchtigt werden.
  • Für den Bundesverkehrswegeplan 2015 (BVWP) hat der Freistaat die Elektrifizierung  der Strecken Weimar - Jena - Gera - Gößnitz sowie Gotha - Mühlhausen - Leinefelde angemeldet.
  • Darüber hinaus sollen die Geschwindigkeitserhöhung der Strecken Eisenach - Erfurt (auf 200 km/h) und Erfurt - Halle/Leipzig (auf 160 km/h) sowie der Lückenschluss Werrabahn zur Anbindung an den ICE-Halt Coburg in den BVWP eingeordnet werden.

Fazit:

Der Leistungsumfang im Öffentlichen Personennahverkehr wird beibehalten. Es werden keine Eisenbahnstrecken aufgegeben oder in wesentlichem Umfang Leistungen des Schienenpersonennahverkehrs abbestellt. Vielmehr wird mit den neuen Nahverkehrsplan der Ausbau des Schienenpersonennahverkehrs fortgesetzt.

 

Links

Bericht über öffentliche Personenverkehrsdienste auf Schiene und Straße und zur Aufhebung der Verordnungen (EWG) Nr. 1191/69 und (EWG) Nr. 1107/70 des Rates für das Jahr 2011 - Bereich Schienenpersonen-nahverkehr

4. Thüringer Nahverkehrsplans (4,6 MB)
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Thüringer Gesetz über den öffentlichen Personennahverkehr