23.05.2013 22:52 Uhr

Radwege

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Radverkehr in Thüringen

Aus der vom Bund herausgegebenen Studie "Mobilität in Deutschland 2008" geht hervor, dass in Thüringen ca. 6 % aller Wege mit dem Fahrrad zurückgelegt werden. Das klingt wenig, wenn man bedenkt, dass fast drei Viertel (72%) aller Thüringer ein Fahrrad besitzen. Ziel ist es deshalb, den Radverkehr im Alltag und in der Freizeit als Verkehrsmittel zu fördern, denn Rad fahren ist gesund, schont die Umwelt, macht Spaß und wird deshalb immer beliebter. Dabei spielt der  Radroutenplaner eine wichtige Rolle, der seit Juli 2010 im Internet zur Verfügung steht.

Das Thüringer Radverkehrskonzept wurde am 17. Juni 2008 vom Thüringer Kabinett verabschiedet. Das Konzept ist Richtschnur für die Landesverwaltung und gibt den Kommunen sowie weiteren Akteuren Empfehlungen zur Unterstützung und Stärkung des Radverkehrs.

Ein wichtiger Beitrag ist der Bau von straßenbegleitenden Radwegen. Heute verfügen ca. 19,2 % der Bundesstraßen und rund 4,7 % der Landesstraßen über straßenbegleitende Rad- oder Rad-/Gehwege. Das sind insgesamt rund 500 km. Gefördert wird darüber hinaus der Bau von straßenbegleitenden Rad- oder Rad-/Gehwegen an kommunalen Straßen.

Das Radtouristisches Landesnetz Thüringen umfasst das  Radfernwegenetz Deutschland mit 13 Radfernwegen und einer Länge von rund 1.500 km sowie ein Radhauptnetz mit über 60 Radwegverbindungen. Das Radhauptnetz ist noch im Aufbau und soll einmal rund 1.700 km umfassen.

Durch Thüringen führen zwei Deutschland-Radrouten, die D-4 Mittellandroute über Abschnitte des Werratal-Radwegs, Herkules-Wartburg-Radwegs, des Radfernwegs "Thüringer Städtekette" und die D-11 Ostsee-Oberbayern-Route über den Saale-Radwanderweg.

In Zukunft müssen straßenbegleitende und touristische Radwege besser miteinander vernetzt werden. Dies ist nur schrittweise über einen längeren Zeitraum möglich, da sich der Bau von straßenbegleitenden Radwegen am Ausbau des Bundes- und Landesstraßennetzes orientieren muss.

Um eine grenzüberschreitend einheitliche Radverkehrswegweisung zu erreichen, wurde die Richtlinie zur Radverkehrswegweisung für den Freistaat Thüringen erarbeitet, die die ziel- und routenorientierte Wegweisung miteinander vereint und damit alle Zielgruppen anspricht.

Eine ständige Aufgabe ist die Erhöhung der Verkehrssicherheit für den Radverkehr. Hier spielen verschiedene Faktoren eine Rolle, wie die Gestaltung und der Zustand der Straßen und Radverkehrsanlagen, die Fahrzeugtechnik sowie das Verhalten der Verkehrsteilnehmer. Verkehrsregeln für Radfahrer.

Thüringen gehört zu den wenigen Bundesländern, in denen seit 1999 die kostenfreie Mitnahme für das Fahrrad in Nahverkehrszügen grundsätzlich möglich ist. Fahrradabstellanlagen an den Bahnhöfen und Haltepunkten sind eine wichtige Voraussetzung für die Verknüpfung des Radverkehrs mit dem öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV). Hierfür werden Mittel im Rahmen der Förderung der ÖPNV-Infrastruktur bereitgestellt.


Links

Förderung Radwege

Thüringer Radverkehrskonzept 2008

Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen in Thüringen

Linkliste Radverkehr