07.01.2013 11:23 Uhr

Eröffnung Rudolstädter Vogelschießen

Sehr geehrter Herr Jörg Reichl, Bürgermeister das Stadt Rudolstadt,
sehr geehrter Frau Marion Philipp, Landrätin des Landkreises Saalfeld-Rudolstadt,
sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Gäste,

288 Jahre Rudolstädter Vogelschießen, wenn ich richtig gezählt habe. Und ich bin heute das erste Mal dabei. Herzlichen Dank für die Einladung zu einem der größten und beliebtesten Volksfeste in Thüringen!

Goethe tat es, Schiller tat es, ja sogar die vornehme Frau vom Stein war mit von der Partie, von den fürstlichen Herrschaften wie Herzog Karl-August, den Fürsten von Schwarzburg-Sondershausen und denen von Reuß, Schleiz, Greiz und Lobenstein ganz zu schweigen - alle Welt gab sich hier Rudolstadt zum Vogelschießen ein Stelldichein.

Herr Oberbürgermeister Reichl, dann hat das wohl einen Grund, dass Sie mich so lange nicht eingeladen haben…

Die Rudolstädter schießen den Vogel ab – und das auch im wahrsten Sinne des Wortes.

Dabei meine ich nicht nur das traditionelle Armbrustschießen auf den Holzvogel am letzten Sonntag. Sondern auch die erstaunlich lange Tradition (seit 1722) und die Anziehungskraft dieses Volksfestes.

Rudolstadt setzt immer noch einen darauf – und das erfolgreich!

Zu tausenden strömen die Gäste aus Nah und Fern zu „Schillers heimlichen Geliebten“. Fast 80 Fahr- und Belustigungsgeschäfte sorgen für Unterhaltung und die Festwirte für das leibliche Wohl…

„Das schönste an einem Feiertag ist die Aussicht auf den zweiten”, heißt es beim Dichter Jean Paul.

Hier beim Vogelschießen in Rudolstadt, das sich auf eine stolze Tradition kann, wird zehn Tage (20. bis 29. August 2010) lang gefeiert. Das spricht für das Temperament der Rudolstädter und für Ihre Gastfreundschaft.


Ich hoffe, dass ich jetzt dauerhaft auf Ihrer Gästeliste stehe..

Ich danke den Organisatoren, wünschen allen Gästen eine unterhaltsame und vergnügliche Zeit in Rudolstadt sowie den Schaustellern gute Geschäfte.

Und nun lassen Sie uns endlich das Festbier anzapfen…